Maroldsweisach

Wegweiser durch die Berufswelt in Maroldsweisach

Zahlreiche Schüler nutzten die Ausbildungsbörse in Maroldsweisach zur Orientierung bei der Wahl der richtigen Ausbildung. Für die Firmen bot sich die Möglichkeit zur Präsentation.
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Holzbau - im Bild der Stand der Firma Holz-Hepp - kann auch für Schülerinnen eine interessante Alternative sein. Fotos: Gerhard Schmidt
Holzbau - im Bild der Stand der Firma Holz-Hepp - kann auch für Schülerinnen eine interessante Alternative sein. Fotos: Gerhard Schmidt
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Antonia Förster aus Junkersdorf ist noch unentschlossen, was den Berufswunsch angeht. Der Wunsch ihrer Mutter entspricht nicht ihren Wünschen, verrät sie. Steffen Schramm aus Dürrenried weiß zumindest schon, dass er später einmal einen handwerklichen Beruf ergreifen will. Und auch die junge Rabelsdorferin Eva Köhler will sich erst einmal einen Überblick verschaffen und dann entscheiden, wo sie ein Praktikum absolvieren wird.
Die drei treffen sich auf der Ausbildungsbörse an der Mittelschule Maroldsweisach. 18 Unternehmen und Einrichtungen aus der Region stellen sich den Schülern vor und werben um potenzielle Auszubildende.

Schulleiter Josef Friedrich stellte eine Aussage von Thomas Mann an den Anfang: "Arbeit ist schwer, ist oft genug ein freudloses und mühseliges Stochern, aber nicht arbeiten, das ist die Hölle." Durch diese Hölle muss, das jedenfalls legt der Erfolg der Ausbildungsbörse nahe, kein Schüler in Maroldsweisach gehen, denn die Firmen suchen teils händeringend nach Auszubildenden.

Etwa Schreinermeister Robert Kirchner aus Ermershausen, für den es immer schwieriger, Interessenten zu finden. Bei der Ausbildungsbörse hat er die Möglichkeit, junge Leute auf seinen Betrieb aufmerksam zu machen. Den Beruf des Zahntechnikers wiederum möchte Wolfram Thein aus Maroldsweisach den Jugendlichen näher bringen. Oft sei es den Jugendlichen nicht bewusst, wie abwechslungsreich der Beruf ist. Oder Metzgermeister Hans Meyer (ebenfalls Maroldsweisach), der von Anfang an dabei ist: Er möchte den jungen Leuten eine Chance bieten, einen Ausbildungsberuf in der Nähe ihres Heimatortes zu finden.

Und auch Manfred Weingold von der Spindeltechnologie Weiß, dem größten Arbeitgeber vorOrt, ist es wichtig, die künftigen Auszubildenden auf dieser Veranstaltung persönlich kennenzulernen. Für ihn ist es auch ein sozialer Aspekt, Jugendliche aus der Region von hier auszubilden. Wie vielseitig das Angebot ist macht schließlich Werner Wunderlich deutlich, der zeigen will, dass es auch in der Landwirtschaft interessante Ausbildungsplätze und Möglichkeiten der Fortbildung gibt.

Alle Türen stehen offen

Schulleiter Friedrich bezeichnete die Ausbildungsbörse als Möglichkeit, herauszufinden, welcher Beruf zu jedem einzelnen passt. Bürgermeister Wilhelm Schneider, der "Gründungsvater" der Ausbildungsbörse vor zehn Jahren meinte, einmal im Jahr werde den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geboten, den Firmen näher zu kommen. Den Jugendlichen stünden hier alle Türen offen.

Jessica Gottschlich (Maroldsweisach), Julian Kirchner (Ermershausen) und Jannik Engel (Pfaffendorf) wissen das zu schätzen. Noch haben sich die drei Schülerinnen bzw. Schüler noch nicht für eine Ausbildungsrichtung entschieden. Ihre Erwartung: möglichst viele verschiedene Berufe kennenzulernen.

Auch Schulamtsdirektorin Ulrike Brech sieht die Ausbildungsbörse neben den Praktiken in den Betrieben denn auch als entscheidende Möglichkeit für die Jugendlichen, sich über die Berufe zu informieren. Sie wünsche sich, dass kommendes Jahr viele Schüler, die beim Praktikum eine Aufgabe bewältigen, diese zusammen mit den Betrieben bei der Ausbildungsbörse vorstellen.

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