Unterpreppach
Kirchweih-Trubel

Waschbrett und Teufelsgeige geben den Takt vor

In Unterpreppach sorgen die Ortsvereine für ein Programm, das sich vom üblichen Festzeltgetöse angenehm abhebt. Dabei kommen exotische Instrumente, wie Waschbrett und Teufelsgeige, zum Einsatz.
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Die Bezdekas und Barths sorgten als "Original Preppachtaler" mit urigen Instrumenten und Liedern für Stimmung. Fotos: Jasmin Kuhn
Die Bezdekas und Barths sorgten als "Original Preppachtaler" mit urigen Instrumenten und Liedern für Stimmung. Fotos: Jasmin Kuhn
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Sie trachten nach den Trachten. Ganz im Zeichen traditioneller Kleidung stand die fränkische Kirchweih am Wochenende im Eberner Stadtteil. Schon am Freitag beim Aufstellen des Kirchweihbaums glänzten einige Preppacher in feschem fränkisch-bayrischen Gewand.

Elmar Barth führte den Festzug an, der sich vom Ortsausgang bei der Gärtnerei Schmitt zum Festplatz schlängelte. Dort wurde bei bestem Wetter der Kirchweihbaum mit Muskelkraft aufgestellt.

Anschließend wurde zum Kirchweihtanz ins Festzelt geladen. Die Ingo-Bingo-Band zusammen mit Musikern der "Kapelle" spielte mit schmissiger Musik aus den 50ern bis heute auf.

Gut gefüllt war das Zelt am Samstagabend. Die "Original Preppachtaler" sorgten mit Waschbrettern und Teufelsgeige für gute Stimmung mit fränkischen Liedern und bekannten Schlagern. Auch das ein oder andere Tanzpaar schwang dazu die Hüften.

Michael Bezdeka, einer der Musiker der Preppachtaler und Mitorganisator der Kirchweih, zeigte sich mit dem Verlauf zufrieden. "Es kommt nicht oft vor, dass die Musik länger spielt, als die Bar offen hat", so lange haben es einige ausgehalten und so hat die Musik weiterhin für Unterhaltung gesorgt. Dem Motto "Nacht der Tracht" wurde der Abend auch gerecht, denn viele zogen auch am Samstag ihr Dirndl bzw. ihre Lederhose aus dem Schrank.

Über fünf Stunden unterwegs

Inzwischen ist das in "Preppich" auch keine Seltenheit mehr, denn Tracht wird im Ort bei verschiedenen Veranstaltungen gerne getragen. Auch die Kleinsten wurden an der Kirchweih besonders herausgeputzt.

Den ganzen Samstag über waren Blasmusikklänge im ganzen Dorf zu hören. Insgesamt fünfeinhalb Stunden benötigte die Jugendblaskapelle Unterpreppach für die Kirchweihständchen, bei denen die Kapelle von Haus zu Haus zieht und die Anwohner mit zünftigen Märschen, Polkas und Walzer erfreut.

Schwache Beteiligung verzeichneten die Preppach-Games. Acht Stationen waren aufgebaut worden , wie z.b. Maßkrugschieben, Bierkastenwerfen oder Tischkegeln. Aber nur zwei Mannschaften hatten sich zu diesem lustigen Spektakel angemeldet.

Schließlich wurden noch ein paar Teilnehmer vor Ort mobilisiert, sodass drei Teams gegeneinander antraten.
"Die Idee ist super", lobten die TV-Handballer, die sichtlich Spaß an den Games hatten. Umso größer war die Enttäuschung über die schwache Teilnahme. Die drei Mannschaften schlugen sich wacker und hatten sich daher auch den "Brotzeitkorb" als Siegprämie verdient.

Kirchlicher Höhepunkt war am Sonntag der Gottesdienst. Gespannt war man auf die Predigt von Pater Rudolf Theiler.

Pfarrer-Predigt in Versform

Der hat sich zur Kirchweih wieder etwas Besonderes einfallen lassen. Diesmal verfasste er Gedanken in Reimform und zwar zu den "Regeln", die bei der Sonntagsmesse zu beachten sind, wie z.B. "Nimm auch dein Gesangbuch mit, dann bist Du beim Singen fit" oder "Kommt ein Vaterunser dann, bete mit ein jeder Mann, jede Frau und jedes Kind, weil wir alle Gottes Kinder sind".
Feierlich umrahmt wurde der Kirchweihgottesdienst von der Jugendblaskapelle, die Stücke der "Deutschen Messe" spielte und sich mit der Orgel abwechselte.


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