Zeil am Main
Konzert

Von der Blockflöte bis zur Orgel

In der Zeiler Pfarrkirche stimmten zahlreiche Gruppen die Besucher musikalisch auf das Fest ein.
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Der gemischte Chor des Gesangvereins Liederkranz bildete den Abschluss der Zeiler Weihnacht.  Fotos: Wolfgang Ortloff
Der gemischte Chor des Gesangvereins Liederkranz bildete den Abschluss der Zeiler Weihnacht. Fotos: Wolfgang Ortloff
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"Das Fest der Hoffnung und des Lichtes, es rückt nun näher Tag für Tag. Geborgenheit und Glück verspricht es, Vertrauen, was auch kommen mag. Lasst dieses Fest vor allen Dingen, ein Fest der Besinnung sein und Frieden in die Herzen bringen und mit ihm die Kraft, um zu verzeihen." Diese sinnigen Sätze formulierte Bürgermeister Thomas Stadelmann zum Zeiler Weihnachtskonzert, das es seit nunmehr 37 Jahren am vierten Adventssonntag in der Pfarrkirche St. Michael gibt.

Mit der "Fanfare", komponiert von Nicolas Jacques Lemmens, erklangen von der Orgel kräftige Töne, die dem Titel alle Ehre machten. Was wäre ein Weihnachtskonzert ohne singende Kinder? Sie warteten sehnlichst auf ihren Auftritt. Die kleinsten Sänger der Singschule Monika Schraut besangen die Bitte "Lass mich deine Kerze sein" und brachten anschließend ein Friedenslied zu Gehör. Am Klavier begleitete sie Alexander Köpf.

Perlende Töne entlockte anschlieend die Harfenisten Sarah Krines ihrem Instrument.

Besinnliche Gedanken zum Weihnachtsfest formulierten Pfarrer Hans-Christian Neiber (evangelisch) und Gemeindereferent Rudie Reinhart (katholisch). Sie interpretierten den biblischen Satz: "Das Volk, das im Dunkeln lebt, sieht ein großes Licht". Die glimmernden Lichter im täglichen Weihnachtsrummel könnten nicht hinwegtäuschen, dass Advent mehr ist. Advent ist ihren Worten zufolge Vorbereitung, damit das wahre Licht der Welt Platz finden in den Herzen der Menschen.

Die "Free Gospel Singers" aus Zeil unter der Leitung von Detlef Winkelmann trugen rhythmische weihnachtliche Gospels vor. Klatschen und Finger-Schnalzen unterstrichen ihre englischsprachigen Lieder. Eine Trommel war das Herzstück vom "Little Drummer Boy".

Eigenkomposition am Klavier

Ein Weihnachtskonzert ohne Blockflötenklänge ist nicht denkbar. Diese Aufgabe übernahmen die Kinder der Blockflötengruppe des Städtischen Musikstudios unter der Leitung von Ingrid Jäger. Sie brachten in hellen Tönen Weisen zu bekannten Weihnachtsliedern zu Gehör.

Anja Jäger leitete den Jugendchor "Kapala Red", der mit jugendlichen Elan und forscher Rhythmik englische und deutsche Weihnachtslieder interpretierte. An der Orgel begleitete Christine Raab.

Am Klavier überraschte Alexander Köpf mit seiner Eigenkomposition "Humanity", nachdem er "Manhattan Skyline" von Jürgen Moser interpretiert hatte.

Neu im Zeiler Weihnachtskonzert war ein Sologesang. In klarer Baritonstimme, getragen und stimmungsvoll,sang Matthias Strätz Weisen von Johann Sebastian Bach, Peter Cornelius und César Franck, "Ich steh an deiner Krippen hier", "Die Könige"und "Panis Angelicus. Die Begleitmusik spielte Christine Raab an der Orgel.
Ebenfalls eine Premiere hatte das Jugendorchester der Stadtkapelle Zeil unter der Leitung von Helmo Bierwirth, das aus den Bläserklassen der Grundschule Zeil hervorgegangen ist. Sie interpretierten ausländische und deutsche Weihnachtsmusiken.

Deutschem weihnachtlichen Volksgut hatte sich der Gesangverein Liederkranz verschrieben. Unter der Leitung von Sebastian Franz sangen die zahlreichen Sängerinnen und Sänger Chorsätze von Michael Praetorius, Max Reger, Franz Reger und Christoph Willibald Gluck. Sie verbreiteten mit ihrem anspruchsvoll stimmungsgeladenen Gesang ein eindrucksvolles Weihnachtsgefühl.

Denn nun kann Weihnachten kommen, alle im großen Kirchenrund stimmten gemeinsam mit der Orgel in das Adventslied von Georg Friedrich Händel, "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit", ein.

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