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Königsberg in Bayern
Kommunalwahl

Uwe Beck tritt für die CSU in Königsberg an

Die Schwarzen in Königsberg wollen mit dem 45-Jährigen erstmals den Bürgermeistersessel erobern. Der Ortsverband nominierte den Bewerber einstimmig, der bisher politisch noch nicht in Erscheinung getreten ist.
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Uwe Beck will Bürgermeister in Königsberg werden. Die CSU nominierte ihn als Kandidaten. Foto: sn
Uwe Beck will Bürgermeister in Königsberg werden. Die CSU nominierte ihn als Kandidaten. Foto: sn
Die CSU greift in Königsberg nach dem Bürgermeistersessel. Am Donnerstagabend nominierte der Ortsverband in der "Herrenschenke" mit Uwe Beck seinen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in der Regiomontanusstadt am 16. März 2014.

Noch nie konnte die CSU in Königsberg den Ersten Bürgermeister stellen. Nach 30 Jahren Regentschaft des SPD-Politikers Rudolf Mett (1960 bis 1990) und zwölf Jahren Kurt Sieber von der FDP (1990 bis 2002) und nach nunmehr zwei Amtsperioden von Erich Stubenrauch von den Freien Wählern will die CSU mit dem Königsberger Uwe Beck 2014 den Bürgermeistersessel erobern.

Bei der Wahl 2008 hatte Erich Stubenrauch keinen Gegenkandidaten und wurde mit 90,53 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt. Nun möchte Uwe Beck Bürgermeister Stubenrauch, der noch einmal für die Freien Wähler antreten wird, ablösen.

Den Vorschlag für Uwe Beck als Bürgermeisterkandidat unterbreitete in der Versammlung der Zweite Bürgermeister der Stadt Königsberg, Alexander Krauser. Krauser begründete die Entscheidung des CSU-Ortsvorstands, einen eigenen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl aufzustellen, mit einer dringend notwendigen Erneuerung. So gebe es in der Kernstadt und in allen Stadtteilen viele Aufgaben zu erledigen. Es gelte, viele Altlasten abzuarbeiten wie die Versorgungseinrichtungen Kanal und Wasser. So werde nicht nur für die Umsetzung der neuen Abwassersatzung für das ganze Stadtgebiet eine Führungspersönlichkeit an der Spitze der Verwaltung benötigt, die Durchsetzungsvermögen und das nötige Fingerspitzengefühl mitbringt. Wörtlich meinte er dazu: "In manchen Bereichen gibt es eingefahrene Spuren, manche sind auch ganz schön tief. Hier brauchen wir dringend jemanden, der diese zum Teil über Jahrzehnte eingeschliffenen Pfade verlassen kann und neue Wege sucht. Bezeichnend ist, dass solche Rufe aus den Reihen des Stadtrates und auch außerhalb der CSU-Fraktion lauter werden. Wir müssen den Wählerinnen und Wählern eine Alternative zu Bürgermeister Stubenrauch bieten".

Diese Alternative sieht Krauser in Uwe Beck, dem er zutraut, dass er die Strukturen im Rathaus in geordnete Bahnen bringt, Königsberg zu einer bürger- und tourismusfreundlichen Gemeinde gestaltet und offen auf die Mitbürger zugeht.

Uwe Beck stellte sich der Versammlung vor. Er ist 45 Jahre alt, von Beruf Bundesbediensteter und wohnt in Königsberg. Er ist der Älteste von fünf Brüdern, hat in Königsberg viel Verwandtschaft und ist seit 16 Jahren mit Ingrid Behr, die die hiesige Poststelle leitet, verheiratet.

Uwe Beck ist, wie er sich selbst ausdrückt "Königsberger mit Leib und Seele und fühlt sich hier sauwohl." Das hat ihn auch bewogen, für das Amt des Bürgermeisters in Königsberg zu kandidieren. Er möchte in seiner Stadt etwas bewirken. Dafür bringt er seiner eigenen Einschätzung nach auch mit, dass er auf Leute zugehen kann und mit ihnen gemeinsam an einem Strang ziehen und dadurch das Beste für das Gemeinwohl herausholen kann. Die Ziele, die er erreichen möchte, wenn er Bürgermeister werden würde, umreißt er folgendermaßen: Er würde zunächst versuchen, zwischen den verschiedenen Fraktionen das Eis zu brechen, um gemeinsam das Beste für die Stadt in Zukunft zu erreichen. So würde er versuchen, den Leuten das Gefühl zu geben, dass Königsberg nicht in einer Sackgasse steckt, sondern dass es hier weiter gehen kann. Die Schulden der Stadt will er durch Einsparungen abbauen, wo es möglich ist. Unangetastet bleibe dabei aber der Bereich der öffentlichen Sicherheit. Des Weiteren wird er bestrebt sein, mit der Passivität aufzuräumen, die sich inzwischen bei vielen Bürgern der Stadt breit gemacht habe. Beck hält nichts von der Vogel-Strauß-Mentalität, bei der man den Kopf in den Sand steckt und sich um nichts um sich herum kümmert.

Einzigartig ist für ihn das Lebensgefühl, das man hat, wenn man in Königsberg wohnt. Wobei er als Bewohner der Altstadt aber auch die Probleme sieht. Hier müsse angepackt werden, damit die Altstadt auf Grund der Überalterung der Bewohner nicht verwaist. "Die Altstadt liegt mir am Herzen."
Sein Blick geht aber auch in die Stadtteile. Die Orte will er nicht außer Acht lassen.

Erfahrungen für das Amt des Bürgermeisters bringt Uwe Beck zwar nicht, da er bisher dem Stadtrat nicht angehört. Dadurch fühlt er sich aber in mancher Beziehung unbelastet. Zudem bezeichnet er sich als lernfähig und traut sich zu, neue Wege zu erschließen. Die Frage nach einem Wahlslogan beantwortete er kurz und bündig mit: "Kopf hoch, Königsberg!"

Ohne Gegenstimme wurde Uwe Beck von den Versammlungsteilnehmern als Kandidat der CSU für die Bürgermeisterwahl in Königsberg nominiert.

Mit der Kandidatur von Uwe Beck haben die Wähler, im Gegensatz zu 2008, in Königsberg am 16. März 2014 eine Wahlmöglichkeit zwischen zwei Kandidaten. Fragt sich, was die dritte im Stadtrat vertretene Partei, die SPD, machen wird. Laut Auskunft ihres Vorsitzenden Bernd Bieber ist in diese Richtung noch keine Entscheidung gefallen. Bisher konnten die Sozialdemokraten keinen Kandidat gewinnen, der bei der Bürgermeisterwahl antreten würde.

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