Gemeinfeld
MGO-Hilfsaktion

Über 5700 Euro für die kleine Merle aus ganz Franken

Merle-Alina lag in der Faschingswoche wieder in der Kinderkrebs-Klinik in Erlangen. "Eine turnusgemäße Behandlung für die Vierjährige", wie Reinhold Klein aus Gemeinfeld von den Eltern weiß. "Das wird mindestens ein Jahr lang so bleiben, aber die Behandlung und Anwendungen schlagen an", gibt Klein die Einschätzung der Ärzte zu dem an Leukämie erkrankten Mädchens weiter.
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Reinhold Klein (rechts) organisierte auch einen Sponsorenlauf, der am Haus der kleine Merle vorbei führte.
Reinhold Klein (rechts) organisierte auch einen Sponsorenlauf, der am Haus der kleine Merle vorbei führte.
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"An den letzten schönen Tagen haben wir Merle schon mal wieder kurz auf der Straße gesehen, halt mit Mundschutz. Und sie hat sämtliche Haare verloren."

Als Koordinator der Hilfsmaßnahmen schläft Klein wieder ruhiger, nachdem in den turbulenten Tagen vor Weihnachten in einer Hau-Ruck-Aktion und vielen Helferstunden das Kinderzimmer der Kleinen in Gemeinfeld ihren Wünschen sowie den medizinischen Anforderungen entsprechend hergerichtet wurde. "Es wurden binnen weniger Tage rund 15 000 Euro verbaut", resümiert der einstige Berufssoldat in Ebern und Zweibrücken und Vorsitzende des Sportvereins, in dem Merles größere Schwester in der Mädchenmannschaft kickt, wodurch die ganze Vereinsfamilie aufgerüttelt wurde.

Eine Aktion, die ansteckte: Aufgrund des Berichtes in der Gesamtausgabe des Fränkischen Tags gingen beim Spendenverein der Mediengruppe Oberfranken, "Franken helfen Franken", über 5700 Euro ein, die jetzt dem Helferkreis überwiesen wurden. "Mir haben Spender aus dem Bamberger Raum persönlich ihren Fuchziger in die Hand gedrückt", blickt der Eberner FT-Redakteur Ralf Kestel zurück.

"Das ist das Polster, das wir für die nächsten Wochen brauchen, da noch viele Arbeiten anstehen", freut sich Reinhold Klein, dem von einem einheimischen Unternehmer kurzfristig ein Baukonto samt Bürgschaft bei einem Eberner Baumarkt eingerichtet worden war. "Jeder Euro wird benötigt, dafür stehe ich, und wir bauen keine goldenen Wasserhähne ein", versichert Klein.

Im Gegenteil: Als nächste Maßnahme ist das Wohnzimmer an der Reihe. "Da können wir aber nur angreifen, wenn Merle außer Haus ist, im Krankenhaus, bei der Verwandtschaft oder zu einer Mutter-Kind-Reha, wie sie im Rahmen der Behandlung schon vorgesehen ist."

"Oder wir müssen das Wohnzimmer komplett versiegeln, weil die Infektionsgefahr ungemein hoch ist", befürchtet Klein, der aktuell eine andere Maßnahme vorantreibt: "In dem Altbau ist halt viel verbaut. Irgendwann wurde da eine Betondecke eingezogen, die keiner Norm entspricht." Daher fertigte ein Schreiner aus der Marktgemeinde Burgpreppach nun eine Eingangstür als Einzelstück. "Der machte einen guten Preis, aber so etwas kostet sein Geld", hofft Klein auf weitere Hilfe.

An dieser Stelle dankt die Mediengruppe Oberfranken allen Spendern, die die verschiedenen Hilfsaktionen unseres Hauses unterstützt haben.


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