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LKR Haßberge
Tierquälerei

Tierschützer retten Pferd aus Notlage

Für Friesenstute "Fleur" war das Leben bisher alles andere als eine Blumenwiese
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Ein bisschen besser geht es der Friesenstute inzwischen schon. Alleine den Kopf hochzuheben, dürfte für sie ein Genuss sein. Fotos: TI Haßberge
Ein bisschen besser geht es der Friesenstute inzwischen schon. Alleine den Kopf hochzuheben, dürfte für sie ein Genuss sein. Fotos: TI Haßberge
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Wer Friesenpferde kennt, weiß, welch stattlichen Tiere diese sind. Friesenstute "Fleur" war weit davon entfernt. Die Tierschutzinitiative (TI) Haßberge berichtet nach einer amtlichen Sicherstellung von dem Schicksals dieses Tieres.

Denn "Fleur" verbrachte ihr Dasein in einem Stall, in dem die nicht einmal ihren Hals und Kopf in die Höhe recken konnte. Und das was noch das Geringste: Die schlechten Haltungsbedingungen des Pferdes zeigten deutliche Spuren. In einem Stall, kaum höher als das Pferd selbst, fristete die Stute auf einem Mühlenanwesen in den Haßbergen alleine ihr Leben. Mit einem Stockmaß (gemessen bis zum Widerrist) von über 1,70 Meter hatte sich das Tier in seiner bisherigen Bleibe kaum um die eigene Achse drehen können, berichtete Britta Merkel, die Vorsitzende der TI Haßberge: "Einzelhaltung wird den Bedürfnissen eines Pferdes nach Bewegung, Beschäftigung und Sozialkontakt einfach nicht gerecht. Man merkte dem Pferd seine psychischen und physischen Leiden regelrecht an. Ein bisschen Heu alleine reicht nun mal auch nicht aus, um solch ein stattliches Tier ausreichend zu ernähren. Der Tierarzt bestätigte unseren Verdacht: Das Tier litt an Pilzbefall. Sie hatte am ganzem Körper offene Stellen."

Die Stute wird laut der Mitteilung der TI aktuell tierärztlich versorgt, ein ausgeklügelter Ernährungsplan wurde aufgestellt damit "Fleur", so nannten die Tierschützer die Stute, wieder zu Kräften kommt. Für die Tierschutzinitiative stand zweifelsfrei fest, aus der Stute sollte kein "Wanderpokal" werden, das heißt, sie sollte nicht von einer zeitweisen Unterbringungsstation in eine andere gehen. Nach Freigabe des Tieres durch die Behörden übernahm der Verein kurzum das Tier. "Es wird sicherlich noch Wochen dauern, bis daran zu denken ist, für ,Fleur‘ ein geeignetes neues zuhause bei Pferdefreunden zu suchen. Auch für uns kein Pappenstiel. Alleine die Erstuntersuchung vom Tierarzt schlug mit über 350 Euro zu Buche, laufende Unterbringungs- und Futterkosten von monatlich etwa 300 Euro müssen gestemmt und fehlende Papiere ausgestellt werden."

Vielleicht finden sich Pferdefreunde, hoffen die Tierschützer, die eine Futter- oder Tierarztpatenschaft für die "kleine Blume" übernehmen möchten. Das Spendenkonto der Tierschutzinitiative Haßberge e.V. ist bei der Sparkasse Ostunterfranken, Nummer 9104464, Bankleitzahl 79351730
(DE63793517300009104464; BIC BYLADEM1HAS); Kennwort: Fleur red

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