Eltmann
Gebühren

Sterben wird in Eltmann teurer

Eltmanns Stadtrat hob die Sätze für die Bestattung an. Bei der überörtlichen Prüfung waren die Defizite gerügt worden. Kostendeckung gibt es aber nicht.
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Unterschiedliche Bestattungsarten sind im städtischen Friedhof in Eltmann möglich: klassisches Erdgrab, Urnenwand (im Hintergrund), Urnengrab oder anonymes Gräberfeld. Weil das Defizit im Bestattungswesen von der überörtlichen Rechnungsprüfung kritisiert wurde, hat der Stadtrat die Gebühren angehoben.  Foto: sw
Unterschiedliche Bestattungsarten sind im städtischen Friedhof in Eltmann möglich: klassisches Erdgrab, Urnenwand (im Hintergrund), Urnengrab oder anonymes Gräberfeld. Weil das Defizit im Bestattungswesen von der überörtlichen Rechnungsprüfung kritisiert wurde, hat der Stadtrat die Gebühren angehoben. Foto: sw
Der Stadtrat von Eltmann arbeitet daran, die Defizite in den kostenrechnenden Einrichtungen zu reduzieren und die Einnahmen zu erhöhen. Zwei entsprechende Beschlüsse fasste das Ratsgremium in seiner Sitzung am Mittwochabend im Rathaus.


Neue Sätze

Alle Kommunen, die weiterhin bestimmte Zuwendungen des Staates erhalten wollen, waren gezwungen, ihre Steuerhebesätze zu erhöhen. Deshalb kam das Thema Grundsteuer A und B sowie Gewerbesteuer auch in Eltmann auf die Tagesordnung. Im April wurden in nichtöffentlicher Stadtratssitzung neue Hebesätze von einheitlich 330 Prozent beschlossen. Da die Haushaltssatzung für 2016 noch nicht rechtskräftig ist, konnte der Stadtrat nun am Mittwoch dafür sorgen, dass die neuen Hebesätze noch in die Satzung aufgenommen werden.


Bemängelt

Bei der überörtlichen Rechnungsprüfung
wurden die Friedhofssatzung und die dazu gehörige "Gebührensatzung für die Benutzung der Bestattungseinrichtungen" wegen der Unterdeckung bemängelt. Die Friedhofssatzung selbst hat der Stadtrat an die bestehende Mustersatzung angeglichen und die Gebühren deutlich erhöht, obwohl auch damit noch keine Kostendeckung erreicht wird.

Zwar waren die Gebühren zuletzt 2011 angepasst worden, der Stadtrat entschied sich jedoch immer nur für sehr moderate Anpassungen, bis das Defizit jetzt von übergeordneter Stelle gerügt wurde.
Eine grundsätzliche Neuerung ist die Friedhofsbenutzungsgebühr: Sie wurde im Rat auf 300 Euro einmalig festgesetzt. Sie umfasst die Benutzung des Leichenhauses und die Verlängerung der Grabgebühr für weitere 20 Jahre und stellt unter dem Strich keine Erhöhung dar.


Erhöungen

Deutlich teurer wird der Neuerwerb einer Grabstelle. So kostet ein Reiheneinzelgrab für 20 Jahre künftig 470 Euro (vorher 270 Euro), das Familiengrab 740 Euro (vorher 540 Euro). Eine Urnennische in der Urnenwand verteuert sich von 500 auf 700 Euro, hier beläuft sich die Belegungszeit nur auf zehn Jahre. Eine Bestattung im anonymen Urnenfeld kostet 470 Euro. Neu aufgenommen wurden Urnen-Erdgräber, ein solches kostet 500 Euro. Die neuen Satzungen wurden einstimmig verabschiedet.

In Roßstadt wurde Tizian Pappenheimer zum neuen Feuerwehrkommandanten gewählt. Der Stadtrat bestätigte die Wahl einstimmig, wie zuvor schon der Kreisbrandrat.

Zum Abschluss der öffentlichen Sitzung wies Bürgermeister Michael Ziegler (CSU) darauf hin, dass vom Donnerstag, 30. Juni, bis zum Sonntag, 3. Juli, eine kleine Delegation des Stadtrates von St. Paul Trois Chateaux die Stadt Eltmann besuchen wird. Der Kontakt mit der französischen Partnerstadt hat sich in den zurückliegenden Jahren wieder deutlich intensiviert.


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