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Haßfurt
Spektakel

Stauwand schippert über den Main

Ein Verschluss auf Reisen. Das Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg transportiert eine 200 Tonnen schwere Stauwand auf dem Flussweg nach Viereth.
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Ein Schlepper zieht in den kommenden Tagen eine 30 Meter breite Stauwand mainaufwärts nach Viereth. Foto: Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg
Ein Schlepper zieht in den kommenden Tagen eine 30 Meter breite Stauwand mainaufwärts nach Viereth. Foto: Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg
In den nächsten Tagen könnten Spaziergänger am Main einen spektakulären Anblick sehen: Ein Spezialtransport bewegt sich auf dem Main flussaufwärts, wie das Wasserstraßen-Neubauamt in Aschaffenburg mitteilt: Denn eine schwimmende Staumauer wird von Aschaffenburg in Richtung Bamberg gezogen und passiert dabeu auch den Mainabschnitt im Landkreis Haßberge. Das Ziel ist die Schleuse in Viereth.

Das Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg (WNA) führt, wie die Behörde weiter mitteilt, die Grundinstandsetzung der Wehranlage Viereth nahe Bamberg durch, für die eine trockengelegte Baugrube in Main erforderlich ist.


Ein Koloss

Hierfür wurde in Aschaffenburg ein schwimmender Revisionsverschluss mit einer acht Meter hohen und 30 Meter breiten Stauwand hergestellt. Der gut 200 Tonnen schwere Revisionsverschluss wird von Obernau 270 Kilometer mainaufwärts nach Viereth geschleppt. Der Transport dauert voraussichtlich fünf Tage. Anschließend erfolgen Funktionstests am Wehr.

Wesentlich ist dabei der reibungslose Ein- und Ausbau der Stauwand.
Dazu werden wie bei einem U-Boot die Schwimmkörper geflutet und wieder gelenzt. Der Revisionsverschluss wird an mehreren Wehren für Grundinstandsetzungen wie auch für Inspektions- und kleinere Instandsetzungsarbeiten verwendet und ersetzt seinen über 50 Jahre alten Vorgänger. Die Kosten für den Neubau betragen gut 2,8 Millionen Euro.
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