Kirchlauter
Bürgermeister-Diskussion

Stastny-Kandidatur: Rückzug vom Rückzug?

Die Kandidatensuche der Eberner CSU nach einem möglichen Nachfolger für Bürgermeister Robert Herrmann wird auch in den Nachbargemeinden mit Interesse und teils Entsetzen verfolgt. Dies wurde am Freitagabend auch beim Fischessen der CSU in Kirchlauter deutlich.
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Bürgermeister Jochen Steppert (links) bei der Überreichung von Honigspezialitäten aus Kirchlauter an JU-Kreisvorsitzenden Sebastian Stastny.
Bürgermeister Jochen Steppert (links) bei der Überreichung von Honigspezialitäten aus Kirchlauter an JU-Kreisvorsitzenden Sebastian Stastny.
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"Ich mache aus meinem Herzen keine Mördergrube: Du wärst für mich der prädestinierte Kandidat, um einen erfolgreichen Wahlkampf als Bürgermeisterkandidat in der Stadt Ebern zu führen. Als JU-Kreisvorsitzender, Kreis- und Stadtrat sowie als Dritter Bürgermeister bringst du die besten Voraussetzungen dafür mit." Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Jochen Steppert (CSU) seinen Nachfolger im Amt des JU-Kreisvorsitzenden, Sebastian Stastny, und gab dabei ein Stichwort, das die vielen Zuhörer brennend interessierte und die sich in der Diskussion auch von Nachfragen nicht abhielten ließen.

Wir möchten schon wissen, wie es derzeit mit der Nachfolge von Bürgermeister Robert Herrmann in Ebern aussieht, war die einhellige Meinung. "Natürlich ist dies Sache der Eberner und es steht mir eigentlich nicht zu, mich in die Personaldiskussion einzumischen. Aber nachvollziehen kann ich die derzeitige Situation in keinster Weise", meinte Jochen Steppert und Altbürgermeister Peter Kirchner setzte scherzhaft noch eines drauf "wenn ihr in Ebern beschließt, den Bürgermeister ehrenamtlich zu machen, dann wäre auch ich vielleicht noch einmal bereit dazu".

Sebastian Stastny, der in der Vergangenheit immer wieder neben Zweiter Bürgermeisterin Gabi Rögner als aussichtsreicher CSU-Kandidat genannt wurde, ließ sich nur zögerlich in diese Diskussion hineinziehen. Mit Hinweis auf sein Referat über Jung und Alt in der Politik meinte er: "Es hat bei uns in Ebern natürlich auch Differenzen zwischen der jüngeren und älteren Generation gegeben und es gibt nach wie vor Vorbehalte, die insbesondere aus einem kleineren Kreis kommen. Bevor aber auch ich in diese Diskussion hineingerate, habe ich mich dazu entschlossen, mich selbst hier herauszunehmen."

Dabei gestand Sebastian Stastny ein, dass in den letzten Wochen bei verschiedenen Veranstaltungen über E-mails, Briefe, Gespräche und anderes mehr eine Welle der Solidarität über ihn hereingebrochen sei. Viele hätten Respekt vor seinem Mut geäußert, andere hätten seine Entscheidung bedauert. Das habe ihn sehr überrascht. "Aber bis jetzt hat mich niemand aus der engeren CSU-Führung darauf angesprochen. Ich bin auch nach wie vor bereit, mich in der Politik und auch in der Stadtpolitik zu engagieren."

Er sei schon seit seinem 16. Lebensjahr im politischen Ehrenamt aktiv und seine politische Heimat sei die Junge Union, der er viel zu verdanken habe. Ohne sie wäre er nicht im Stadtrat und Kreistag und auch kein Dritter Bürgermeister. Er sei froh über diesen Rückhalt. Sebastian Stastny bekam für diese Bekenntnisse - zumindest in Kirchlauter - viel Beifall.
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