Obertheres
Schifffahrt

Sportbootfahrer im Kreis Haßberge: Sicherheit ist auch im Hafen wichtig

Wenn sich drei Vereine und die Wasserschutzpolizei zusammentun, geschieht das nicht ohne tieferen Grund. Den weiß der Vorsitzende des Motorbootclubs Obertheres, Michael Calnbach: "Uns geht es um das vernünftige, sportliche Miteinander, das die gegenseitige Hilfe im Notfall einschließt."
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Im Rahmen der Aktion "Sicherheit für Sportbootfahrer" kontrollierte der Leiter der Wasserschutzpolizei Schweinfurt, Bernhard Stephan, (rechts), die Ausrüstung von zwölf Sportbooten. Mit im Bild der Vorsitzende des MBCO, Michael Calnbach (links), und der Besitzer des Daycruisers, Jürgen Feine. Foto: Ulrike Langer
Im Rahmen der Aktion "Sicherheit für Sportbootfahrer" kontrollierte der Leiter der Wasserschutzpolizei Schweinfurt, Bernhard Stephan, (rechts), die Ausrüstung von zwölf Sportbooten. Mit im Bild der Vorsitzende des MBCO, Michael Calnbach (links), und der Besitzer des Daycruisers, Jürgen Feine. Foto: Ulrike Langer
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Der Motorbootclub war neben der Wasserschutzpolizei Schweinfurt, dem Kreisverband Haßberge des Bayerischen Roten Kreuzes und der Wasserwacht Haßfurt einer der vier Veranstalter der Gemeinschaftsaktion zum Thema "Sicherheit für Sportbootfahrer".

Im Mittelpunkt standen die Sicherheit im Hafen und auf Sportbooten, eine Defibrillator-Schulung mit Herz-Lungen-Wiederbelebung, eine Knotenkunde und ein Vortrag über das richtige Ankern.


Vorbildfunktion im motorisierten Wassersport


"Wir wollen eine Vorbildfunktion im motorisierten Wassersport einnehmen und die uns gegebenen Informationen an möglichst viele Bootfahrer weitergeben. Daher bieten wir alle drei Jahre einen Sicherheitstag an", so Michael Calnbach.

Das Präventionsprojekt solle die Sicherheit auf Steganlagen und in Sportboothäfen verbessern und die Kenntnisse der Teilnehmer in der Ersten Hilfe auffrischen. So kontrollierten Polizeihauptkommissar Bernhard Stephan, Leiter der Wasserschutzpolizei Schweinfurt, und Detlev Ruppelt von der Einsatzzentrale Würzburg die Steganlage des Motorbootclubs und auf Wunsch der Besitzer auch die Ausrüstung von zwölf Sportbooten.
"Es gibt zwar keine Vorschriften, was die Sportbootfahrer mit sich führen müssen", erläuterte Bernhard Stephan. "Aber wir geben Vorschläge zur notwendigen und sinnvollen Sicherheitsausrüstung auf den Wasserstraßen in Bayern." Wer sein Boot überprüfen ließ und dieses auch noch vorbildlich ausgestattet hatte, erhielt einen Aufkleber der Wasserschutzpolizei.

Die Polizisten nahmen auch die mit Rettungsringen, Leitern und Feuerlöschen bestens ausgestattete Steganlage des Vereins und die privaten Ausleger in Augenschein. Dabei schlug Bernhard Stephan vor, die Klampen möglichst alle seitlich anzubringen, damit niemand darüber stolpern kann.


Kampf gegen den Herztod


Weil der Herztod zu den Haupttodesursachen zählt und die Sterblichkeitsrate durch den Einsatz einer Herz-Lungen-Wiederbelebung und eines Defibrillators gesenkt werden kann, standen entsprechende Übungen auf dem Programm. Rainer Klarmann vom Bayerischen Roten Kreuz sowie Matthias Benkert und Mathias Feustel von der Wasserwacht erklärten, wie der von geschulten Laien zu bedienende, automatisierte externe Defibrillator eingesetzt wird.

Mitglieder des Motorbootclubs, der Segelkameradschaft "Maintal" Würzburg und des Schweinfurter Yacht- und Wassersportclubs nutzten die Gelegenheit, sich mit der Funktionsweise des Geräts vertraut zu machen und wagten sich an die Herz-Lungen-Wiederbelebung an einem Dummy. Ein solcher Defibrillator steht übrigens auch im Vereinsheim des MBCO zur Verfügung, wie Michael Calnbach mitteilte.

Dieter Stecher, technischer Leiter der Kreiswasserwacht und Bootsausbilder für Unterfranken, erläuterte schließlich die wichtigsten Knoten und das Belegen an der Klampe zum Festmachen eines Bootes und gab Tipps, wie richtig vor Anker geht.


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