Haßfurt
Strassenbau

Sperrungen sind in Haßfurt unvermeidlich

Die Bundesstraße 26 in Haßfurt soll zur Staatsstraße abgestuft werden. Im Vorfeld stehen umfangreiche Sanierungsarbeiten an. Die Bürger müssen mit erheblichen Einschränkungen rechnen, werden aber nicht zur Kasse gebeten.
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Die Brücken über die Nordtangente und die Bahnlinie in Haßfurt sollen vom 22. Juni bis 26. September saniert werden und dabei halbseitig befahrbar sein.  Foto: Ulrike Langer
Die Brücken über die Nordtangente und die Bahnlinie in Haßfurt sollen vom 22. Juni bis 26. September saniert werden und dabei halbseitig befahrbar sein. Foto: Ulrike Langer
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Für die Anlieger in der Schweinfurter Straße und der Unteren Vorstadt in Haßfurt und für den dortigen Durchgangsverkehr wird es nicht leicht. Weil die B26, die nach wie vor durch die Altstadt von Haßfurt führt, zum 1. Januar 2016 zur Staatsstraße herabgestuft wird, müssen vorher noch einige Sanierungen durchgeführt werden. Über den Umfang der Arbeiten, den Zeitplan und die Behinderungen des Verkehrs informierten am Mittwochabend in einer Anliegerversammlung im Gasthaus "Zum Hirschen" Bürgermeister Günther Werner (Freie Wähler) und Abteilungsleiter Manfred Rott vom Staatlichen Bauamt Schweinfurt.

"Wir wollen die Unannehmlichkeiten so gering wie möglich halten", betonte Günther Werner, der allen Informationen die gute Nachricht voranstellte: Auf die Anlieger werden keine Kosten zukommen, und der Fußgängerverkehr wird zu jeder Zeit möglich sein. Allerdings werden zeitweise doch einige halbseitige Sperrungen und Vollsperrungen notwendig sein.

An Bedeutung verloren

"Die B26 hat durch die Autobahn A70 ihre Bedeutung für den Fernverkehr verloren, daher wird sie zur Staatsstraße zurückgestuft und soll heuer noch soweit wie möglich saniert werden", erklärte Manfred Rott. Teile der B26 seien bereits saniert worden und nun folgten die Arbeiten zwischen der Walther-Tankstelle bis zum Unteren Turm. Darüber hinaus arbeite man derzeit an der "Grünen Welle" in der Zeiler Straße und werde zwischen dem 3. und 15. August in der Hofheimer Straße einen Dünnschichtbelag auftragen und damit den Abroll-Lärm des Verkehrs um mehr als die Hälfte senken.

Von dem Plan, die B26 auch zwischen dem Oberen Turm und der Polizei zu sanieren, sei man aus Zeitgründen abgerückt. Da die Stadt dort erst Kanalbauarbeiten durchführen wolle, sei mit einem Ende der Arbeiten noch in diesem Jahr nicht zu rechnen gewesen, so Rott.

Der grobe Zeitplan sieht vor, dass vom 23. Februar bis 13. Mai im Kreuzungsbereich Untere Vorstadt/Ringstraße/Promenade Gas- und Wasserleitungen umgelegt werden, der Verkehr aber trotz der halbseitigen Sperrung rollen kann.

In der Zeit vom 16. März bis 15. Mai werden in der Unteren Vorstadt der Kanal erneuert und eine Mischwasserbehandlungsanlage mit einem Regenüberlauf erstellt, so dass die Straße in dieser Zeit komplett gesperrt sein wird. Auch die Nassachbrücke, die saniert wird und einen neuen Fahrbahnbelag erhält, ist vom 23. März bis 12. Juni komplett gesperrt. Für die Anlieger der Unteren Vorstadt, aber auch für das Küchenstudio Langguth, den Busverkehr und das Gasthaus "Zum Hirschen" sollen verträgliche Lösungen mit der Stadt gesucht werden. Denn das Küchenstudio wird mit großen Sattelzügen beliefert und das Gasthaus benötigt Sitzplätze vor dem Haus. Der Rewe-Markt und die umliegenden Geschäfte werden in dieser Zeit nur über die Nordtangente/Schweinfurter Straße erreichbar bleiben.

Die Brücken über die Nordtangente und die Bahnlinie sollen vom 22. Juni bis 26. September saniert werden und dabei halbseitig befahrbar sein.

Wie Hans-Ulrich Hoßfeld vom Ingenieurbüro Hoßfeld&Fischer aus Bad Kissingen erläuterte, werden die Abdichtungen im Fahrbahnbereich, die Fahrbahnbeläge und Entwässerungseinrichtungen erneuert sowie die Übergangskonstruktionen und kleinere Betonschäden instandgesetzt. Bürgermeister Günther Werner teilte mit, dass es aus statischen Gründen nicht möglich sei, den Gehweg auf der einen Seite zu verbreitern, damit auch Fahrradfahrer diesen Weg benutzen können.

In einem Stück

Kritisch wird es für die Tankstelle und alle Geschäfte, wenn die Schweinfurter Straße und die Untere Vorstadt vom 21. bis 26. September in zwei Bauabschnitten eine neue Fahrbahndecke in einem Stück erhalten und dafür jeweils einen Tag lang komplett gesperrt werden müssen.
Auf die Frage eines Besuchers, ob der geschotterte Weg im Norden der Schweinfurter Straße zum Waldorfkindergarten asphaltiert und beleuchtet werden könne, erwiderte der Bürgermeister: "Das müssen wir uns einmal ansehen."

Rainer Marquardt äußerte den Wunsch, das Kopfsteinpflaster am Unteren Turm wegen der enormen Lärmbelästigungen für die Anwohner und insbesondere das Seniorenwohnzentrum zu entfernen. Der Bürgermeister sagte zu, in einem Gespräch mit der Regierung zu klären, ob, das Pflaster wieder entfernt werden könne.
Die Anlieger bat er schon jetzt um Verständnis für die Beeinträchtigungen während der Bauzeit. Für Wünsche, Beschwerden und Fragen stünden Harald Bauer und Stephan Schnös im Bauamt der Stadt zur Verfügung; außerdem sei die Bauaufsicht des Staatlichen Bauamts täglich vor Ort.

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