Der erste Vorsitzende war Edgar Maier, den Harald Amon 1986 ablöste. Gründungsmitglieder waren u.a. Harald Amon, Dr. Horst Martius, Christoph Kneschke, Bertram Heininger, Manfred Korn, Herbert Stang und Andreas Fischer.
Die Ziele, die schon auf der Einladung zur Gründungsversammlung gestanden hatten, haben bis heute ihre Gültigkeit behalten: Erhalt der heimischen Landschaft und einer gesunden Umwelt, Rettung bedrohter Tiere und Pflanzen, Schaffung von Schutzgebieten. Dass diese Vorhaben durchaus zu Konflikten führen können, hat sich in den zurückliegenden Jahren immer wieder gezeigt.
Zu Beginn wurde der Schwerpunkt auf den Erwerb von Kenntnissen über die heimischen Pflanzen und Tierwelt sowie den Schutz derselben gelegt, wie aus einer Chronik, die Kurt Langer erstellt hat, hervorgeht. So wurden Orchideenstandorte und Trockenstandorte besichtigt, Feuchtbiotope angelegt und erste Kartierungen vorgenommen.

30 000 Kröten geschleppt


Zum Schutz der Amphibien wurde bereits im Jahre 1982 zum ersten Mal der Krötenschutzzaun bei Jesserndorf/Gemünd aufgebaut und betreut. Seitdem wurden mehr als 30 000 Kröten, Frösche und Molche sicher über die Straße zu den Teichen gebracht. Die Organisation des Amphibienschutzes liegt in den Händen von Thomas Meisner.
Der Bund Naturschutz war durch sein Mitglied Karlheinz Hirsch auch Mitinitiator des städtischen Bewerbs "Haus und Natur", der ab 1988 mehrere Jahre lang durchgeführt wurde.
Die Jahre 1989 bis 1992 waren geprägt von den Aktivitäten unter dem Motto "Solidarisch in der einen Welt". Anfang der iger 1990er Jahre war die Abfallproblematik das Schwerpunktthema. Die Ortsgruppe unterstützte das Volksbegehren "Das bessere Müllkonzept" mit allen Kräften, allen voran Hartmut Steil. Dass es in Ebern einen Wertstoffhof sowie eine vorbildliche Grünschnitt-Kompostierungsanlage am Lindenhof gibt und dass die Mülltrennung bei fast allen Haushalten selbstverständlich ist, führt der BN auch auf die Informationsarbeit während des Volksbegehrens zurück.
Von 1993 bis 2008 wurde zusammen mit Jugendlichen vom Jugendtreff "Obendrin" der AWO jeweils im Frühjahr und im Herbst Gartenholz bei den Bürgern abgeholt und zum Lindenhof gebracht.

Schutzräume für Fledermäuse


Breiten Raum nahm mehrere Jahre lang die Bestandserfassung von Schwalben sowie die Anbringung von Nisthilfen ein. Der Schutz der vom Aussterben bedrohten heimischen Fledermausarten wird von Mitgliedern der Ortsgruppe seit Jahren durchgeführt. Dabei werden Fledermauskästen als Sommerquartier aufgehängt und Winterquartiere wie z.B. Felsenkeller instand gehalten und Bestandserfassungen vorgenommen.
Zum Erhalt der heimischen Streuobstbestände werden anlässlich des Apfelfestes im Oktober anschauliche Informationen bereitgestellt. Das Apfelfest mit der Apfelbestimmung durch Eugen Scherer und Herbert Och
und seinen vielen Besuchern ist ein nicht mehr wegzudenkender Termin im Eberner Veranstaltungskalender. Das erste Apfelsaftfest fand bereits im Jahre 1988 im Rathaus statt.
Ab 1993 rückte immer mehr der technische Umweltschutz mit den Themen Verkehr und Energie in den Vordergrund. Fahrradtouren, Sonderzugfahrten, Bahnhofsfest und Fest am gesperrten Marktplatz anlässlich des Aktionstages "Mobil ohne Auto" (MOA) wiesen auf die Problematik des zunehmenden Verkehrs hin.
Seit 1998 organisiert der BN die Fahrradbörse, bei der in dieser Zeit über 600 Fahrräder und Zubehör einen neuen Besitzer gefunden haben. Auf dem Sektor Energie ist der BN ebenfalls aktiv gewesen und hat sich für die Förderung der Wind- und der Solarenergie eingesetzt.
Seit 2005 besteht die Waldkindergruppe, welche von Daniela Berninger initiiert wurde, jetzt von Sylvia Kopplinger geleitet wird und sich jeden Freitag bei Wind und Wetter im Wald in der Nähe des Freibades trifft. Für die ganz Kleinen bietet Katrin Ruppert die Teilnahme an einer Krabbelgruppe an.

400 Mitglieder


Praktischer Arbeitseinsatz durch Helfer ist bei der Landschaftspflege der Grundstücke bei der Hetschingsmühle gefragt. Weitere Pflegeeinsätze fanden bei Albersdorf und auf dem ehemaligen Standortübungsplatz statt.
Die Ortsgruppe freut sich seit Juli 2011 über die neue Geschäftsstelle der BN-Kreisgruppe am Marktplatz 4 in Ebern, welche von Alexander Hippeli geleitet wird.
Das Thema naturverträgliche Nachnutzung des ehemaligen Standortübungsplatzes der Bundeswehr war nach Ansicht der Chronik-Autoren nicht einfach zu bewältigen und habe auch zu vielen internen Diskussionen geführt. Mit dem gefundenen Kompromiss zwischen dem Bund Naturschutz und der Stadt Ebern kann die Ortsgruppe nach eigenem Bekunden "leben".
Der 2012 gegründete Trägerverein für ein Biodiversitätszentrum Ebern findet die Unterstützung der Ortsgruppe.
Derzeit beträgt die Mitgliederzahl der Ortsgruppe Ebern über 400 aus den Orten Ebern, Rentweinsdorf, Kirchlauter, Breitbrunn, Pfarrweisach, Burgpreppach, Maroldsweisach, Ermershausen und Untermerzbach.