Untersteinbach
Gemeinderat

Schulhaus ist der größte Brocken

Der Haushaltsplan 2014 für Rauhenebrach ist verabschiedet. Am meisten Geld fließt dieses Jahr in die Sanierung der Schule in Untersteinbach.
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In die Sanierung des Schulhauses in Untersteinbach fließt in diesem Jahr ein Großteil der Investitionen Rauhenebrachs. Wenn das Schulhaus und die Kläranlage fertig sind, soll - vermutlich 2016 - auch das Rauhenebracher Rathaus einer Sanierung unterzogen werden.  Foto: Sabine Weinbeer
In die Sanierung des Schulhauses in Untersteinbach fließt in diesem Jahr ein Großteil der Investitionen Rauhenebrachs. Wenn das Schulhaus und die Kläranlage fertig sind, soll - vermutlich 2016 - auch das Rauhenebracher Rathaus einer Sanierung unterzogen werden. Foto: Sabine Weinbeer
Ein neuer Bürgermeister und zehn neue Gemeinderäte - der große Wandel in der Gemeinde-Führung hat dazu geführt, dass der Rauhenebracher Haushaltsplan für 2014 so spät wie noch nie, nämlich erst in der Sitzung am Dienstag, verabschiedet wurde. "Dafür sind die Zahlen aber auch sehr verlässlich", meinte der geschäftsführende Beamte Günther Brandt. Der Haushalt 2015 soll dann wieder im ersten Quartal verabschiedet werden, erklärte Bürgermeister Matthias Bäuerlein.

Die Rahmenbedingungen für das laufende Haushaltsjahr wurden noch vom "alten" Gemeinderat festgelegt. Die zentrale Investition ist die Sanierung des Schulgebäudes in Untersteinbach, die mit 2,4 Millionen Euro zu Buche schlägt. Dennoch sieht der Haushalt keine Kreditaufnahme vor, dafür einen Griff in die Rücklagen, aus denen zwei Millionen Euro entnommen werden.
Weiter investiert wurde in Dorferneuerungsmaßnahmen und die Kanalisation sowie den Bau der Kinderkrippe.

Fördersatz bei 80 Prozent

Der Haushalt 2014 hat ein Volumen von 4,5 Millionen im Verwaltungs- und 3,77 Millionen Euro im Vermögenshaushalt. Die wichtigsten Einnahmen Rauhenebrachs sind die Einkommensteuerbeteiligung mit 1,039 Millionen Euro und die fast gleich hohen Schlüsselzuweisungen von 1,025 Millionen. Aus der Gewerbesteuer fließen 312 600 Euro in die Gemeindekasse (und 80 000 als Gewerbesteuer-Umlage wieder hinaus), die Kreisumlage beläuft sich auf 932 446 Euro. Im Verwaltungshaushalt kann ein Überschuss von 784 072 Euro erwirtschaftet und dem Vermögenshaushalt zugeführt werden.

Mit dem Haushaltsplan verabschiedete der Gemeinderat auch das Investitionsprogramm für die kommenden Jahre. Unter anderem sind darin die Investitionen für die Breitband-Erschließung vorgesehen. Dazu erklärte Bürgermeister Bäuerlein, dass mittlerweile die Angebotseröffnung stattfand, die Breitbandberatung prüfe jetzt das günstigste Angebot. Der Fördersatz für Rauhenebrach wurde auf 80 Prozent bis 860 000 Euro festgesetzt, die geschätzten Kosten für die Erschließung Rauhenebrachs mit schnellem Internet sind mit 1,1 Millionen Euro angesetzt.

Auch eine Rathaussanierung ist für die nächsten Jahre geplant. "Darüber reden wir schon seit fünf Jahren", erklärte Günter Brandt, wegen dringenderer Investitionen wurde das Rathaus immer wieder verschoben.
Auch der Radweg von Untersteinbach nach Koppenwind wird nicht billig, muss aber im kommenden Jahr umgesetzt werden, erklärten Brandt und Bäuerlein. Es sei gelungen, bei der Regierung von Unterfranken eine Verlängerung zu erwirken, doch wenn der Zuschuss nicht verloren gehen soll, muss die Maßnahme mit Nachdruck verfolgt werden. Deshalb werden wohl die restlichen Geländeauffüllungen durch eine Firma erfolgen müssen. Vorher solle die Verwaltung allerdings noch prüfen, ob nicht das notwendige Bodenmaterial aus einem gemeindlichen Grundstück entnommen werden kann - mit dem Hintergedanken, für die Rekultivierung dieses Grundstücks künftig Erdaushub aus dem Gemeindebereich verwenden zu können und damit Bauherren Kosten zu ersparen.

Kläranlage ist 2015 dran

Ein weiterer großer Investitionsschwerpunkt wird die Kläranlage, die Ende nächsten Jahres in Angriff genommen wird. "In der Verwaltung sind wir schon sehr intensiv mit der Maßnahme befasst", so Bürgermeister Bäuerlein, die Baumaßnahme selbst wird aber erst im nächsten Jahr anlaufen, wenn Wasserwirtschaftsamt und andere Behörden ihr Placet gegeben haben.

Trotz weiterhin hoher Investitionstätigkeit wird Rauhenebrach auch bis 2017 keine Kredite aufnehmen müssen, wenn auch der neue Gemeinderat das haushaltspolitische Augenmaß behält wie die Vorgängergremien, erklärte Günter Brandt aus Verwaltungssicht.
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