Knetzgau
Drogenprävention

Schüler der Dreiberg-Schule Knetzgau wollen "sauba bleim"

"Sauba bleim" wollen die Achtklässler der Dreiberg-Schule Knetzgau. An zwei Tagen widmeten sich Jochen Belz und Michael Schad von der Polizeiinspektion Haßfurt, begleitet von der Schulsozialarbeiterin Tanja Bühler, mit den Schülern dem gleichnamigen Sucht- und Drogenpräventionsprojekt.
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,Sauba bleim!‘ rieten (von recht) Jochen Belz, Tanja Bühler und Michael Schad (verdeckt) den Achtklässlern der Dreiberg-Schule. Foto: may
,Sauba bleim!‘ rieten (von recht) Jochen Belz, Tanja Bühler und Michael Schad (verdeckt) den Achtklässlern der Dreiberg-Schule. Foto: may
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Im Unterschied zum herkömmlichen Unterricht verbindet "sauba bleim" als modernes pädagogisches Instrument Erlebnis und Kommunikation. Was es über Drogen und Sucht zu wissen gibt und welche Probleme durch Drogen und Sucht entstehen, das erklärten die Polizisten den Jugendlichen nicht nur "von der Kanzel herab".

Zwei aktive Tage

Vielmehr durften die Schüler auch selbst aktiv sein. Es ging nicht darum abzuschrecken. Vielmehr erlebten die Schüler zwei Tage mit Spielen, Übungen Diskussionen, Kurzvorträgen und Reflexionen.

Mit Auflockerungsspielen führten Jochen Belz und Michael Schad die Schüler an das Thema heran. Dann ging es in einer gemeinsamen Runde mit Hilfe eines "Suchtsacks" über den Begriff Sucht. Die Jugendlichen sortierten die Gegenstände aus dem Suchtsack und sie teilten sie ein nach legalen und illegalen, nach so genannten stoffgebundenen und stoffungebundenen Süchten. So wurden den Buben und Mädchen Unterschiede und Zusammenhänge zwischen diesen Stoffen bewusst.

Bei den drei Stationen des Parcours lag der Fokus auf stoffgebundenen legalen Drogen. Herausgearbeitet wurde der Unterschied zwischen Sucht und Genuss: Man kann ein Bier genießen, aber eben auch damit in eine Alkoholsucht geraten.

Am zweiten Tag vertieften Rollenspiele das Thema. Interaktiv und mit Beispielen aus dem täglichen Leben lernten die Schüler rechtliche Aspekte des Drogenkonsums kennen. Vor allem drehte es sich um illegale Drogen. Wer damit von der Polizei erwischt wird, hat ein Problem.

Fähigkeiten für ein gutes Leben

Das Thema "Lebenskompetenz" steht als Leitmotiv hinter dem gesamten Projekt - und hier wurde es nochmals vertieft. Die Schüler entdeckten spielerisch, eigene Lebenskompetenzen und lernten, wie sie ihre Fähigkeiten in problematischen Situationen konstruktiv einsetzen können.

"Sauba bleim" - das heißt, Jugendliche für Sucht und Drogen zu sensibilisieren und sie dazu zu bewegen, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen, erklärten die Referenten. "Dabei sollen in einem präventiven Sinn Lebenskompetenzen wie Selbstvertrauen, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit bei den Schülern gestärkt werden", erläuterte es Tanja Bühler. Es ist wichtig, dass Jugendliche dahin finden, sich ihr sinnerfülltes, aktives und selbstbestimmtes Lebens selbst zu gestalten.
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