Haßfurt
Kriminalität

Schockanrufer gehen in Haßfurt leer aus

Schockanrufer wollten am Mittwoch an das Geld von Leuten in Haßfurt und im Landkreis Schweinfurt kommen. Allerdings waren die Gauner nicht erfolgreich, wie die Polizei informierte. Die Angerufenen fielen auf die Masche nicht herein. Die weiteren Ermittlungen führt jetzt die Kriminalpolizei Schweinfurt.
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Am Mittwoch hatten sich in etwa zehn Fällen Männer und Frauen bei zumeist älteren Leuten in Würzburg und Umgebung gemeldet und sich als Angehörige ausgegeben. Sie hatten dabei Wohnungskäufe, den Kauf eines Autos, Notarkosten und in einem Fall auch die vorzeitige Rückzahlung eines Kredits vorgegaukelt, um so an das Geld der Angerufenen zu kommen. Allerdings reagierten die potenziellen Opfer alle richtig, lobt die Polizei. Sie durchschauten die Masche und verständigten auch die Polizei.

Am selben Tat gingen in Haßfurt und im Landkreis Schweinfurt vier sogenannte Schockanrufe ein, wie jetzt bekannt wurde. Der alten Masche folgend, ging es um Unglücksfälle des eigenen Sohnes, der jetzt für die Abwicklung dringend Geld benötige. Der Anrufer, der sich im Telefonbuch russisch klingende Namen ausgesucht hatte, sprach dabei perfekt Russisch.
In einem Fall schaltete sich ein vermeintlicher Rechtsanwalt in das Gespräch ein, wobei erklärt wurde, dass der Sohn bei einem Unfall ein kleines Mädchen verletzt habe. Um eine Anzeige und die damit verbundene dreijährige Haft zu umgehen, würden sofort 3000 Euro benötigt. Als eine angerufene Frau, die bei dem Telefonat stark eingeschüchtert wurde, erklärte, sie habe nicht so viel Geld, legte der Anrufer auf.

In den anderen Fällen erkannten die Angerufenen die Masche der Schockanrufer sofort. Es kam in keinem Fall zur Geldübergabe.

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