Bei einer Schauübung zum Untermerzbacher Gemeindefeuerwehrtag galt es, einen Brand im "Herrenhaus" zu löschen und darin darbende Bewohner zu retten. Diese Akteure mimten Mitglieder der Jugendfeuerwehr.

Punkt 15 Uhr heulten die Sirenen in den Orten der Gemeinde auf, gleichzeitig erfolgte die Alarmierung per Funkwecker und SMS, wie der Kommandant der Untermerzbacher Feuerwehr den, Ralph Morgenroth, den vielen Schaulistigen erklärte. Er sprach viele Details eines solchen Einsatzes an, erklärte das eingesetzte Gerät und den Sinn jeden Handgriffes.

Bereits nach fünf Minuten war die Wehr aus dem Nachbarort Gereuth zur Stelle. Sie wurden - wie alle anderen Wehren aus der Gemeinde - vom Kommandanten der Wüstenwelsberger Wehr, Kay Karl, in ihren Einsatzort eingewiesen.


Schon in voller Montur



Wenig später folgten die Untermerzbacher Kollegen, deren Atemschutzträger sich bereits bereits bei der Anfahrt in ihre Montur gestürzt hatten, sodass sie sogleich ins "Herrenhaus" vorrückten, um die Eingeschlossenen zu bergen und in Sicherheit zu bringen.

Die wurden dann von anderen Helfern übernommen und von Sanitätern der BRK-Bereitschaft versorgt.
Als die Traktoren der kleineren Wehren mit ihren Pumpen im Schlepptau anrückten, meinte Moderator Morgenroth, dass auch solche kleine Einheit wichtig seien. Besonders stellte er heraus, dass viele Feuerwehrleute mit ihren Privatfahrzeuge gekommen seien. "Auch das gehört zum ehrenamtlichen Engagement."


Pumpen sind wichtig



Wie wichtig solche Pumpen sind, zeigte sich beim Aufbau einer langen Schlauchleitung, die über mehrere hundert Meter zu einem tiefer liegenden Teich verlegt wurde. Nach rund 15 Minuten hieß es "Wasser marsch!"
Vorgeführt wurden auch zwei Hydroschilder, mit denen sich Wasserwände erzeugen lassen. "Ein Hilfsmittel gegen Funkenflug, der keinen ständigen Personaleinsatz erfordert", wie Morgenroth erläutere. Vorgeführt wurde auch eine Wärmekamera.

Bürgermeister Helmut Dietz (SPD), der das Treiben interessiert verfolgt hatte, meinte bei der Abschlussbesprechung bei einer Löschmaß, dass es sich gezeigt habe, wie wichtig Ortskenntnisse seien, gerade auf einem verwinkelten Areal wie dem Sonnenhof. "Da ist es von Vorteil, wenn man die Gebäude und Rettungswege kennt."