Ebern
Aktiv-Wochenende

Sagenhaft: Sagenumwobene Wanderziele

26 Leser unseres Portals eroberten am Samstag den burgenkundlichen Lehrpfad und Rückertweg. Sie waren begeistert, von den Sehenswürdigkeiten, der Routenwahl und dem Wanderführer.
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Nach dem Gang an der Eberner Stadtmauer entlang waren Ruine und Geotop Rotenhan die zweite Sehenswürdigkeit entlang der Wanderroute.
Nach dem Gang an der Eberner Stadtmauer entlang waren Ruine und Geotop Rotenhan die zweite Sehenswürdigkeit entlang der Wanderroute.
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Der Schweiß stand bei so manchem auf der Stirn und dennoch waren sie überglücklich und begeistert: die 26 Teilnehmer an der Aktivwochen-Wanderung der Mediengruppe Oberfranken. "Ganz toll diese Wanderung und man kriegt viel mehr mit, als wenn man alleine herumtappt", schwärmte eine Teilnehmerin und Doris Dietlein aus Unterzettlitz ärgerte sich, weil sie ihren Fotoapparat nicht mitgenommen hatte: "Es gab so viele super tolle Motive. Die Route war einfach wunderschön. Unser Franken hat so viel zu bieten und doch weiß man es als Einheimischer gar nicht."

Die Besucherin aus dem Maintal sprach allen aus der 26-köpfigen Gruppe aus dem Herzen. Sie kamen aus Kulmbach, Burghaig, Coburg, Bamberg, Altendorf, Gaustadt, Kleukheim, Langensendelbach, waren sich zu Beginn noch völlig fremd, aber schon nach wenigen Kilometer einig: "Wir kommen wieder."

Großen Anteil am Erfolg dieser Fitnessaktion hatte einer: Willibald Laubender (80), Vorsitzender der Wandergruppe des Eberner Bürgervereins und zuständig für rund 150 Kilometer an Wanderwegen rund um Ebern.

Er geleitete die Gruppe vom Bahnhaltepunkt aus über den ausgeschilderten VGN-Wanderweg bis nach Lichtenstein, wo es im Hof der Schule eine kleine Vesper gab (alle wären viel lieber im einstigen Burggasthof eingekehrt), und zurück nach Ebern.

Ein wandelndes Lexikon

Monika Murrmann aus Kulmbach: "Der Mann ist super, einfach spitze. Der hat so viel geplaudert, dass er schon Schaum vor dem Mund hatte. Der ist ja ein wandelndes Lexikon."

Die Puste ging Laubender zu keinem Moment aus. Und bald titulierten ihn alle nur noch "unser Willi". Mit so mancher Anekdote aus dem Eberner Stadtgeschehen sorgte Laubender auch auf den Steigungen für beste Unterhaltung: "Als die Bundeswehr nach Ebern kam, waren am Anfang viele junge Burschen aus dem Norden dabei. Die Mädla waren ganz narrisch."

Euphorisch auch die Zuhörer. Werner Kirsch aus Langensendelbach: "Die Wege sind einfach wunderbar", und dies obwohl am diesigen und verregneten Morgen auf dem Panaromaweg (auf dem Kamm zwischen Baunach- und Itzgrund verlaufend) der Fernblick bis Kloster Banz ausfiel. Wenig später aber, auf der Ruine Lichtenstein, konnte man dann doch bis zur Rhön schauen.

Kulmbacherin feuert Grill an

Sämtliche Altersgruppen waren vertreten, und die meisten der Teilnehmer haben sich mehrere der Wanderungen der Aktivwochen vorgenommen. "In Volkach und Hammelburg sind wir sicher dabei", gelobte ein Ehepaar und Monika Murrmann warb für die Kulmbacher Veranstaltung  "Wenn es bei mir vorbei geht, gibt es Bier und es wird gegrillt", versprach sie.

Heike und Michael Goppert aus Scheßlitz waren die jüngsten Teilnehmer im Starterfeld, das über den burgenkundlichen Lehrpfad und den Burgen- und Schlösserweg marschierte: "Wir machen da zum ersten Mal mit. Die Wanderung ist super und gut geführt. Das macht Lust auf mehr. Es passt rundum. Und wenn wir gewusst hätten, dass es etwas zu essen und trinken gibt, hätten wir nichts mitschleppen müssen."

Auch Elvira Wagner aus Breitengüßbach genoss das Gemeinschaftserlebnis: "Ich geh zwar gerne mal allein los, habe aber schnell guten Anschluss in der Gruppe gefunden."

Nach über fünf Stunden, 17 Kilometern und 237 Höhenmetern gab es nur eine Meinung: "Eine ganz tolle Wanderstrecke und ein noch besserer Wanderführer." Wie raunte ein Teilnehmer dem Eberner FT-Redakteur Ralf Kestel ins Ohr: "Das sollte Ihre Firma öfter machen. Das ist beste Werbung." Und überhaupt: "Was bei Euch in Ebern alles los ist?", staunten mehrere Teilnehmer angesichts von AC-Haßbergrallye und Gartenfest in Schloss Eyrichshof über das kleinstädtische Flair.

Auch Willibald Laubender war's zufrieden: "Das waren feine Leute, eine gute Truppe - mit denen könnte ich jedes Wochenende losziehen." Eine Stadtführung hatte er zu diesem Zeitpunkt sowieso schon jedem angeboten.
Und: Alternativstrecken hat er genügend im Programm - außerdem will er seinen Rentnerjob noch 20 Jahre lang machen.
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