LKR Haßberge

SPD-Unterbezirk wählt Matthias Kihn an die Spitze

Matthias Kihn aus Mellrichstadt (Kreis RhönGrabfeld) ist neuer Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Rhön-Haßberge. Bei einem Parteitag im Alten Amtshaus in Bad Neustadt wurde er von den Delegierten der Ortsvereine aus den drei Landkreisen Rhön-Grabfeld, Haßberge und Bad Kissingen fast einstimmig gewählt.
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Der engere Vorstand des SPD-Unterbezirks Rhön-Haßberge: rechts der neue Vorsitzende Matthias Kihn, neben ihm Kassier Bernd Bieber, Schriftführerin Carolin Holzinger und der bisherige Vorsitzende und jetzige Stellvertreter Jürgen Hennemann. Links die Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar. Es fehlt die stellvertretende Vorsitzende Karen Pohle.  Foto: riz
Der engere Vorstand des SPD-Unterbezirks Rhön-Haßberge: rechts der neue Vorsitzende Matthias Kihn, neben ihm Kassier Bernd Bieber, Schriftführerin Carolin Holzinger und der bisherige Vorsitzende und jetzige Stellvertreter Jürgen Hennemann. Links die Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar. Es fehlt die stellvertretende Vorsitzende Karen Pohle. Foto: riz
Kihn ist damit Nachfolger von Jürgen Hennemann, der seit 1. Mai Bürgermeister von Ebern ist. 60 Delegierte (von 77), darunter die Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar (Maßbach) und der Bezirksrat Bernhard Ruß (Sand), nahmen teil.

"Wir haben vier harte Wahlkämpfe hinter uns, die uns viel abverlangt haben. Vor allem bei der Europawahl wurden wir belohnt, denn die Menschen haben die Schnauze voll vom gnadenlosen Populismus der CSU", meinte Sabine Dittmar in ihrem Grußwort. Es wäre Betrug am Wähler, schimpfte sie, wenn keiner der beiden Spitzenkandidaten der Europawahl nun Kommissionspräsident werde. Der SPD sei es zu verdanken, dass das Rentenpaket auf den Weg gebracht worden sei und dass der Mindestlohn in vier Wochen verabschiedet werde.

Lob für Sabine Dittmar

In seinem Bericht hob Jürgen Hennemann hervor, dass Sabine Dittmar aufgrund ihrer Präsenz in
den Städten und Gemeinden ein besseres Erststimmen-Ergebnis erzielt habe als die SPD Zweitstimmen. Matthias Kihn und Robert Römmelt hätten trotz guter Wahlkämpfe den Einzug in den Landtag nicht geschafft. Kerstin Westphal bleibe im Europaparlament und Bernhard Ruß sei als Bezirksrat bestätigt worden, freute sich Jürgen Hennemann.

Die Neuwahlen zum Vorstand des Unterbezirks, den die Ortsvereine in den drei Landkreisen Haßberge, Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen bilden und der identisch ist mit dem Bundestagswahlkreis, brachten nicht viele Veränderungen. Jürgen Hennemann, der über zehn Jahren Vorsitzender war und Matthias Kihn, seit fünf Jahren sein Stellvertreter, tauschten die Ämter. Auch Karen Pohle als weitere Stellvertreterin und Kassier Bernd Bieber (Königsberg) bleiben. Einziges neues Gesicht im engeren Vorstand ist Schriftführerin Carolin Holzinger aus Haßfurt.

Schwerpunkt Schulpolitik

Matthias Kihn ist 32 Jahre alt, arbeitet als Mittelschullehrer und gehört dem Kreistag Rhön-Grabfeld an. Einer seiner Schwerpunkte ist die Schulpolitik. Er wies darauf hin, dass zahlreiche Mittelschul-Standorte auch in den Landkreisen des Unterbezirks gefährdet seien. Jeder Kommunalpolitiker wisse: "Stirbt die Schule, stirbt das Dorf."

Zum Schluss wurden fünf Anträge einstimmig angenommen: Der SPD-Unterbezirk Rhön-Haßberge fordert, dass das geplante Freihandelsabkommen mit den USA die kommunale Daseinsvorsorge und die Organisationsstruktur der Kommunen nicht antasten darf. Außerdem fordert die SPD in der Region, dass die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen nicht angetastet wird und dass Leistungen der öffentlichen Hand weiter von der Umsatzsteuer befreit bleiben. Zwei Anträge reichte die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen im Unterbezirk ein. Darin wird der Abbau der kalten Progression gefordert, außerdem sollen die Erhöhungen des gesetzlichen Mindestlohnes immer den Tariferhöhungen in der Gesamtwirtschaft folgen.

Den neuen Vorstand bilden:

Erster Vorsitzender ist Matthias Kihn (Kreisverband Rhön-Grabfeld - RG), stellvertretende Vorsitzende Karen Pohle (Kreisverband Bad Kissingen - KG) und Jürgen Hennemann (Kreisverband Haßberge - HAS), Kassier Bernd Bieber (HAS), Schriftführerin Carolin Holzinger (HAS). Beisitzer Kay Blankenburg (KG), Dieter Britz (KG), René van Eckert (RG), Johann Giglhuber (RG), Willi Göbel (RG), Janis Heller (RG), Manfred Hoffmann (KG), Werner Holzinger (HAS), Helge Jacobsen (KG), Thomas Karg (HAS), die frühere Bundestagsabgeordnete Susanne Kastner (HAS), Adolf Lieb (KG), Victoria May (KG), Friedrich Oehm (RG), Helmut Renner (KG), Robert Römmelt (KG), Rita Rösch (RG), Bernhard Ruß (HAS) sowie Alfred Schrenk (KG) und Reinhard Wilimsky (RG).

Vertreter der Kreisverbände im Vorstand sind Wolfgang Brühl (HAS), Sabine Dittmar MdB (KG) und Egon Friedel (RG). Die Kreistagsfraktionen vertreten Paul Hümmer (HAS), Wolfgang Görner (KG) sowie Thorsten Raschert (RG). Für die Arbeitsgemeinschaften sind Klaus Peter Kackert (60pus), Werner Strätz (Arbeitnehmerfragen) und Florian Kiesenbauer (Jusos) im Vorstand.

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