Haßfurt
Hilfstransport

Rumänen freuen sich über ausgemusterte Schultafeln aus Haßfurt

Vieles, was derzeit bei der Generalsanierung am Schulzentrum Haßfurt "ausgemustert" wird, ist durchaus funktionstüchtig und kann andernorts einem guten Zweck dienen. So sorgte Harry Riegel als Gymnasiallehrer und Lions-Mitglied dafür, dass die ausgebauten Kreidetafeln, Projektions- und Präsentationswände nach Rumänien gebracht wurden. Weil solche Tafeln sehr sperrig und schwer sind, war das nicht ganz einfach.
Artikel drucken Artikel einbetten
Große Freude über die Tafeln herrschte bei der Direktorin der Volksschule Botiza, Maria Sidau (Mitte). Unser Bild zeigt sie mit Alexandra Weber und Harry Riegel. Foto: Sabine Weinbeer
Große Freude über die Tafeln herrschte bei der Direktorin der Volksschule Botiza, Maria Sidau (Mitte). Unser Bild zeigt sie mit Alexandra Weber und Harry Riegel. Foto: Sabine Weinbeer
+2 Bilder
Der erneute Hilfstransport der Lions Haßberge ging nach Botiza, ein romantisches Dorf in der Maramures im Nordwesten Rumäniens. Dort wurde Harrry Riegel von Grundschulrektorin Maria Sidau und ihrem Kollegium herzlich empfangen, ebenso im Sozialzentrum Ionica. Hier betreut Julia Grosan Kinder aus sozial schwachen Familien. Unter anderem gibt es hier Hausaufgabenbetreuung. Das Zentrum kann die Schulmaterialien, Spiele und Kuscheltiere gut brauchen, die Riegel und Alexandra Weber vom Regiomontanus-Gymnasium überreichten.

Bessere Bildung ist wichtig

Die Verbesserung der Gesundheitsversorgung und der Bildung steht im Mittelpunkt des Rumänien-Hilfsprojekts des Lions-Clubs Haßberge. "Es war diesmal sehr schwierig, ein Transportunternehmen zu finden, das einen Lkw für den Hilfstransport stellte", erklärte Riegel.


Fast ein Jahr lang lagerten die Tafeln im alten Gebäude der Waldi-Schuhfabrik. Zu den Tafeln kamen gebrauchte Laserdrucker sowie etliche Kartons mit Kleidung. Nach fast 24 Stunden durch Österreich und Ungarn kam das Fahrer-Ehepaar Frank und Petra Hermann in Botiza an.

Parallel dazu machten sich Harry Riegel mit Gattin Heike Mohler-Riegel und Lehrerkollegin Alexandra Weber im Kleinbus auf den Weg, die Schulmaterialien, Spielsachen und Kuscheltiere im Gepäck. Das P-Seminar des Regiomontanus-Gymnasiums hatte alles gesammelt und für den Transport aufbereitet. Die materielle Not sei dort überall spürbar, berichtet Riegel, der mehrfach mit seiner Frau in Botiza war.

Wo machen sie die Hausaufgaben?

Viele Kinder haben dort kaum die Möglichkeit, ihre Hausaufgaben ordentlich zu erledigen "von Förderung ganz zu schweigen, wenn sie Defizite in der Schule haben". Kleidung, Hefte, Schultaschen, Schreibartikel können sich diese Familien kaum leisten.

Die Haßfurter erlebten unvergleichliche Gastfreundschaft in Rumänien.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren