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Roßstadt
Jubiläumsabend

Roßstadt feiert fünf Jahrzehnte CSU im Dorf

Der CSU-Ortverband Roßstadt feiert sein 50. Jubiläum. Mit dabei Dorothee Bär, die das Engagement vor Ort lobte.
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Die geehrten Mitglieder mit den Ehrengästen (vorne von links) in Roßstadt: Dorothee Bär, Franz Amon, Staatssekretär a.D. Albert Meyer, Günther Böllner, Ludwig-Josef Engel und Vorsitzender Alois Hofmann; (hinten von links) Michael Schwinn, Hermann Schwinn, Franz Schramm, Bürgermeister Michael Ziegler, Steffen Vogel und Werner Lang. Foto: privat
Die geehrten Mitglieder mit den Ehrengästen (vorne von links) in Roßstadt: Dorothee Bär, Franz Amon, Staatssekretär a.D. Albert Meyer, Günther Böllner, Ludwig-Josef Engel und Vorsitzender Alois Hofmann; (hinten von links) Michael Schwinn, Hermann Schwinn, Franz Schramm, Bürgermeister Michael Ziegler, Steffen Vogel und Werner Lang. Foto: privat
"Mit Stolz und Dankbarkeit blicken wir heute auf die Männer und Frauen zurück, die Verantwortung für ihre Bürger übernommen haben. Genau das ist es auch, was unsere Volkspartei immer ausgemacht hat: engagierte Menschen vor Ort, die eine enge Bindung an die Bürger haben. Eine Volkspartei kann nämlich nur dann leben und überleben, wenn die Herzkammern funktionieren." Dies betonte Staatssekretärin und Bundestagsabgeordnete Dorothee Bär beim 50. Jubiläum des CSU-Ortsverbands Roßstadt.


Aufbruchstimmung

Vorsitzender Alois Hofmann blickte auf die Geschichte des CSU-Ortsverbands zurück. "Vor 50 Jahren herrschte in Roßstadt Aufbruchstimmung. Die Gemeinde plante Kanal und Straßenbau und genau in dieser Phase gründeten Roßstadter Gemeinderäte den Ortsverband.
Dabei ging es um viele Planungen, Genehmigungen, Zuschüsse vom grünen Plan und anderem mehr und über die Partei schien es leichter, Auskünfte in Ämtern und Behörden zu erlangen. Auch der damalige Landtagsabgeordnete Albert Meyer hat hier mitgeholfen."

Von 1967 bis 1968 seien die geplanten Maßnahmen fertiggestellt worden. Mit der Gebietsreform 1972 sei Roßstadt erst selbstständig geblieben, zumal die Brauerei "Weiss Rössl" ein guter Arbeitgeber und Steuerzahler gewesen sei. Die Eingemeindung kam aber dann 1978 nach Eltmann. Bevor es jedoch so weit gewesen sei, hätten die Roßstadter ihr Leichenhaus gebaut und den Ausbau einer Siedlung mit der "Weinbergstraße" in die Wege geleitet, dem der Ausbau der "Weinleite" 1980 durch die Stadt Eltmann folgte. Seitdem sei in Roßstadt kein Baugebiet mehr erschlossen worden und viele junge Bürger hätten das Dorf verlassen.

Der CSU-Vorsitzende erinnerte daran, dass 25 Jahre lang Martin Schramm Vorsitzender gewesen sei. Als erster Stadtrat habe Hans Bauer den Stadtteil im neuen Eltmanner Ratsgremium vertreten. Sechs Jahre später hätte jedoch kein Roßstadter mehr die nötige Stimmenzahl erreicht, um in den Rat einzuziehen. Schließlich habe er sich als Stadtteilsprecher durchsetzen können, genauso wie 1996. Bei der Wahl 2002 habe man dann das Glück gehabt, gleich mit zwei Stadträten, nämlich Werner Lang und seiner Person, gewählt zu werden. Auch 2008 seien beide Räte aus dem Stadtteil in das Ratsgremium eingezogen.


Aktive Orts- und Kreisverbände sind Herzkammern der Partei

Erst unter Bürgermeister Michael Ziegler, so Alois Hofmann, habe man mehr Gehör für eine Dorferneuerung gefunden und dann 2007/2008 eine Teilnehmergemeinschaft gegründet. Es liefen die Planungen zur Sanierung des Kanals, der total marode gewesen sei. Auch die Frankenstraße wurde 2013 fertiggestellt.

"Wir von der CSU waren dann aber anscheinend die Schuldigen für die Bescheide, die bei den Anliegern in die Häuser kamen. Bei der nächsten Stadtratswahl wurden wir abgestraft und wurden nicht mehr in den Stadtrat gewählt." Seitdem sei Roßstadt wieder mit einem Stadtteilsprecher, aber von einer anderen Gruppierung, vertreten.

Festrednerin Dorothee Bär nannte die aktiven Orts- und Kreisverbände die Herzkammern der Partei - manchmal lapidar auch als Basis bezeichnet. Herzkammer gefalle ihr aber besser, weil ohne diese Organe auch die Gesamtpartei nicht funktionieren könne. Diejenigen, die sich in den Ortsverbänden engagierten machten dies auch aus reinem Herzblut.

Im Moment erlebe man sicher schwierigere Zeiten. Auch die Unionsparteien hatten einen herben Vertrauensverlust zu verkraften. Es seien Kräfte aufgetreten, die durch einfache Antworten und eine plakative, primitive Sprache versucht hätten, dieses Vakuum für sich zu nutzen. Der Anspruch der CSU sei es aber nicht, den Menschen eine heile Welt vorzugaukeln.

"Wir hatten eine Krise zu meistern, die wir so nicht zu erwarten hatten und die vor allem der Eskalation des Syrien-Krieges geschuldet war. Wir haben intensiv diskutiert, wir haben gestritten, auch mit unserer Schwesterpartei - aber wir haben dann auch Lösungen präsentiert. Mit Asylpaketen und dem Integrationsgesetz sowie einem verschärften Sexualstrafrecht haben wir Maßnahmen ergriffen, welche die richtigen Antworten geben."


Schnelles Internet

Man habe in der zu Ende gehenden Legislaturperiode aber auch eine Menge geschafft. Bär nannte als eines der allerwichtigsten Vorhaben dieser Bundesregierung den Breitbandausbau. Auch das Thema "autonomes Fahren" sei aktuell. "Ich finde übrigens, dass das absolut kein Stadtthema ist, sondern ein ganz wichtiges für den ländlichen Raum, weil es die Mobilität deutlich erhöht."

CSU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Steffen Vogel würdigte den langjährigen Vorsitzenden Alois Hofmann. "Demokratie lebt vom Mitmachen und daher ist es wichtig, dass nicht nur in Großstädten die Möglichkeit besteht, sich aktiv einzubringen." Vogels Resümee: Bayern habe sich seit vielen Jahrzehnten sehr gut entwickelt. "Das führe ich darauf zurück, dass sich die Menschen auch politisch engagiert haben."

Mitglieder wurden für ihre Treue zur Partei geehrt. Für 50 Jahre Mitgliedschaft erhielten Franz Amon und Günther Böllner die Ehrennadel in Gold. Weitere Auszeichnungen bekamen Werner Lang (30 Jahre) sowie Ludwig-Josef Engel und Alois Hofmann für 25 Jahre (Ehrennadel in Silber).

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