Haßfurt

Retter schwimmen auf der Erfolgswelle

Die Wasserwacht im Landkreis Haßberge ermittelte in der Haßfurter "Welle" die Mannschaftssieger, die zum Bezirksentscheid antreten dürfen. Nur zwei von fünf Ortsverbänden waren vertreten.
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Früh übt sich, was ein guter Wasserretter wird. Der Spaß stand im Vordergrund beim Wettbewerb im nassen Element in der Haßfurter "Welle".
Früh übt sich, was ein guter Wasserretter wird. Der Spaß stand im Vordergrund beim Wettbewerb im nassen Element in der Haßfurter "Welle".
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Hintergrund ist das Können und die Bereitschaft, andere Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Dazu gehört für die Mitglieder der Wasserwacht im Bayerischen Roten Kreuz regelmäßige Übung. Um die Fertigkeiten in der Praxis zu testen finden immer wieder auch Wettbewerbe statt.

Am Sonntag führte der Wasserwacht-Kreisverband Haßberge in der "Welle" in Haßfurt den Kreiswettbewerb für Jugendliche durch. 46 Kinder und Jugendliche haben dabei ihre Kräfte im nassen Element gemessen. Obwohl der Spaß im Vordergrund stand, haben sich Siegermannschaften qualifiziert, die den Kreisverband Haßberge im März auf Bezirksebene vertreten werden.

Für das ehrenamtliche Personal geht es mehr denn je darum, sich als Wasser- und Fließretter bestmöglich zu qualifizieren und sich auf die sich stetig verändernden Aufgaben im Wasserrettungsdienst vorzubereiten.
Das sollen sich die Mitglieder schon von klein auf verinnerlichen.
So haben am Sonntagvormittag Kinder und Jugendliche landkreisweit die Herausforderung angenommen und sich, aufgeteilt in sieben Gruppen, den Aufgaben im nassen Element der Haßfurter "Welle" gestellt. Eingeteilt in drei Altersstufen von sechs bis 15 Jahren galt es eine Rettungs- und Spielstaffel zu bilden. In Kleidung und mit Flossen zu schwimmen, Tauchringe vom Grund des Beckens holen, oder Gymnastikbälle zu transportieren. Bei diesen und anderen Aufgaben haben die Jugendlichen um Zeit und punkte gewetteifert.

Kleine Besetzung

"In diesem Jahr haben wir einen kleineren Wettbewerb durchgeführt", berichtete Petra Schmitt, die Vorsitzende der Kreiswasserwacht. Im Landkreis gibt es fünf Wasserwachtgruppen: Haßfurt, Hofheim, Ebern, Sand/Zeil und Eltmann. Lediglich die Ortsgruppen Haßfurt und Hofheim konnte in diesem Jahr Jugendliche für den Wettbewerb melden. Das soll sich aber, laut Schmitt, bei den nächsten Wettbewerben wieder ändern.

Bäuchlings auf dem Ring

Vor allem der Spaß stand im Vordergrund beim Messen der Kräfte im nassen Element. So empfand es jedenfalls Theresa Keller, die jüngste Teilnehmerin aus Knetzgau, die für den Ortsverband Haßfurt angetreten war. Als eine der Aufgaben musste sie bäuchlings auf dem Rettungsring liegend vorwärtskommen, egal ob kraulend oder paddelnd. "Ganz schön anstrengend", berichtete die Siebenjährige nach der Schlacht im Wasser. 25 Meter - eine Bahn - musste sie in ihrer Altersklasse als Staffelschwimmerin zurücklegen, bevor sie quasi den Stab weitergab. Für das ältere Semester galt es 50 Meter zu bewältigen.

Der Wettkampf dauerte von 9 bis 12 Uhr, und die Aktiven wurden anschließend mit einer ordentlichen Stärkung belohnt.

Obwohl sich alle Schwimmer als Sieger verstehen durften, musste sich jeweils eine Siegermannschaft in den jeweiligen Altersgruppen qualifizieren. Diese werden im März in Iphofen antreten und den Landkreis Haßberge vertreten. "Es wäre schön, beim Bezirkswettbewerb als Krönung einen Erfolg einzufahren", motivierte Landrat Wilhelm Schneider (CSU) bei der anschließenden Siegerehrung im Silberfisch die Akteure zu weiteren Anstrengungen.

Einsatz findet Lob


Schneider lobte die Jugendlichen, dass diese das ganze Jahr über so fleißig trainieren. Aber auch den Zeitaufwand der Betreuer würdigte er. Seinen Respekt zollte er den Jugendlichen, die ihren Sonntagvormittag geopfert und zum Wettkampf als Rettungsschwimmer angetreten waren. Man könne gar nicht früh genug mit dem Üben anfangen, wenn es darum gehe, später zu helfen, wenn es erforderlich wird. "Ihr werdet alle gebraucht", motivierte der Landrat die Jugendlichen in der Hoffnung, dass sie als Mitglieder der Wasserwacht treu bleiben.
Gemeinsam mit Haßfurts Zweitem Bürgermeister Michael Schlegelmilch (CSU) und BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger überreichte er den Jugendlichen Urkunden und Medaillen.

Die erfolgreichen Teilnehmer:


Stufe 1
1.: Ortsgruppe Hofheim (Kimberley Hümpfer, Sophie Oßwald, Leonie Fenn, Luisa Leidner, Aurelia Wahler und Elias Grutke); 2.:Ortsgruppe Haßfurt (Nick Naumann, Tanja Göbel, Tina Göbel, Annika Pfrang, Lena Binzenhöfer und Theresa Keller.

Stufe 2
1.: Ortsgruppe Haßfurt b (Georg Hiernickel, Hanna Müller, Martin Jäger und Mona Mühlfeld); 2.: Ortsgruppe Haßfurt a (Maja Mühlfeld, Vanessa Hauck, Hannes Hauck, Maik Morgen und Maja Wöhrl); 3.: Ortsgruppe Hofheim (Jan Hofmann, Elena Ott, Christina Ott, Salome Leidner, Jule Wagner, und Yannik Hanel.

Stufe 3
1.: Ortsgruppe Haßfurt (Franziska Müller, Julian Brand, Lea Spannheimer, Marcel Brand und Sarah Winter); 2.: Ortsgruppe Hofheim (Theresa Albert, Fabienne Göpfert, Franziska Müller, Anne Höfler, Anna Hepp und Romy Gerner).

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