Pfarrweisach

Rat setzt auf Selbsthilfe

Sanierungsarbeiten im Bereich der Pfarrweisacher Grundschule soll der Bauhof erledigen. Das Geld für eine Fremdfirma will man sich sparen.
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Sicherungsmaßnahmen mussten am Eingang der Grundschule in Pfarrweisach vorgenommen werden. Besonders drei von insgesamt neun Stützpfeilern sind stark angerostet und wurden vorab entsprechend abgesichert.  Foto: Helmut Will
Sicherungsmaßnahmen mussten am Eingang der Grundschule in Pfarrweisach vorgenommen werden. Besonders drei von insgesamt neun Stützpfeilern sind stark angerostet und wurden vorab entsprechend abgesichert. Foto: Helmut Will
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Für Pfarrweisach und Ortsteile wurden in der Gemeinderatsitzung am Donnerstag im Rathaus Pfarrweisach Neukalkulationen für die Abwasseranlagen beschlossen. Kritik übten einige Gemeinderäte am Verfahren bei verschiedenen Auftragsvergaben und am Einsatz von Mitarbeitern des gemeindlichen Bauhofs.
Am Eingangsbereich der Grundschule Pfarrweisach sind drei von neun Stahlstützen, welche die Überdachung tragen, stark korrodiert, sagte Bürgermeister Ralf Nowak (ULB). Mittels Baustützen wurde das Ganze als erste Sicherungsmaßnahme untersprießt. Nun sollen neue Konstruktionen mit Stahlbetonstützen Abhilfe schaffen. "Die Gesamtkosten wurden auf 10 000 Euro geschätzt", so der Bürgermeister. Mit den Arbeiten solle eine Firma beauftragt werden, riet er. Die Gemeinderäte Markus Oppelt und Christoph Göttel meinten, solche Arbeiten könne auch der Bauhof erledigen, der über qualifizierte Leute verfüge.
Werner Hauck schlug vor, die drei betroffenen Stützen kurzfristig von Mitarbeitern des Bauhofes ersetzen zu lassen, die übrigen sechs könnten nach und nach ausgebessert werden", meinte Hauck. Zweiter Bürgermeister Rüdiger Kuhn (CSU) brachte die Haftung für solche Arbeiten ins Gespräch. Schließlich wurde der Beschluss dann aber in der Form gefasst, wie von Hauck vorgeschlagen.
Abgelehnt wurde ein Honorarangebot eines Büros in Höhe von 7130 Euro für die Projektierung der energetischen Sanierung der Heizungsanlage im Rathaus Pfarrweisach, welches Bürgermeister Nowak vorstellte. "Hier hatten wir sogar mit etwa 10 000 Euro gerechnet", sagte Nowak. Die Gesamtkosten für das Heizungsprojekt würden etwa 30 000 Euro betragen. Auch hier hinterfragten die Räte Oppelt und Göttel, ob man dafür einen Planer benötige. Kämmerer Horst Junge merkte an, dass eine Projektierung eventuell wegen der Förderung der Maßnahme nötig wäre. Das sollte erst einmal abgeklärt werden, schlug Rüdiger Kuhn vor. Eine Entscheidung wurde zurückgestellt.
Den Rechenschaftsbericht für das Jahr 2015 erstattete der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft, Horst Junge. "Er fällt etwas günstiger aus, als er veranschlagt war", sagte Junge und es habe keine Besonderheiten gegeben. Die Kassenlage der Gemeinde sei geordnet. Hinsichtlich des Haushaltvollzuges für 2016 billigte das Gremium eine Überschreitung von 9500 Euro, welche für eine Unterhaltungsmaßnahme der Wasserversorgung in Altenstein notwendig wurde. Erfreulich entwickeln sich die Einnahmen bei der Gewerbesteuer, die mit 80 00 Euro angesetzt waren, aber zum 30. September schon 107 900 Euro betrugen. "Insgesamt verlief alles planmäßig", sagte Junge.


Manche Ortsteile zahlen mehr

Kalkulationen und Neufassungen wurden für die Abwasseranlagen der Gemeinde vorgenommen, wobei sich für die Ortsteile sehr unterschiedliche zahlen ergeben. Für Lohr bleibt es beim bisherigen Preis von 0,24 Euro pro Kubikmeter. Eine Grundgebühr wird nicht erhoben. Ein Überschuss von 1800 Euro fließt in die neue Kalkulation mit ein.
Auch für Römmelsdorf bleibt auch alles beim Alten. Weiterhin beträgt der Preis 0,40 Euro pro Kubikmeter, auch hier werden keine weiteren Gebühren erhoben. "Ein- und Ausnahmen halten sich hier die Waage", sagte Junge. Eine Erhöhung von 1,95 auf 2,22 Euro pro Kubikmeter hingegen wurde für Dürrnhof, Herbelsdorf, Kraisdorf und Lichtenstein beschlossen. Werner Hauck kritisierte die Grundgebührenerhöhung von 24 auf 36 Euro pro Jahr. Bei vier Gegenstimmen wurde aber auch das beschlossen.
Für Rabelsdorf erhöht sich der Kubikmeterpreis von einem auf 1,05 Euro, die Grundgebühr bleibt mit 24 Euro pro Jahr gleich. Die neue Beitrags- und Gebührensatzung samt einigen redaktionellen Änderungen wurde angenommen.
Die Schule in Lichtenstein und die Wohnung am Bauhof Pfarrweisach bekommen neue Mieter, teilte Nowak mit. Die Altensteiner Straße soll ab 2. November mit einer neuen Asphaltdecke ausgestattet werden.

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