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Sand am Main
90. Geburtstag

Rastloser Streiter für die Gewerkschaft und das Wohl Sands

Die Gemeinde Sand, aber auch die Sache der Gewerkschaft haben ihm viel zu danken. Jetzt feierte Artur Schneider sein 90. Wiegenfest. Anlass auf ein bewegtes Leben zurückzublicken. Selbst als Ruheständler war Schneider noch viel auf Achse, organisierte Reisen und gründete ein eigenes Reiseunternehmen.
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Artur Schneider
Artur Schneider
Bei bester Gesundheit feierte in Sand Artur Schneider seinen 90. Geburtstag. Der angesehene Jubilar, der als Postmann, Gewerkschafter und im Vereinsleben einiges bewegt hat, kann auf ein erlebnisreiches Leben zurückblicken.

Geboren wurde er in Bad Königshofen und bei den Preh-Werken in Bad Neustadt zum Industriekaufmann ausgebildet. Von 1942 bis Kriegsende leistete er Wehrdienst und zog sich eine schwere Kriegsverletzung zu. Von April 1946 bis Juni 1950 setzte er seine Beschäftigung bei der Firma Preh fort.

Die Liebe zog ihn nach Sand

Die Liebe zu seiner Frau Erna, eine geborene Ruß, führte ihn schließlich in seine neue Heimat Sand am Main. Hier arbeitete er als Einzelhandelskaufmann beim "Konsum", einem Lebensmittelmarkt. Ab 1955 übernahm Artur Schneider die Poststelle Sand und wurde 1963 ins Beamtenverhältnis übernommen. Als Gewerkschaftler wurde er bereits 1964 in den Post-Bezirkspersonalrat in Nürnberg gewählt, ab 1966 saß er zusätzlich im Hauptpersonalrat in Bonn. Im höchsten Gewerkschaftsgremium, der Verhandlungskommission, nahm er an den Verhandlungen mit dem Bundespostministerium in Bonn teil. Seine Verdienste wurden 1975 mit dem Bundesverdienstorden gewürdigt. 1978 wechselte er vom Postdienst zum Fernmeldeamt nach Bamberg, wo er 1984 als Postsekretär in den Ruhestand ging.

Der Jubilar war nicht nur im Beruf erfolgreich, er brachte sich auch nachhaltig ins Sander Vereinsleben mit ein. So war er in früheren Jahren Mitorganisator der Theatergruppe der KAB, Mitgestalter des Sander Faschings und über viele Jahre der erste Präsident der Sander Büttensitzungen. Heute ist er noch Mitglied beim FC Sand, beim VdK, bei der KAB und beim Obst- und Gartenbauverein.

Für Sand eingesetzt

Artur Schneider hat sich auch sonst für die Gemeinde Sand eingesetzt. So hat er bei der Gebietsreform für den Erhalt der Selbstständigkeit von Sand gekämpft und als Vorsitzender die Bürgerinitiative "Keine Schweinemastfabrik" angeführt. Eine solche Schweinemastanlage war damals zwischen Knetzgau und Sand geplant. Beide Aktionen waren von Erfolg gekrönt und so ist Sand immer noch eine selbstständige Gemeinde ohne Geruchsbelästigung.

Kaum Rentner geworden,, begann der Jubilar, unterstützt von seinem Sohn Bernhard , Reisen zu organisieren: Wallfahrtsreisen nach Lourdes und Erholungsreisen in Deutschland, nach Italien, in die Slowakei und nach Ungarn oder Kurreisen nach Piestany. 1998 gründete er mit seinem Enkel Jürgen ein eigenes Reiseunternehmen. 23 Jahre lang, bis Ende 2013 begleitete er die vielen Gruppenkurreisen als Reiseleiter, worauf er seine gute körperliche Verfassung zurückführt.

Goldene Hochzeit gefeiert

1999 konnte er mit seiner Frau Erna goldene Hochzeit feiern. Aus der Ehe gingen die Söhne Bernhard und Günther hervor. Diese, deren Ehepartner sowie die Enkel und Urenkel gratulierten zum 90. Geburtstag. Seit dem Tod seiner Frau 2003 wird Schneider von der Familie seines Sohnes Günther betreut.

Seine Aktivitäten haben ihn bis heute geistig fit gehalten, nur seine Bewegungsfähigkeit ist etwas langsamer geworden. Für kleine Spaziergänge durch sein geliebtes Sand und für ein Schwätzchen zwischendurch reicht es aber immer noch. Durch seine Freundlichkeit, seinem Humor und seine Art, auf die Menschen zuzugehen, ist Artur Schneider eine Persönlichkeit, die hoch angesehen ist.

Glückwünsche überbrachten auch stellvertretender Landrat Michael Ziegler (CSU), Bürgermeister Bernhard Ruß (SPD) und Pfarrer Michael Erhart.

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