Prölsdorf

Prölsdorfer Kindergarten wird Forscherlabor

Das Interesse für Technik, Mathematik und Naturwissenschaft allgemein will die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" früh wecken. Der Kindergarten St. Sebastian wurde nun für seine Experimentierfreudigkeit ausgezeichnet.
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Kleine Forscher sind die Prölsdorfer Kindergartenkinder. Moritz weiß, wie er mit einem umgekehrten Glas aus einem ausgebrannten Teelicht ein Gummibärchen-U-Boot macht. Das geht,  "weil das Glas nicht leer ist, sondern voller Luft", sagt der Bub über das Experiment.  Fotos:  sw
Kleine Forscher sind die Prölsdorfer Kindergartenkinder. Moritz weiß, wie er mit einem umgekehrten Glas aus einem ausgebrannten Teelicht ein Gummibärchen-U-Boot macht. Das geht, "weil das Glas nicht leer ist, sondern voller Luft", sagt der Bub über das Experiment. Fotos: sw
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Ob in Gummistiefeln mit Käscher oder am Digital-Mikroskop: Im Kindergarten Prölsdorf sind kleine Forscher am Werk, die naturwissenschaftlichen Fragen auf den Grund gehen. Nun ist der Kindergarten offiziell "Haus der kleinen Forscher". Bei einer kleinen Feier wurde Kindergartenleiterin Ilona Schuster diese Woche die Plakette der gleichnamigen Stiftung überreicht. Unterstützt wird die Initiative "Haus der kleinen Forscher" von der IHK. St. Sebastian in Prölsdorf ist der erste unterfränkische Kindergarten, der diese Auszeichnung erhalten hat.

"Technischer Fortschritt kommt nicht von allein", stellte IHK-Vizepräsident Otto Kirchner bei der Übergabe des Siegels fest. Schon heute leide Deutschland unter einem eklatanten Mangel an Ingenieuren, daher halte er es für eine "grandiose Initiative", das Interesse an Technik früh zu wecken.
So sei es für die IHK quasi ureigenstes Interesse, die Stiftung und die Kindergärten zu unterstützen. Wer nämlich als "Haus der kleinen Forscher" ausgezeichnet wird, erhält nicht nur Anerkennung und Plakette, sondern auch Material für Experimente und Schulungen für das Personal.

Trainer helfen Erzieherinnen

Netzwerkpartner der Stiftung ist in Unterfranken die AWO, bei der Feier vertreten durch die Fachbereichsleiterin Cornelia Lachmayr und die Koordinationsleiterin Anna Rüthlein. Sie stellten die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" als die größte deutsche Initiative frühkindlicher Bildung vor. Mit dem Ziel, früh das Interesse für Technik, Mathematik und allgemein die Naturwissenschaften zu wecken, bildet die Stiftung Trainer aus, die dann die Erzieherinnen bei der Umsetzung begleiten. Mit den Projekten, die dann in den Kindergärten umgesetzt werden, erfolgt die Bewerbung um die Zertifizierung. Rüthlein dankte den Erzieherinnen (die Teilnahme bedeute schließlich, Freizeit in das Projekt zu investieren) und der IHK für die finanzielle Unterstützung.

Verstehen, wie Dinge funktionieren

Mit einem Lied zeigten die kleinen Prölsdorfer Forscher, was sie im Laufe verschiedener Projekte gelernt haben: sie wissen, warum der Schlitten den Hang hinab saust, wie ein Flaschenzug funktioniert und wie Werkzeug die Hebelwirkung nutzt. Sie beobachteten Kaulquappen und Mauersegler, schauten selbst mit den Augen einer Libelle, bauten ein Insektenhotel, eine Solarzelle und sogar eine Mini-Biogasanlage - und sie können Gummibärchen im Wasser versenken, ohne, dass sie nass werden.
Bürgermeister Oskar Ebert zeigte sich sehr stolz auf die kleinen Forscher in Prölsdorf. Er würdigte das große Engagement des Personals und der Elternschaft und hatte als kleines Geschenk die Zusage dabei, dass die Gemeinde die Einrichtung eines kleinen Forscher-Labors unterstützt. Auch hier werden wieder die Eltern Eigenleistung einbringen, um ihren Kindern optimale Rahmenbedingungen zu schaffen.

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