Eine eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe der Kriminalinspektion Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) hat eine bundesweite Einbruchserie in Firmengebäude aufgeklärt. Die sieben Verdächtigen stehen im dringenden Verdacht, mehr als 360 Einbrüche deutschlandweit begangen zu haben, wie die Polizei mitteilte. Nun ergaben die Ermittlungen, dass die mutmaßlichen Täter auch für drei Firmeneinbrüche in Rauhenebrach in Betracht kommen.

Unbekannte waren den Polizeiangaben zufolge in der Nacht zum 1. Dezember des vergangenen Jahres in ein Werksgebäude in der Ziegeleistraße in Untersteinbach eingedrungen. Die Täter hatten sich Zugang in den Bürotrakt verschafft, wo ihnen ein dreistelliger Geldbetrag, ein Fotoapparat sowie ein kleiner Möbeltresor in die Hände fielen.

In der nahe gelegenen Ebracher Straße waren die Einbrecher in eine Werkhalle eingedrungen. Hier wurden die damals Unbekannten auf ihrer Suche nach Wertgegenständen jedoch nicht fündig. Ebenfalls eine Werkhalle wurde von den Tätern in der St.-Kilian-Straße im Nachbarort Wustviel heimgesucht. Auch hier entstand kein Beuteschaden. Bei den drei Einbrüchen entstand ein Gesamtschaden in Höhe von etwa 1500 Euro.

Die weiteren Ermittlungen hatte in der Folge die Kriminalpolizei Schweinfurt übernommen. Im Rahmen der Tatortarbeit sicherten die Fahnder in den Firmengebäuden zahlreiche Spuren.

Wie inzwischen feststeht, können die Spuren der mutmaßlichen Einbrecherbande zugeordnet werden, die Anfang April durch Polizeikräfte aus Rheinland-Pfalz und Hessen in Offenbach festgenommen worden ist. Dies ergaben die umfangreichen Ermittlungen der sogenannten Einsatzgruppe "Flex" der Kriminalinspektion in Idar-Oberstein.

Bei den Verdächtigen handelt es sich laut Polizeiangaben um sieben Personen: zwei deutsche Frauen sowie vier Männer und eine Frau mit albanischer/kosovarischer Abstammung. Die Polizei beziffert den Gesamtschaden bei den über 360 Straftaten in ganz Deutschland auf rund 1,2 Millionen Euro.