Haßfurt
Karikaturen

Pointiert und mit spitzer Feder

Eine Ausstellung im Haßfurter Bibliotheks- und Informationszentrum beleuchtet das Verhältnis zwischen Afrika und Europa mit Zeichnungen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Alle Karikaturen auf einem Blick im Katalog für 6 Euro. Unser Foto zeigt von links Bürgermeister Günther Werner, die Österreicherin Ingrid Thieler aus Wülflingen und die Bermuderin Deborah Mund aus Haßfurt. Fotos: René Ruprecht
Alle Karikaturen auf einem Blick im Katalog für 6 Euro. Unser Foto zeigt von links Bürgermeister Günther Werner, die Österreicherin Ingrid Thieler aus Wülflingen und die Bermuderin Deborah Mund aus Haßfurt. Fotos: René Ruprecht
+13 Bilder
" Es ist gut, dass lustige Zeichnungen vertreten sind. Aber es ist richtig und wichtig, dass sich die Karikaturisten auch über hintergründige Themen wie Flüchtlingselend, Hungersnot und Waffenexport Gedanken gemacht haben", sagte Organisator Michael Kleiner bei der Eröffnung der Ausstellung "Alle in einem Boot" im Bibliotheks- und Informationszentrum am Marktplatz am Donnerstagabend. Wenn man Kunst und Lachen miteinander verbinde, dann sei man sehr schnell bei der Karikatur", so der Leiter Leiter der Stabsstelle Weltkirche bei der Erzdiözese Bamberg.

In Zusammenarbeit der VHS und dem BIZ Haßfurt wurde die Ausstellung nach Haßfurt geholt, für welche die bundesweiten Feierlichkeiten des Weltmissionssonntages durch das päpstliche Missionswerk "missio" in der Erzdiözese Bamberg im Herbst 2011 Anlass waren. Senegal war das Blickpunktland.


Internationales Zeichner

Insgesamt 28 prominente Karikaturisten aus Deutschland, Österreich, Holland und dem Senegal unterstützen die Karikaturausstellung mit ihren Zeichnungen ohne oberflächliche Betrachtungen. Der Rundgang durch die Ausstellung konfrontiert die Betrachter mit heiter-kritischen Sichtweisen zu globalen Entwicklungsthemen. Neben den verblüffenden Perspektiven im Verhältnis Afrika und Europa wird die eigene Wahrnehmung gründlich hinterfragt.


Vielgestaltiges Ergebnis

Das Ziel war und ist, die Eine-Welt-Thematik auch einem größeren, nicht unbedingt kirchennahen Publikum nahezubringen. Das Ergebnis ist vielgestaltig. Schonungslos beleuchten die Karikaturisten das Verhalten von Touristen auf dem Schwarzen Kontinent, das Bemühen um eine "gerechte" Entwicklungshilfe oder die Frage, welcher Kontinent im 21. Jahrhundert missioniert werden sollte.
Als Besonderheit der Ausstellung werden Zeichnungen dreier Karikaturisten aus dem Senegal zum gleichen Thema gezeigt. Die knapp 70 Karikaturen sind noch bis 24. Februar zu sehen. Die Ausstellung kann während den Öffnungszeiten des BIZ am Marktplatz besucht werden.
Die Ausstellung, für die der Eintritt kostenlos ist, ist auch für Schulen geeignet.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren