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Maroldsweisach
Bürgerversammlung

Plan für Dorferneuerung auf Eis gelegt

Probleme mit der Ausschreibung sorgen für Verzögerungen beim Vorhaben im Maroldsweisacher Gemeindeteil.
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Der Kinderspielplatz hinter der ehemaligen Schule brennt den jungen Bürgern aus Birkenfeld auf den Nägeln. Dieser müsse entsprechend umgestaltet werden, wurde gefordert - gegebenenfalls auch, bevor es mit der punktuellen Dorferneuerung voran geht, wurde gefordert.  Foto: Helmut Will
Der Kinderspielplatz hinter der ehemaligen Schule brennt den jungen Bürgern aus Birkenfeld auf den Nägeln. Dieser müsse entsprechend umgestaltet werden, wurde gefordert - gegebenenfalls auch, bevor es mit der punktuellen Dorferneuerung voran geht, wurde gefordert. Foto: Helmut Will
Die punktuelle Dorferneuerung für den Maroldsweisacher Gemeindeteil Birkenfeld hat das Ratsgremium schon mehrfach beschäftigt. Am 30. März war erstmals bei einer Bürgerversammlung in Birkenfeld darüber diskutiert worden. Am Dienstag gab es eine Neuauflage, allerdings nicht mit zufriedenstellendem Ergebnis für die Bürger des Dorfes. Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) war gekommen, um den 24 Versammlungsteilnehmern aus Birkenfeld mitzuteilen, dass die geplanten Maßnahmen vorerst "auf Eis" gelegt werden müssten.


Umfassende Pläne

Geplant war, wie bei der Bürgerversammlung im März dargelegt wurde, das Umfeld der Schule und den Kinderspielplatz neu zu gestalten. Am Kriegerdenkmal, zentraler Ort im Dorf, sind ebenfalls Verbesserungen im Rahmen der punktuellen Dorferneuerungen angedacht, wie auch im Umfeld der Kirche. Am Ortseingang aus Richtung Schweinshaupten soll auf der linken Seite eine Bushaltestelle mit Parkmöglichkeiten entstehen. Auch ein Pavillon ist vorgesehen. Der bestehende Wasserhochbehälter soll abgebrochen und zurückgebaut werden. Der Platz soll gestaltet und mit Bänken versehen werden.

397 000 Euro sind für die genannten Maßnahmen vorgesehen, womit, wie Bürgermeister Thein bei der ersten Bürgerversammlung Ende März gesagt hatte, "Birkenfeld insgesamt eine Aufwertung erfahren wird." Die Gemeinde hatte in ihrem Haushalt 200 000 Euro als Eigenleistung eingeplant.


Nur ein Angebot

Das alles muss nun hinausgeschoben werden, erläuterte der Bürgermeister. "Wir hatten diese Maßnahmen ausgeschrieben und sechs Leistungsverzeichnisse abgefragt, aber nur ein Angebot wurde abgegeben", so der Gemeindechef. Das eingegangene Angebot hätte die geplanten Kosten erheblich überschritten. Offensichtlich hätten die Baufirmen volle Auftragsbücher, so dass keine Angebote abgegeben wurden oder, wie vom Bürgermeister dargelegt nur eines, welches nicht wirtschaftlich und damit nicht akzeptabel sei.

Der Gemeinderat habe deshalb beschlossen, die Ausschreibung aufzuheben und im Oktober oder November neu auszuschreiben, sagte Wolfram Thein.
"Gegenwind" kam hier von Christian Raehse. "Warum mit der Ausschreibung bis November warten und nicht wieder gleich neu ausschreiben", fragte dieser. Angebote im November würden nicht anders ausfallen als jetzt, meinte er, da die Baufirmen schließlich auch weit vorausplanen würden.

Darüber entbrannte eine lebhafte Diskussion, die schließlich darin mündete, dass die erneute Ausschreibung, wie vom Gemeinderat beschlossen, im Oktober/November dieses Jahres erfolgen wird. Zweiter Bürgermeister Harald Deringer erläuterte dazu noch, dass die neue Ausschreibung entsprechend den zugesagten Fördermitteln erfolgen müsse, sie könne deshalb nur im Gesamtpaket ausgeschrieben werden und nicht, wie in der Diskussion eingebracht, eventuell die einzelnen Maßnahmen gesondert.

Der Bürgermeister sagte, er hoffe, dass die neue Ausschreibung Angebote bringen wird, die akzeptabel sind. "Ich gehe davon aus, dass wir dann mehrere Angebote erhalten werden", so Thein. Die für die Maßnahme eingestellten Haushaltsmittel könnten ins nächste Jahr übertragen werden, die Förderzusage des Amtes für Ländliche Entwicklung bleibe ebenfalls erhalten.

Weiter merkte der Bürgermeister an, dass das Bayernwerk im Jahr 2017 die geplante Erdverkabelung in Birkenfeld nicht realisieren könne. Deshalb werden Gespräche geführt, diese in 2018 zusammen mit der geplanten punktuellen Dorferneuerung durchzuführen.


Den Spielplatz vorziehen

Christan Raehse sprach den Spielplatz an. Dort werde schon seit eineinhalb Jahren geplant. Er meinte, diesen könne man schon vorab anlegen, da die Gemeinde die Kosten dafür so und so selber tragen müsse. "Warum sollen wir diesen nicht vorab reinplanen?", fragte er. Seine Tischnachbarin setzte sich dafür ebenfalls vehement ein. "Ich finde es traurig, dass nur ein Sandkasten da ist", sagte sie. Sie schlug vor, "etwas Provisorisches" am Spielplatz aufzubauen und forderte, dass die Gemeinde da endlich was tun müsse.
Bürgermeister Thein hielt dem entgegen, dass Provisorien nicht so sein Ding seien. Wenn etwas gemacht werde, solle es gleich vernünftig passieren, dand er.
Anderer Meinung war sein "Vize", Harald Deringer. Der schlug vor, dass man den Spielplatz vorziehen könne. "Ich denke, dass es dadurch keine Verschiebungen gibt, die für die Gesamtmaßnahme problematisch werden könnten", sagte Deringer. Bürgermeister Thein meinte auch, dass der Spielplatz am Geld nicht scheitern werde und sagte eine Überprüfung im Sinne der Anregungen zu.
Neue Informationen werde es für die Birkenfelder geben, wenn die neue Ausschreibung im Herbst erfolgt ist. "Es muss möglichst schnell weiter gehen und etwas passieren, das Ganze steht ja nun schon seit 2012/13 an", schloss Thein die Versammlung.

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