Pfarrweisach

Pfarrweisach spart bei der Beleuchtung

Die Gemeinde Pfarrweisach tritt auf die Kostenbremse. Durch die Umrüstung der Straßenlaternen und durch die sogenannte Halbnachtschaltung könnte die Stromrechnung deutlich gesenkt werden.
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Neue Lichttechnologie soll die alte Straßenbeleuchtung in der Gemeinde Pfarrweisach in den Schatten stellen. Sogar drei alte Quecksilberdampf-leuchten sind zurzeit noch in Betrieb.  Foto: Eckehard Kiesewetter
Neue Lichttechnologie soll die alte Straßenbeleuchtung in der Gemeinde Pfarrweisach in den Schatten stellen. Sogar drei alte Quecksilberdampf-leuchten sind zurzeit noch in Betrieb. Foto: Eckehard Kiesewetter
Nicht, dass in der Gemeinde die Lichter ausgingen, aber beim Strom und bei der Energie für die Straßenbeleuchtung will der Gemeinderat im Zukunft erheblich sparen.

Die Bündelausschreibungen beim Strom haben sich für die Gemeinde Pfarrweisach gelohnt, teilte Bürgermeister Hermann Martin (ULB) bei der Sitzung am Donnerstag mit. "Künftig werden uns die Stadtwerke Burg beliefern." Damit spart die Gemeinde rund 7200 Euro Stromkosten jährlich.

Weitere Einsparmöglichkeiten stellte Burkhard Butz vom Stromversorger Eon Bayern vor. Er plädierte für die sukzessive Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Licht. Besonders bei den letzten drei noch vorhandenen Quecksilberdampfleuchten sei dies angeraten.

Eine weitere und zusätzliche Möglichkeit ist die Umstellung der Beleuchtung auf die Halbnachtschaltung. Dabei wird, wo technisch möglich, zwischen 22 und 5 Uhr oder zwischen 1 und 4 Uhr jeweils eine Glühbirne in Lampen mit zwei Glühbirnen abgeschaltet. Diese Möglichkeit fand beim Gemeinderat aufmerksames Gehör, da die Umrüstung im Zuge der turnusgemäßen Wartung der Straßenlampen relativ kostenneutral durchgeführt werden könnte.

Am Gemeindehaus in Lohr sollen im Zug der Sanierung nun auch noch die Fenster erneuert werden. Dazu legte der Bürgermeister ein Angebot für Holzfenster in Höhe von 35.700 Euro vor. Für diese Maßnahme würde es 50 Prozent Zuschuss vom Amt für ländliche Entwicklung geben. Auf Vorschlag von Werner Hauck soll geprüft werden, ob Kunststofffenster nicht günstiger wären.

Für die Dachsanierung des ehemaligen Wasserhäuschens Kraisdorf lag ein Angebot in Höhe von knapp 3500 Euro vor, die eine Fachfirma aus Wonsees veranschlagt hatte. "Das kann doch unser Bauhof oder einer der Zimmermänner aus der Gegend billiger", meinte Hauck. Der Bürgermeister hielt dagegen, dass der Bauhof chronisch überlastet sei. Bei der nächsten Sitzung soll Stefan Hofmann vom Bauamt der Verwaltungsgemeinchaft Näheres erklären.

Weiterhin beschäftigte der Umbau des Gemeindezentrums Kraisdorf zum Bürgerhaus wieder einmal den Gemeinderat. In diesem Fall vergab das Gremium die Aufträge für die Fenster in Höhe von 4363 Euro, die Zimmer- und Dachdeckerarbeiten in Höhe von 9286 Euro und die Klempnerarbeiten in Höhe von 1776 Euro. Bei diesen Aufträgen blieben die Kosten bisher teils weit unter den Schätzungen. Dies nahm der Gemeinderat wohlwollend zur Kenntnis.

Nahwärmenetz angeregt

Mehrere Bürger aus dem Gemeindeteil Kraisdorf hatten die Idee eingebracht, ein Nahwärmenetz in ihrer Ortschaft aufzubauen, an das auch das neue Bürgerhaus angeschlossen werden könnte. Dazu gäbe es 50 Prozent Förderung. Die restlichen Kosten würden die Kraisdorfer selbst tragen, sofern die Gemeinde sich bereit erklärt, die Trägerschaft zu übernehmen und das Unterfangen überhaupt zustande kommt. Mit dem Beschluss sicherte sich das Gremium ab, dass tatsächlich keine Kosten auf die Kommune zukommen.

Am Ratstisch kurz notiert

Freibad Badefreuden in Kraisdorf bleiben heuer komplett aus. Das Schwimmbad, das neben dem zurzeit im Umbau befindlichen Gemeindezentrum liegt, bleibt aus Sicherheitsgründen geschlossen, teilte Olaf Betz, der Vorsitzende des Schwimmbadvereins, mit.

Hecken Die Jagdgenossenschaft Junkersdorf erhält einen Zuschuss in Höhe von 133 Euro zu ihren Heckenpflegemaßnahmen. - Auf dem Friedhof Pfarrweisach soll die Hecke entfernt werden, welche die Urnengräber vom restlichen Friedhof abtrennt.

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