Gereuth
Veranstaltung

Oliver Pohl serviert in Gereuth ein ganz besonderes Gebäck

Beim Gartenmarkt im Schloss Gereuth gab es neben allerhand Blumen und Sachen für den Garten auch etwas für den Gaumen. Oliver Pohl fiel mit seinen über Feuer gegarten Spezial-Kuchen auf. Und manchem Besucher schmeckte das gleich dreifach gut.
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Oliver Pohl röstet Baumstriezel über glühender Holzkohle. Im Hintergrund bereitet Franziska Schade die Zutaten vor. Foto: Barbara Herbst
Oliver Pohl röstet Baumstriezel über glühender Holzkohle. Im Hintergrund bereitet Franziska Schade die Zutaten vor. Foto: Barbara Herbst
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Wenn das mal kein Kompliment für das Frankenland ist: Heidi Wiegand, Thürinigerin, verbringt ihre Freizeit gerne in der idyllischen ober- und unterfränkischen Natur.
Die rund 60 Kilometer Entfernung von ihrem Heimatort Hildburghausen nimmt sie immer wieder ohne Zögern in Kauf, um da zu sein, wo sie sich besonders wohl fühlt. "Ich bin ein Franken-Fan", sagt sie. Besonders die vielen Schlösser mit ihren großen Parks haben es ihr angetan.

Aller guten Dinge sind drei

Und weil hier regelmäßig Gartenfeste stattfinden, lässt sie auch so gut wie keines davon aus. Am vergangenen Wochenende traf sie der Fränkische Tag beim Gartenmarkt im Schlosspark Gereuth (Gemeinde Untermerzbach). Dort kaufte sie gerade ihren dritten Baumstriezel beim "Striezel-Oli".
Die wenigsten, die an dem Stand des 33-jährigen Oliver Pohl vorbeikommen, haben jemals von einem
Baumstriezel gehört. Heidi Wiegand bis vor kurzem auch nicht.
Doch dann sah sie diese ungewöhnlichen Teigrollen über dem Feuer garen, probierte davon und wurde schwach: "Die sind alle gut. Man kann sich nicht entscheiden", sagt sie. Deswegen habe sie zwei Sorten (die herzhafte Variante mit Käse und Schinken sowie eine süß-schmeckende Rolle mit Zucker und Nüssen) direkt vor Ort verspeist. Und nun nimmt sie sich noch die Variante Zimt und Zucker mit nach Hause.

Jeder darf probieren

Der Striezel-Oli aus Rossach (Landkreis Coburg) ist zufrieden. Großzügig lässt er alle, die an seinem Stand vorbeikommen, von seiner Spezialität probieren. Wer zwei Mal hinlangt und trotzdem nichts kauft, dem nimmt er es auch nicht übel. Aber die meisten wollen dann mehr und bestellen eine ganze Rolle. "Es ist ein spezieller Hefeteig. Das Rezept dazu stammt aus Siebenbürgen", erklärt er. Seine Urgroßmutter stamme aus Rumänien.

Selber ausprobieren

Vor einigen Jahren habe er durch Verwandte erstmals von den Baumstriezeln erfahren. Er war begeistert vom Geschmack der Teigrollen und entschied sich, selbst welche herzustellen. "Auf die traditionelle Art über Holzkohle", sagt er.
Unterstützung bekommt er in seinem Marktstand von einer Bekannten: Franziska Schade hilft Pohl dabei, den Teig vorzubereiten und die Zutaten fertig zu machen.
Die Besucherin Beate Leipold kommt gerade am Stand vorbei und probiert die Striezel. "Da könnt' mer sich neigeleech", sagt sie und bestellt gleich eine ganze Rolle für sich und ihren Mann.
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