Tretzendorf

Oberaurach will Sicherheit durch Hochwasserkonzept haben

Der Gemeinderat Oberaurach verständigte sich darauf, dass das Hochwasserkonzept endlich realisiert wird. Die Fluten vor einigen Wochen haben deutlich gemacht, dass etwas geschehen muss. Eine erste konkrete Maßnahme wird rasch umgesetzt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Hochwasser ist in Oberaurach ein Thema: Vor einigen Wochen waren die Feuerwehren gefordert, vor allem im Raum Tretzendorf. Hier drohte Gefahr an den Weihern, an denen der Damm zu brechen drohte. Unser Archivbid zeigt die mit Sandsäcken gesicherte Aurach. Foto: sw
Hochwasser ist in Oberaurach ein Thema: Vor einigen Wochen waren die Feuerwehren gefordert, vor allem im Raum Tretzendorf. Hier drohte Gefahr an den Weihern, an denen der Damm zu brechen drohte. Unser Archivbid zeigt die mit Sandsäcken gesicherte Aurach. Foto: sw
Das Hochwasserkonzept der Gemeinde Oberaurach muss endlich in die Umsetzung - sowohl was den Hochwasserschutz selbst als auch die Ausrüstung und Zusammenarbeit der Feuerwehren betrifft. Darin war sich der Gemeinderat Oberaurach in seiner Sitzung am Donnerstagabend einig.

Die Hochwasserlage Ende Mai/ Anfang Juni hatte deutlich gemacht, wie wichtig ein solches Konzept ist, dessen Erstellung der Gemeinderat schon 2010 beschlossen hatte. Warum seitdem nichts geschehen sei, musste sich Bürgermeister Thomas Sechser (CSU) am Donnerstag fragen lassen. Die SPD-Fraktion hatte einen Antrag eingereicht, der sowohl die sofortige Erstellung des Konzepts zum Hochwasserschutz als auch die Überprüfung der Feuerwehr-Ausstattung forderte. Thomas Sechser nutzte die Gelegenheit zunächst, sich bei den Feuerwehrleuten, allen Helfern und Unterstützern, seinem Zweiten Bürgermeister Hans Albert und Verwaltungsleiter Bernhard Denner für das Krisenmanagement zu bedanken. Er selbst kam erst gegen Ende des Einsatzes aus dem Urlaub zurück.

Er bedauerte, dass Oberaurach mit der Umsetzung des Beschlusses von 2010 noch nicht wirklich weiter kam. Vertrauend auf die Beratung durch das Wasserwirtschaftsamt, habe die Gemeinde die Ausschreibung für die Erstellung eines solchen Konzeptes in der Verwaltung vorbereitet, dann auf Anraten des Amtes nochmals nachgebessert, um dann zu erfahren, dass die Ausschreibung so kompliziert ist, dass das ein Ingenieur fertigen muss. Daraufhin habe die Gemeinde Angebote eingeholt. Die Preise waren laut Sechser aber so breit gefächert - von 6500 bis 21.000 Euro -, dass man sich erneut beraten habe. Inzwischen ist er überzeugt, wie der Bürgermeister sagte, dass man ein Ingenieurbüro beauftragen müsse, wenn man ein stimmiges Konzept haben wolle. Schließlich müsse eine Planung die verschiedenen Wechselwirkungen von Maßnahmen im gesamten Aurachtal berücksichtigen.

Gemeinderat Thomas Karg kritisierte, dass der Gemeinderat so lange nach einem Beschluss nicht informiert wurde, dass es in der Umsetzung hapert.

Im Gemeinderat gab es keinen Widerspruch gegen die Auftragsvergabe an ein Ingenieurbüro. Ein neuralgischer Punkt, der ebenfalls schon vor längerer Zeit behandelt wurde, soll so schnell wie möglich entschärft werden: ein neuer Abfluss des offenen Grabens, der in Oberschleichach vom Kohlberg kommt und sich derzeit bei starkem Regen wegen der defekten Verrohrung in der Steigerwaldstraße auf Privatgrundstücke zurückstaut. Ein richtiges Einlaufbauwerk und ein ausreichend dimensionierter Kanal sollen dieses Wasser künftig dem Seebach zuleiten. Dafür gibt es zwei Alternativen, die jetzt planerisch geprüft werden sollen.

Die Gemeinderätin Christine Stark mahnte außerdem an, die Zusammenfluss-Situation des Schäßbachs in die Aurach in Kirchaich zu bereinigen, was eigentlich mit relativ wenig Aufwand zu machen sein müsste.
Allerdings, so Gemeinderätin Sabine Weinbeer, sei es mit Abfluss-Verbesserungen alleine nicht getan. Sie würden zwar neuralgische Punkte entschärfen, grundsätzlich seien aber Pufferzonen nötig, um die Problematik nicht einfach nur Aurach-abwärts zu verlagern.

Zur Ausrüstung der Feuerwehren machte Bürgermeister Sechser deutlich, dass in Oberaurach noch nie so viel in die Feuerwehren investiert wurde wie in den vergangenen Jahren. Jedoch stellte Norbert Gülta (Feuerwehrkommandant in Kirchaich) fest, dass es hier nicht um Fahrzeuge gehe, sondern um gewisse Grundausstattung wie Gummistiefel und Regenjacken und vor allem regelmäßige Kommandanten-Besprechungen und ein Konzept für die Zusammenarbeit. Die Thematik wird noch im Juli bei einer Kommandanten-Besprechung bearbeitet, wurde vereinbart.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren