Ebern
Wachwechsel

Neuer Chef für Polizei in Ebern

Der Inspektionsleiter Jürgen Watzlawek wurde verabschiedet. Seine Nachfolge tritt Polizeioberkommissar Joachim Hupp an - für ein halbes Jahr.
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Jetzt ist es offiziell: Polizeipräsident Gerhard Kallert (rechts) überreicht an EPHK Jürgen Watzlawek die Ruhestandsurkunde.  Fotos: Helmut Will
Jetzt ist es offiziell: Polizeipräsident Gerhard Kallert (rechts) überreicht an EPHK Jürgen Watzlawek die Ruhestandsurkunde. Fotos: Helmut Will
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Nach fünf Jahren im Amt als Chef der Polizeiinspektion (PI) in Ebern hängt Erster Polizeihauptkommissar (EPHK) Jürgen Watzlawek mit 60 Jahren seinen Hut an den Nagel. Am Donnerstag wurde er im Rathaus durch den Polizeipräsidenten (PP) von Unterfranken, Gerhard Kallert, in den Ruhestand verabschiedet. Dieser führte den 33-jährigen Polizeioberkommissar (POK) Joachim Hupp als Watzlaweks Nachfolger ein. Hupp wird, wie Kallert sagte, der PI Ebern für ein halbes Jahr als Interimsleiter im Rahmen seiner Ausbildung für den höheren Dienst vorstehen.


Sicherheit fü 20 000 Bürger

Zahlreich waren Gäste aus Justiz, Kirche, Behörden, Schulen, Feuerwehr, Gemeinden, BRK, THW und Polizei gekommen, die Siegbert Weinkauf, stellvertretender Leiter der PI Ebern, willkommen hieß. "Der Wechsel im Amt des Dienststellenleiters ist ein Ereignis, das nicht nur für die Angehörigen der Polizeiinspektion von Bedeutung ist, sondern das auch benachbarte Behörden und die Öffentlichkeit interessiert", sagte Kallert. Dienststellen vor Ort würden zu Recht als Rückgrat der Bayerischen Polizei gelten. Dass sich 20 000 Bürger sicher fühlen konnten, dazu habe EPHK Watzlawek in seinem Dienstbereich beigetragen. Watzlawek habe auf engagierte Mitarbeiter der PI Ebern zählen können und sicher könne das auch sein Nachfolger.
"Es gilt, das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung nicht außer Acht zu lassen." Dieses Sicherheitsgefühl werde nicht nur von spektakulären Ereignissen wie terroristischen Anschlägen beeinflusst, sondern von vermeintlich kleineren Störungen, vor allem im persönlichen Nahraum, so der Polizeipräsident. Hierbei hob er die gute Aufklärungsquote im Landkreis Haßberge hervor. "68,2 Prozent aller registrierten Straftaten im Landkreis konnten aufgeklärt werden. Der Polizeipräsident machte deutlich, dass die Gewährleistung der Inneren Sicherheit und des Sicherheitsgefühls von keiner Dienststelle alleine geleistet werden könne, sondern Gesamtaufgabe der Gesellschaft sei.
Gerhard Kallert schildert den Werdegang von Jürgen Watzlawek, der mit 19 Jahren seine Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei in Würzburg begann. Er leistete Dienst bei der Bayerischen Grenzpolizei in Rottenbach, in Kiefersfelden und Neustadt bei Coburg. Von 1984 bis 1986 absolvierte er das Studium für den gehobenen Polizeivollzugsdienst und war danach bis zum Ende der DDR 1990 bei der Grenzpolizeistation Bad Rodach zuletzt für 16 Jahre als deren Leiter, bis er 2012 Chef der PI Ebern wurde. Nun könne er in den Ruhestand gehen, einen neuen Lebensabschnitt genießen, sowie seinen Hobbys, den Oldtimern frönen. Die Überreichung der Ruhestandsurkunde besiegelte den Abschied Watzlaweks aus dem aktiven Polizeidienst.


Chef "auf Bewährung"

Auf den "Neuen", den POK Joachim Hupp, der aus Marktbreit kommt, eingehend, sagte PP Gerhard Kallert, dass dieser im Rahmen einer sechsmonatigen Führungsbewährung die PI Ebern leiten werde. Er sei seit September 2001 bei der Polizei und stieg 2011 in den gehobenen Dienst auf. Dienst leistete er bisher in Ochsenfurt, Würzburg, beim Polizeipräsidium Unterfranken, der Kriminal- und der Verkehrspolizei . Großes Engagement habe er als Mitarbeiter in der unterfrankenweiten Arbeitsgruppe "Cybercrime"` und der bayernweiten Arbeitsgruppe "Polizeiliches Handlungskonzept Zuwanderung" gezeigt.
Landrat Wilhelm Schneider dankte dem scheidenden PI-Leiter für sein Wirken in Ebern und Umgebung. "Hier können die Bürger ohne Angst leben. Das ist auch ein Verdienst von Ihnen und der Einsatzbereitschaft aller unserer Polizisten vor Ort", so Schneider. "Die Eberner Polizei ist bürgernah, genießt großes Vertrauen und ist immer präsent."
Etwas bewegt, trat der "Alte", Jürgen Watzlawek, zu seiner Abschiedsrede an, die er mit einem umfassenden Dank verband, vor allem an seinen Vertreter, PHK Siegbert Weinkauf, der meist für die PI Ebern in der Öffentlichkeit präsent war. Watzlawek sagte:,"Die Zeit hier verging, wie auch meine 41 Dienstjahre, wie im Flug", sagte er. "Es hat mir Spaß gemacht, macht`s gut". "Der Neue", POK Joachim Hupp, versicherte "Ich weiß, dass Teamwork wichtig ist, was ich in 25 Jahren als Fußballer gelernt habe", bot seinen Kollegen und Netzwerkpartnern eine vertrauensvolle Zusammenarbeit an und versprach, "die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und für Sicherheit zu sorgen".
Philipp Arnold und dessen Tochter Eva sorgten für den den musikalischen Rahmen der Veranstaltung.
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