Altenstein
Homepage-Design

Neue Sichtweisen auf Burgenwinkel in den Haßbergen

Für Touristen, die sich für die Burgen, Schlösser und Ruinen in den Haßbergen interessieren, gibt es um eine umgekrempelte Informationsquelle.
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Blick auf die neue Homepage (siehe nächstes Bild) und die alte Attraktion: Susanne Volkheimer, die Bürgermeister Wolfram Thein, Jürgen Hennemann, Helmut Dietz, Inga Masemann und Dominic Braunreuter mit Laptop in der Ruine Altenstein.
Blick auf die neue Homepage (siehe nächstes Bild) und die alte Attraktion: Susanne Volkheimer, die Bürgermeister Wolfram Thein, Jürgen Hennemann, Helmut Dietz, Inga Masemann und Dominic Braunreuter mit Laptop in der Ruine Altenstein.
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Man stelle sich vor: Der erschöpfte Rittersmann steigt vom Pferd ab. Ihn dürstet. Wegen des Labsals hatte er sich ob einer geeigneten Herberge schon erkundigt, doch als er eintreten will, knallt er mit seiner Rüstung gegen die verschlossene Tür. Daneben prangt ein Schild: Neuerdings haben wir auch am Sonntag Ruhetag.

Zugegeben, eine fiktive Begebenheit. Im Bereich des Deutschen Burgenwinkels soll sie sich auch nicht zur Wirklichkeit werden, denn auf der neuen Homepage der Tourismusvereinigung, die am Dienstag online ging, finden sich die Daten aller gastronomischen Betriebe im Einzugsbereich ganz aktuell und neu aufbereitet.

Fünf Jahre nach dem Startschuss war eine Überarbeitung fällig."Es hat sich seither viel getan. Etliche Projektschritte wurden realisiert und Kooperationspartner sind hinzugekommen", blickt Geschäftsführerin Inga Masemann auf die Bildschirm-Version, womit sie auch ein persönliches Fazit verbindet.

Denn: Ihre Zeit als Projektmanagerin läuft aus und die Stelle wurde mit verändertem Zuschnitt vergangene Woche neu ausgeschrieben, wie Zweckverbandsvorsitzender Wolfram Thein, der Bürgermeister von Maroldsweisach, dazu erklärte. Masemann, die in den letzten Jahren zwischen Bremen, Coburg und Altenstein pendelte, wird sich nicht bewerben, sagte sie auf Nachfrage.

Zu ihrem Vermächtnis zählt neben dem Aufbau des Burgeninformations-Zentrums samt allen Außenstationen die neue Homepage, wo die Ergebnisse ihrer Bemühungen sprichwörtlich anschaulich zusammenfließen.

Beim neuen Design, für das Dominic Braunreuter von Inovanet aus Haßfurt verantwortlich zeichnet, wurde Wert auf große Bilder und eine stärkere Verlinkung mit vielen Partnern im Tourismus- und Gastrobereich gelegt. Dazu der Erlebnis-Charakter herausgestellt.

"Die Internetseite spiegelt Abenteuer, Burgenführer und wissenschaftliche Arbeiten wider", freut sich Masemann, wobei der Entdecker-Aspekt - das jeweilige Übersichtmenu ist in eine Art Turm eingebaut - vorrangig war und die Benutzerführung vereinfacht wurde, umreißt Dominic Braunreuter sein Konzept. "Wer tiefer einsteigen will, muss nur weiterklicken", ergänzte die Geschäftsführerin.

So fänden sich auch detaillierte Hinweise auf die Programmangebote für Schulklassen oder Kindergeburtstage zum Herunterladen oder Ausdrucken. Aber auch ganz konkrete Angabe zu den einzelnen Außenstation.

Zum klaren, schnörkellosen Design, das den Besucher der Webseite nicht "gleich erschlägt", so Inga Masemann, komme eine neue Veranstaltungs- und Partnerübersicht. So erfährt jeder Interessent, welche Gaststätte wann und wo geöffnet hat, weil auf die Datenbank der jeweiligen Gemeinden zurückgegriffen wird.


Gemeinsame Datenbank

Gleiches gilt auch für die Veranstaltungen, deren Meldungen im Landratsamt in Haßfurt zusammenlaufen und "für uns auf den Bereich des Burgenwinkels gefiltert abgebildet werden", wie Braunreuter und Masemann zeigen. Dazu kommen eigenen Burgenwinkel-Veranstaltungen, die wiederum an den Tourismusverband Franken weitergeleitet werden, wie Susanne Volkheimer vom Tourismusverband Haßberge ergänzte.

Fünf eigene Veranstaltungen sowie acht öffentliche Führungen hat Inga Masemann heuer organisiert. "Zu den Veranstaltungen kamen zwischen 35 und 100 Leute, bei den Führungen waren es zwischen 5 und 25."

Gerade für Wochenend-Ausflügler hofft Wolfram Thein auf weitere Verbesserungen. "Die Kooperation mit dem Pächter der Schwimmbad-Gaststätte ist gut angelaufen. Er wird in Abstimmung mit dem Burgeninformations-Zentrum auch während der Wintermonate öffnen, zumindest an Wochenenden."

Darüber hinaus gebe es die Idee, die alte Schule gastronomisch zu nutzen, woran auch der U-Boot-Pächter interessiert wäre. "Aber das zieht sich mit den Förder- und Genehmigungsverfahren hin." Als Vorbild hat Thein das Eberner Schwimmbad vor Augen. "Das war früher auch ein Kiosk, und hat sich zum ganzjährig geöffneten, beliebten Restaurant entwickelt."
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