Untermerzbach
Gemeinderat

Neue Heizkörper für die Memmelsdorfer Schule

Der Gemeinderat Untermerzbach beschloss, die Memmelsdorfer Schule mit neuen Heizelementen auszustatten. Zwei Förderprogramme werden verlängert.
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In der alten Schule in Memmelsdorf, die als Veranstaltungsraum von Vereinen genutzt wird, werden einige schadhafte Heizkörper ausgetauscht. Das hat der Gemeinderat am Montagabend beschlossen.  Foto: Helmut Will
In der alten Schule in Memmelsdorf, die als Veranstaltungsraum von Vereinen genutzt wird, werden einige schadhafte Heizkörper ausgetauscht. Das hat der Gemeinderat am Montagabend beschlossen. Foto: Helmut Will
Der Gemeinde Untermerzbach liegt viel daran, Anreize für junge Familien zu schaffen, sich im Gemeindegebiet anzusiedeln, dort neu zu bauen oder alte Anwesen zu sanieren. Die zwei Förderprogramme der Gemeinde sind abgelaufen oder laufen in Kürze ab und sollen nun verlängert werden. Beide Förderprogramme hätten sich bewährt, sagte Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) bei der Gemeinderatssitzung am Montagabend im Rathaus.

Die Gemeinde hat zwei Förderprogramme, eines zur Förderung junger Familien und eines zur Förderung der innerörtlichen Bausubstanz. Die finanziellen Anreize dieser Förderprogramme hätten mit dazu beigetragen, Bürger in das Gemeindegebiet zu bringen, sagte der Bürgermeister. Auch konnten hierdurch Neu- und Altbesitzer von 16 Grundstücken im innerörtlichen Bereich motiviert werden, die Anwesen neu zu beleben.


Erfolge mit Programmen

"Mit dem Programm für junge Familien wurden die unbebauten Grundstücke in unseren Baugebieten oder in den Kernorten an meist junge Familien und Bauwillige vermittelt", sagte Dietz. Interessenten möchten die Förderprogramme nutzen. Auf Chancen, welche die Förderprogramme für die Gemeinde schaffen, sollte man nicht verzichten, befand Dietz. Auch habe man das Thema mit dem Arbeitskreis Gemeindeentwicklung bereits diskutiert. Bürgermeister Dietz schlug vor, beideProgramme um weitere zwei Jahre zu verlängern.

Hierzu vermerkte Gemeinderat Gerald Karl (Bürgerblock/FW), dass es angebracht sei, künftig den Förderschwerpunkt auf die Innenorte zu lenken, um diese vermehrt zu stärken. Das Gremium nahm den Vorschlag des Bürgermeisters an und verlängerte die beiden Programme um weitere zwei Jahre.


Neue Heizkörper

Die Heizkörper in der alten Schule in Memmelsdorf, die von örtlichen Vereinen genutzt wird, geben ihren Geist auf. "Die 50 bis 60 Jahren Heizelemente sind vier und fünf Meter lange Stahlplatten und innen stark belegt, sodass der Vor- und Rücklauf nicht mehr geregelt werden kann", erläuterte Dietz. Es läge der Vorschlag einer Firma vor, vier kleinere Heizkörper zu installierten mit einem Kostenaufwand von 4000 Euro inklusive der notwendigen Rohrleitungen und sonstigem Zubehör sowie dem Arbeitsaufwand.
Auf Anfrage von Gemeinderat Karl, ob denn Alternativangebote eingeholt wurden, erläuterte der Bürgermeister, dass sich Vergleichspreise aus anderen gemeindlichen Vorhaben ergeben, die derzeit durchgeführt würden. Der Gemeinderat folgte dem Vorschlag des Bürgermeisters und lässt die Heizkörper in der Memmelsdorfer Schule austauschen.


Über 50 Jahre alte Spritzen

Die Tragkraftspritzen der Feuerwehren in Gleusdorf, Recheldorf und Obermerzbach sind in einem sehr schlechten technischen Zustand. Um langfristig die Feuersicherheit zu gewährleisten, ist eine Neuanschaffung der über 50 Jahre alten Geräte notwendig. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf 9000 bis 11 000 Euro pro Spritze. Letztendlich, so der Bürgermeister, muss aber noch eine Vorführung der Geräte abgewartet werden, bei der deren Leistungsfähigkeit beurteilt werden soll. Die anbietenden Firmen werden sich hierzu im März am Landsbacher Feuerlöschteich einfinden. Die Verwaltung hat bereits einen Förderantrag bei der Regierung von Unterfranken gestellt, um die Anschaffung bezuschussen zu lassen.


Vereint mit Rattelsdorf

Im bayerischen Förderverfahren kann es 60 000 Euro für den Breitbandausbau aus einem vorliegenden Förderbescheid geben. Dietz: "Mit einer interkommunalen Zusammenarbeit würden wir nochmals 50 000 Euro dazubekommen. Diesbezüglich haben wir eine Nachbargemeinde gesucht. Die einzige Gemeinde, die für uns in Frage kommt, ist der Markt Rattelsdorf. Helmut Dietz erläuterte die notwendige Prozedere des Förderprogramms. Es wurde beschlossen, eine Vereinbarung mit der Gemeinde Rattelsdorf einzugehen. Der Bürgermeister wurde vom Gremium ermächtigt, die nötigen Gespräche zu führen und die erforderlichen Verträge abzuschließen.
Die Initiative Rodachtal beschäftigt sich laut Mitteilung des Bürgermeisters derzeit intensiv mit dem Problem der innerörtlichen Leerstände und einer gleichzeitigen Ausweisung von Bauland. Besonders im Bereich Thüringens scheint hier eine Regelung angedacht zu sein, die eine Baulandneuausweisung von einer niedrigen Leerstandsquote abhängig macht.
Das "Anwandern" im Initiative-Gebiet findet diesmal im Bereich der Gemeinden Untermerzbach und Itzgrund statt. Am 6. Mai wird hierzu der Milanwanderweg, ausgehend von Hemmendorf, erwandert.


Sanierung am Kirchenportal

Das Eingangsportal der Obermerzbacher Kirche soll in der nächsten Zeit saniert werden. Die Vorbereitungen hierzu sind im Gange. Vor allem wird noch eine statische Bewertung des Vorhabens erwartet.
Vom Gartenmarkt im Gereuther Schloss soll auch das dortige Gartenfachgeschäft profitieren, so dass eine Verordnung erarbeitet wird, die zum Gartenmarkt verkaufsoffene Zeiten vorsieht.


Neue Regelung für das Gartenholz

Wie Bürgermeister Helmut Dietz bei der Ratssitzung mitteilte, ist es seit dem 1. Januar nicht mehr erlaubt, holzige Gartenabfälle innerhalb bebauter Ortsgebiete zu verbrennen, weil nach Angaben des Umweltministeriums ein flächendeckendes Netz für die Erfassung von Grüngut bestehe. Deshalb müsse die betreffende Verordnung der Gemeinde aufgehoben werden.

Die Aufhebung der Verordnung, führt außerdem dazu, dass pflanzliche Abfälle aus Privatgärten und Parkanlagen außerhalb der im Zusammenhang bebauter Ortsteile nur noch auf den Grundstücken, auf denen sie angefallen sind, verbrannt werden dürfen. Hierzu, so der Bürgermeister, müsse eine Genehmigung beim Landratsamt eingeholt werden.


Einwände am Ratstisch

Im Rahmen der Diskussion machte sich ein gewisser Unmut darüber breit, dass die anfallenden Abfälle nur noch auf dem Grundstück, auf dem sie angefallen sind, verbrannt werden sollen. Gemeinderat Heinrich Döhler (SPD) machte deutlich, dass sichergestellt werden müsse, dass bei Heckenschnittaktionen auch andere zentrale Stellen genutzt werden dürfen. "Anders sind Gemeinschaftsaktionen der Jagdgenossenschaften gar nicht vorstellbar", sagte Döhler.

Außerdem sind seiner Kenntnis nach die Gebühren für das Verbrennen von Abfällen außerhalb von geschlossenen Ortschaften im Landkreis wesentlich teurer als im benachbarten Coburger Landkreis. Hier müsse man auf Gleichbehandlung pochen. Der Gemeinderat stimmte der Aufhebung der gemeindlichen Verordnung zu.

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