Ebern
Neubau-Projekt

Neue Achsen für Fußgänger in Eberns Stadtmitte

Eberns Stadtrat geht den Bau des Weges vom Hallenbad-Kreisel zum Bahnübergang an. Dazu kommen noch zwei wichtige Querverbindungen.
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Am Boden nicht zerstört, sondern ausgelegt: Die Pläne für die künftigen Geh- und Radwege in Richtung Bahnhaltepunkt. Foto: Ralf Kestel
Am Boden nicht zerstört, sondern ausgelegt: Die Pläne für die künftigen Geh- und Radwege in Richtung Bahnhaltepunkt. Foto: Ralf Kestel
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Die Arbeiten zur Erweiterung der Realschule haben schon begonnen, wie danach die Gestaltung der Außenanlagen samt Pausenhof aussehen sollen, steht aber noch nicht fest. Die Vertreter der Stadt haben dazu aber schon ihre Vorstellungen und die wurden am Mittwochabend vor Ort festgezurrt. Der Bauausschuss billigte die Pläne von Landschaftsarchitekt Martin Ammermann, die eine neue Innenstadt-Tangente für Fußgänger und Radfahrer zwischen Hallenbad-Kreisel und Bahnhaltepunkt markieren.

Davon zweigen den Plänen zufolge zwei Querachsen ab. Ein Fußweg führt von der Sutte/Altenheim am Anlagen-Rondell vorbei zum Hallenbad und zur Coburger Straße.
Die zweite Ost-West-Verbindung führt an der Turnhalle entlang von der Georg-Nadler-Straße zum Wohnmobilstellplatz.


Fußweg oder Pausenhof?

Das Konfliktpotenzial dabei: Die erweiterte Realschule braucht Flächen für Pausenhof und (Lehrer-)Parkplätze. "Es gibt noch keine Freianlagen-Planung des Landkreises, das soll aber in den nächsten vier Wochen nachgeholt werden", sagte Zweiter Bürgermeister Harald Pascher (FDP), der die Sitzung leitete. Entsprechende Absprachen seien am Vormittag mit Landrat Wilhelm Schneider (CSU) getroffen worden.

Dabei klang von Architekt Ammermann an, dass entweder im Landratsamt oder in der Schulleitung die Idee kursiere, das Areal zwischen Realschule und Hallenbad komplett der Schule zuzuschlagen und einzuzäunen. Eine Horror-Vorstellung für viele der Eberner Bauausschussmitglieder.

Auch Bauamtsleiter Martin Lang betonte die Wichtigkeit einer barrierefreien Verbindung zum Hallenbad und der Achse zwischen Georg-Nadler-Straße und Wohnmobilstellplatz. "Diese Meinung müssen wir dem Landkreis gegenüber deutlich machen und vertreten."

Schon passiert, meinte Bürgermeister Pascher dazu. Auch Landrat Schneider wünsche keine Einzäunung des gesamten Bereiches nördlich der Realschule. Der sei schon immer ein Multifunktionsplatz gewesen, erklärte Klaus Schineller (EAL) mit Blick auf Basketballkorb und Tischtennisplatten (die dort aufgestellt waren). Weitere Spieleeinrichtungen hielt Martin Ammermann durchaus für vorstellbar. Solche seien im Bereich des Pavillons schon vorgesehen, ergänzte Bürgermeister Pascher. Sogar Wasserspiele.


Keine Anreize für Autofahrer

Der Weg auf der einstigen Bahntrasse zwischen Hallenbad-Kreisel und Bahnhof soll nicht geschottert, sondern asphaltiert werden, wobei sogar eine andere Farbe als schwarz in Betracht gezogen wird, wenn's "nicht zu viel kostet". Die Breite wurde mit 2,60 Meter angegeben, womit "Autofahrer nicht in Versuchung geführt werden".

Ein Gedanke, der Philipp Arnold (Freie Wähler) nicht losließ: "Warum wird nicht doch eine vernünftige Zufahrt zum Wohnmobilstellplatz geschaffen, damit die sich nicht durch die Altstadtgassen quälen müssen?"

Doch diese Debatte wurde nicht mehr vertieft. Beschlossen wurde die Asphaltierung mit 2,60 Meter Breite in Einfachstausführung ohne Seitenpflasterrand oder Wasserableitung. Die Ausschreibung der Arbeiten erfolgt in den nächsten Wochen. "Wir bauen das noch heuer", versprach Architekt Ammermann, damit im Oktober noch die ergänzende Bepflanzung erfolgen kann. Störungen durch die benachbarte Schulbaustelle werden nicht erwartet.
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