Maroldsweisach
Ferienprogramm

Nager, die in Nistkästen schlafen

Kinder lernten heimische Wildtiere und den Wald kennen.
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In einigen Meisennistkästen hatten sich Siebenschläfer eingenistet. Foto: pr
In einigen Meisennistkästen hatten sich Siebenschläfer eingenistet. Foto: pr
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Nach dem durchwachsenen Wetter des vergangenen Jahres, hatte der Wettergott heuer Mitleid mit den Kindern und bescherte ihnen Sonne und Wärme. So konnte der CSU Ortsverband kürzlich vor dem Schloss Birkenfeld zehn Kinder im Alter von fünf bis 13 Jahren und vier Begleitpersonen im Rahmen des schon traditionellen Ferienprogramms der Marktgemeinde Maroldsweisach begrüßen. Auch dieses Mal hieß es wieder: "Mit Förster Rupert Fichtner auf den Spuren der heimischen Wildtiere" und so startete die unternehmungslustige Schar in Richtung Büchelberg.


Kästen wurden kontrolliert

Während die Kinder im vergangenen Jahr wegen des schlechten Wetters die Nistkästen nicht kontrollieren konnten, waren sie heuer mit Begeisterung bei der Sache. Sie durften selbst Hand anlegen, um die Kästen zu säubern, damit im nächsten Jahr wieder Meisen darin nisten können.
In sechs von 14 kontrollierten Meisenkästen hatten sich Siebenschläfer eingenistet. Nachdem die kleinen Kerle begutachtet worden waren, wurden die Klappen wieder geschlossen und sie durften weiterschlafen.
Bei vielen kurzen Zwischenstopps und Trinkpausen erklärte Förster Rupert Fichtner das Prinzip der Forstwirtschaft und wieviel Aufwand notwendig ist, einen gesunden, mit vielen Baumarten durchwachsenen Wald zu haben, die Tierwelt in Wald und Flur zu hegen und zu pflegen, aber auch um den Bestand auf einer gesunden Anzahl zu halten. Dazu gehört auch, dass abgestorbene Bäume nicht einfach gefällt und zu Brennholz verarbeitet werden, sondern den Insekten und Vögeln, hier vor allem dem Specht, zur Verfügung gestellt werden, damit er Nisthöhlen für seinen Nachwuchs schaffen kann.
Der Förster legt auch Wasserstellen zum Trinken und Feuchtstellen zum Suhlen für Wildschweine an. Wildschweine sind nicht nur Schädling für die Landwirte, sondern Helfer im Wald. Mit der empfindlichen Nase spüren Wildschweine Nahrung im Boden auf und pflügen sie mit dem Rüssel aus der Erde. Auf diese Weise fressen sie viele Schädlingsraupen und durchlüften den Boden.
Nach zwei Stunden Marsch war die Jagdhütte am Büchelberg erreicht, wo das bereits eingespielte Team Melanie und Willi Gräbner und Adolf Korn mit gegrillten Bratwürsten auf die hungrigen Wanderer warteten.
Anschließend ging es quer durch den Wald in Richtung Sulzbach und dort an die Ermetz, um die Biberdämme zu bestaunen. Der europäische Biber ist in Deutschland besonders geschützt und kann sich deshalb ungehindert ausbreiten. Leider sind die Biber dämmerungs- und nachtaktiv, sodass man nur die von ihnen errichteten Staudämme und das angestaute Wasser sehen konnte. Entlang der Ermetz ging es nun im Wiesengrund in Richtung Birkenfeld, wo die Kinder wieder von ihren Eltern in Empfang genommen wurden.

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