Unterschleichach
Fall Janina

Nach Festnahme im Fall Janina: Bürger erhalten ihre Waffen zurück

Nach den Todesschüssen in der Silvesternacht in Unterschleichach (Landkreis Haßberge), bei der die elfjährige Janina ums Leben kam, erhalten nun die Jäger und Sportschützen in der Region ihre sichergestellten Waffen zurück.
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Symbolbild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Symbolbild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
+++ 11-Jährige Janina an Silvester erschossen: Urteil im Mordprozess

Weil nach dem tödlichen Schuss auf eine Elfjährige in der Silvesternacht der mutmaßliche Täter inzwischen festgenommen worden ist, erhalten die Jäger und Sportschützen von Oberaurach (Landkreis Haßberge) nun ihre Waffen zurück.

Wie die Polizei am Montag bestätigte, werden die im Rahmen der Ermittlungen sichergestellten Waffen jetzt wieder herausgegeben.


Überprüfung an möglicher Tatwaffe noch nicht abgeschlossen

Insgesamt wurden in der Region rund um den Tatort im Oberauracher Ortsteil Unterschleichach 60 Waffen vorläufig eingezogen und überprüft.
"Die Waffe, die die Tatwaffe sein könnte, bleibt natürlich weiterhin sichergestellt", sagte eine Polizeisprecherin. Die Überprüfung sei noch nicht abgeschlossen. Die Ermittlungen sowie die Auswertung von Hinweisen und Zeugenaussagen würden ebenfalls noch andauern.

In der Silvesternacht war die elfjährige Janina aus dem Landkreis Bamberg beim Feiern auf der Straße von einem Projektil am Kopf getroffen worden und gestorben. Fast zwei Wochen lang suchten die Ermittler erfolglos nach dem Täter. Alle Waffenbesitzer in dem 450 Einwohner zählenden Ort mussten ihre Kleinkaliberwaffen abgeben.

Am Ende kam die Polizei dank der ballistischen Untersuchung der Waffen und der Zeugenaussagen einem 53 Jahre alten Mann auf die Spur, der in direkter Nähe des Tatorts wohnte. Er gab nach seiner Festnahme zu, dass er unter anderem wegen des Krachs in der Silvesternacht verärgert gewesen war und deshalb drei- bis viermal in Richtung einer Menschengruppe geschossen hatte. Der 53-Jährige sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

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