Ebern

Mit der Schule geht's aufwärts

Die technische Ausstattung, das Image, die Schülerzahl und Umlagen steigen an der Mittelschule Ebern. Bei der Sitzung des Schulverbands erntete die Einrichtung viel Lob. Schulleiter Philipp Arnold rechnet damit, dass bald 245 Mädchen und Buben hier die Schulbank drücken.
Artikel drucken Artikel einbetten
Auf den Stufen zur Karriere eine gute Adresse: Die Mittelschule Ebern - die an der Fassade noch immer als Hauptschule firmiert, anderen Schulen in anderen Dingen aber voraus ist, zieht auch Schüler aus den Nachbarlandkreisen an. Foto: Eckehard Kiesewetter
Auf den Stufen zur Karriere eine gute Adresse: Die Mittelschule Ebern - die an der Fassade noch immer als Hauptschule firmiert, anderen Schulen in anderen Dingen aber voraus ist, zieht auch Schüler aus den Nachbarlandkreisen an. Foto: Eckehard Kiesewetter
Eigentlich sind Handys an der Mittelschule verpönt (und müssen beim Erwischt-Werden sogar im Sekretariat hinterlegt werden). Dennoch rücken sie sogar im Unterricht in den Fokus. Als eine von zwei Modellschulen in Unterfranken erhält die Medienerziehung an der Eberner Mittelschule ab dem nächsten Schuljahr einen besonderen Stellenwert.

"Wir wollen unseren Kindern Beistand geben beim Umgang mit Handy, Computer und Programmen", erklärte Konrektor Toni Binder bei einer Sitzung des Hauptschulverbandes am Dienstagabend im Lehrerzimmer. Zudem laufe ein anderes Projekt aus: Als Referenzschule für Medienbildung könne man künftig anderen Schulvertretern Hilfestellung auf diesem Aufgabenfeld geben.

Prädikate, die beim Schulverbandsvorsitzenden und Bürgermeister Robert Herrmann (CSU) auf Respekt stießen: "Es ist gut, wenn wir vorne mit dabei sind.
Ein guter Beitrag, dass unsere Absolventen in der Welt der neuen Medien mithalten können." Weitere 7400 Euro für Rechner und Monitore wurden somit bereitgestellt.

Gutes Klima

Wie Herrmann überhaupt das "gute Klima innerhalb der Schule" rühmte. Der Bürgermeister wörtlich: "Hier herrscht eine sehr gute Atmosphäre. Die Schule ist bestens ausgestattet und die Schüler werden bestmöglich gerüstet für Berufseinstieg oder Weiterbildung."

Um dieses Niveau zu halten und zu verbessern, braucht's Geld. Und darum ging es in der Schulverbandssitzung mit den Vertretern aus Burgpreppach, Untermerzbach, Königsberg, Rentweinsdorf und Ebern in der Hauptsache.

Die Umlage steigt

Die Verabschiedung des Haushaltes stand an, der naturgemäß einige Investitionen beinhaltet, die sich das Lehrerkollegium ausbedungen hatte. "Ich gehe davon aus, dass die Mitglieder des Gremiums den Haushalt nicht mit großem Jubel, aber mit großer Einsicht mittragen" - und mitzahlen, scherzte Herrmann, da für jeden Schüler fast 2000 Euro fällig werden.

Das ist mehr als in all den Jahren zuvor, obgleich der ungedeckte Aufwand im Rahmen bleibt, eine "in absoluten Zahlen ganz normale Steigerung", wie Herrmann befand. Nur: Diese Summe verteilt sich auf immer weniger Schüler (aktuell 195), weswegen die Umlage eben steigt. Hinzu kommt, dass derzeit rund 40 Kinder die Mittelschule besuchen, die aus keiner der Mitgliedsgemeinden stammen, somit aus der Umlage herausfallen. "Es wäre schön, wenn sich deren Heimatgemeinden entschlössen, ihren Beitrag zu leisten, aber zwingen können wir sie nicht", seufzte Bürgermeister Herrmann.

Einerseits unterstreiche der Besuch "von auswärts" die Attraktivität der Eberner Mittelschule mit Smartboards, M-Zug und Ganztagesangeboten, andererseits fehle eben das Geld, gab sich Herrmann ambivalent.
Rektor Philipp Arnold erkannte in der Anzahl der Schüler einen pädagogischen Vorteil, da "wir differenzierteren Unterricht anbieten können". Der Schulleiter peilt für das nächste Jahr sogar eine Schülerzahl von 245 an. "Da hat man sich sogar im Ministerium getäuscht, das von sinkenden Schülerzahlen ausgegangen war und jetzt fehlen bei uns im Landkreis die Lehrer, da zu wenig zugeteilt wurden."

Arnold selbst hat sich nicht getäuscht, als er auf die Unterstützung der Schulverbandsmitglieder baute. Genehmigt wurde die komplette Renovierung eines Klassenzimmers für 12 000 Euro, neue Stühle für Handarbeit- und Kunstraum (4100 Euro) sowie die Fertigstellungen eines Arzt-, Elternsprech- und Konferenzraumes (8000 Euro).

Beitrag zum Hallenbad-Bau

Eine Investitionsumlage wird dazu nicht fällig, wie Horst Junge aus der VG-Kämmerei vorrechnete. Das bleibt aber nicht lange so: Für den Bau des neuen Hallenbades, dessen Kosten nunmehr auf bis zu 5,2 Millionen Euro geschätzt werden, so Bürgermeister Herrmann, werden für den Schulverband in den nächsten drei Jahren rund 500 000 Euro fällig. "Ohne Investitionsumlage geht das nicht", ist sich Horst Junge schon sicher.

Nochmals ums Geld und eine Grundsatzentscheidung im ureigensten Wortsinn ging es bei der Entscheidung über den Verkauf von rund 500 Quadratmetern Ackerfläche an die Biomassewärme GmbH Ebern, die dort ein Blockheizkraftwerk für die Nahwärmeversorgung errichten möchte. Die Einnahmen aus dem Grundstücksgeschäft decken sich dann mit den Anschlusskosten.

Herkunft der Schüler

Ebern: 128

Rentweinsdorf: 33

Untermerzbach: 20

Burgpreppach: 10

Königsberg: 4
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren