Maroldsweisach
Ferienprogramm

Mit dem Förster durch den Wald

Der CSU-Ortsverband in Maroldsweisach lud die Kinder im Rahmen des Ferienprogramms zu einer Tour durch den Wald ein.
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Wenn es mit Förster Fichtner in den Wald geht, gibt es immer etwas zu bestaunen.  Fotos: Gerhard Schmidt
Wenn es mit Förster Fichtner in den Wald geht, gibt es immer etwas zu bestaunen. Fotos: Gerhard Schmidt
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Wie jedes Jahr, so lud auch heuer der CSU-Ortsverband Maroldsweisach im Rahmen des Ferienprogramms der Marktgemeinde Maroldsweisach zur Tour "Mit Förster Rupert Fichtner durch die heimischen Wälder" ein. 17 Kinder fanden sich im Hof des Birkenfelder Schlosses ein, um mit Rupert Fichtner und den Betreuern Franziska und Ludwig Biener die Natur in Wald und Feld näher kennen zu lernen.

Die lustige Gesellschaft zog durch den Ermetzgrund an den Hutten-Wiesen entlang. Hier wurde den Kindern erklärt, was es mit dem Namen Hutten auf sich hat. Das Adelsgeschlecht "von Hutten", die das Schloss Birkenfeld erbaut haben, bauten hier ihr Obst und Gemüse an, um ihre eigene Versorgung sicherzustellen. Später wurde vom Müller der Neumühle ein See angelegt, der zum Betrieb der Mühle gebraucht wurde.
1991, nach dem Sturm "Wiebke", wurde auf dem Gelände das Holz, das durch den Sturm angefallen war, durch Wasser besprüht, konserviert und bis zum Verkauf gelagert.

An der Mühle bestaunten die Kinder die alten Mahlsteine der bis in die sechziger Jahre noch aktiven Getreidemühle. Mit Erstaunen hörten sie, dass im Ermetzgrund insgesamt fünf Getreide- und Sägemühlen mit den dazugehörenden Seen und Mühlbächen standen.

Dann ging es weiter durch den Grund in Richtung Sulzbach, bis zur Haselgrundquelle, die ehemals als Quelle für die Maroldsweisacher Wasserversorgung vorgesehen war. Hier erklärte Rupert Fichtner, warum man dann aber auf andere Quellen zugreifen musste. Nach einer ausgiebigen Stärkung an der Zwischenstation, die der Förster im Wald extra angelegt hatte, ging es steil den Berg hinauf, über Stock und Stein, was den Kindern sehr viel Spaß bereitete. Sie stapften mit Begeisterung durch das Gelände. Hier konnten sie die Natur pur erleben. Große Waldameisenhaufen, viele essbare Pilze, von Wildschweinen aufgewühlten Boden, viele Insekten und Käfer sowie kleine Kröten wurde erklärt und bestaunt.

Immer wieder erzählte Rupert Fichtner Anekdoten aus seinem schier unerschöpflichen Erfahrungsschatz. An einer sogenannten "Kirrung", einem Platz, den der Jäger zum Ausbringen von Getreide oder Mais benutzt, um Schwarzwild anzulocken, durften die Kinder die aufgestellten Behältnisse mit Mais füllen. Der Förster erklärte den Kindern, wie dieses Anfüttern funktioniert und warum man das Wild bejagen muss. Die Teilnehmer erfuhren auch, dass man in der heutigen Zeit keine reinen Nadel- oder Laubwälder mehr anlegt, sondern den Mischwald bevorzugt. Ein gesunder Wald sei nicht nur für die Tiere überlebensnotwendig, sondern auch für den Menschen, da dort durch Fotosynthese der für dem Menschen lebensnotwendige Sauerstoff produziert wird.

Die Kinder lauschten begeistert den Erklärungen von Rupert Fichtner. Nach vielen kurzweiligen Erlebnissen und Erklärungen wurde nach drei Stunden die Jagdhütte auf dem Büchelberg erreicht, wo Adolf Korn sowie Melanie und Willy Gräbner den Grill angeheizt hatten. Nach dem Essen wurde wie immer als Nachspeise die gut mit Süßigkeiten gefüllte Tonne geplündert.

Zweiter Bürgermeister Harald Deringer stattete der lustigen Gesellschaft einen Besuch ab, um sich selbst ein Bild zu machen, wie das Ferienprogramm bei den Kindern angenommen wird. So wurde die Gegend um die Hütte ausgiebig bei Spiel und Spaß erkundet. Auf dem Rückweg nach Birkenfeld wurden noch die in den letzten Jahren aufgehängten Nistkästen überprüft und gereinigt. Von dreizehn Kästen waren drei von Hornissen, fünf von Siebenschläfer-Familien und nur fünf von Meisen bewohnt. Die Kinder durften unter der fachmännischen Anleitung durch Rupert Fichtner selbst Hand mit anlegen und mithelfen, zu überprüfen und zu säubern. Über Winhausen ging es dann Richtung Schloss Birkenfeld, wo die Eltern auf ihren Nachwuchs warteten.

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