Haßfurt
Unfallserie

Massenkarambolage auf der A70 bei Haßfurt: zehn Menschen verletzt

Bei einer Massenkarambolage auf der A70 bei Haßfurt sind am Sonntag zehn Menschen verletzt worden, drei davon schwer. 17 Fahrzeuge waren beteiligt.
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Karambolage bei Haßfurt auf der A70 Foto: Ferdinand Merzbach
Karambolage bei Haßfurt auf der A70 Foto: Ferdinand Merzbach
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Ein schwerer Unfall hat sich am Sonntag auf der A70 zwischen Haßfurt und Knetzgau ereignet, teilte die Polizei mit. Die Autobahn war in beide Richtungen stundenlang gesperrt.
Wie das Polizeipräsidium Unterfranken in Würzburg um 20.37 Uhr berichtete, waren bei dem Verkehrsunfall auf der A70 mit mehreren Folgeunfällen am Sonntagabend zehn Personen verletzt worden, drei davon schwer. Insgesamt 17 Fahrzeuge waren in die Verkehrsunfälle verwickelt. Insgesamt 25 Menschen mussten betreut werden, hieß es.

Zu dem ersten Verkehrsunfall war es kurz vor 17.30 Uhr zwischen den Anschlussstellen Haßfurt und Knetzgau in Fahrtrichtung Bamberg gekommen. Offenbar aufgrund eines Graupelschauers verlor ein Seat-Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam rechts von der Fahrbahn ab und an einer Böschung zum Stehen. Ein Dacia-Fahrer hielt daraufhin auf dem Seitenstreifen, um den Insassen im Seat zur Hilfe zu eilen.




Der Ersthelfer und seine Frau brachten den Seat-Fahrer, dessen Beifahrerin und zwei Kleinkinder aus dem Unfallfahrzeug. Nur einen Augenblick später geriet ein Skoda ebenfalls rechts von der Fahrbahn ab, fuhr dabei die Böschung entlang und erfasste schließlich die Frau des Ersthelfers, den aus dem Seat befreiten Fahrer und dessen Kind. Die drei Personen erlitten dabei schwere Verletzungen. Sie wurden mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser geflogen. Nachdem sich hinter der Unfallstelle bereits ein Stau gebildet hatte, kam es noch zu drei weiteren Folgeunfällen, bei denen mindestens sechs weitere Personen Verletzungen davongetragen haben.

Die Verkehrsunfälle wurden von Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck aufgenommen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wurden auch zwei Sachverständige eingeschaltet. Außerdem war ein Großaufgebot des Rettungsdienstes und der örtlichen Feuerwehren im Einsatz. Auch das THW befand sich an der Unfallstelle. Vier Hubschrauber waren im Einsatz.

Zur Versorgung der verletzten Personen wurde auf der Gegenspur in Richtung Würzburg ein Zelt errichtet, in dem Verletzte versorgt und andere Beteiligte betreut werden. Mehr als zehn beteiligte Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

UPDATE: Wie die Polizei am Montagmittag berichtet, sind inzwischen alle Verletzten außer Lebensgefahr.

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