Maroldsweisach
Gemeinderat

Maroldsweisachs Ratsgremium bewilligt die Gründung der "Löschgruppe Todtenweisach"

Aus der Feuerwehr im Maroldsweisacher Gemeindeteil wird nun offiziell eine Löschgruppe. Hintergrund ist die geringe Personalstärke.
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Die Feuerwehr im Marldsweisacher Gemeinedeteil Todtenweisach wird künftig alls "Löschgruppe" geführt.  Foto: Symbolbild/Michael Stelzner
Die Feuerwehr im Marldsweisacher Gemeinedeteil Todtenweisach wird künftig alls "Löschgruppe" geführt. Foto: Symbolbild/Michael Stelzner
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Bestätigt wurde bei der Sitzung des Gemeinderats von Maroldsweisach vom Gremium Christian Storf als Erster Kommandant der Feuerwehr Pfaffendorf. Storf ist im Alltag bei der Polizeiinspektion Haßfurt beschäftigt. Es ist nicht so häufig der Fall, dass ein Polizeibeamter sich als Feuerwehrkommandant engagiert, jedoch ist dies, wie bei der Sitzung deutlich wurde, nach Vorgabe des Innenministeriums unter bestimmten Voraussetzungen möglich. "Kreisbrandrat Ralf Dressel hat hierzu sein Einverständnis erklärt", sagte Bürgermeister Wolfram Thein (SPD). Der Gemeinderat bestätigte Storf in diesem Amt.


Die kleinen Ortsteile

Neu gebildet wird eine "Löschgruppe Todtenweisach". Dies sei mangels ausreichender Feuerwehrkräfte in kleinen Ortschaften des Marktes nötig, erläuterte der Bürgermeister. Schon im November 2014 hatte Kreisbrandmeister Michael Pfaff aus Zeil die Verantwortlichen der Feuerwehren im Marktgemeindegebiet über diese Möglichkeit unterrichtet, einem Personalmangel entgegenzuwirken. Unter den Kommandanten von Todtenweisach, Gückelhirn und Geroldswind herrschte in dieser Hinsicht Einvernehmen, sagte Thein. Sie waren auch bei der Sitzung am Montag anwesend.

Konkret war die Sache im November 2016 bei einer Versammlung in Geroldswind geworden, als man sich unter den Feuerwehrverantwortlichen auf eine gemeinsame "Löschgruppe Todtenweisach" zusammen mit den Wehren in Gückelhirn und Geroldswind einigte. Auch der Gemeinderat gab dazu sein Einverständnis. Bürgermeister Wolfram Thein hob die wichtige Bedeutung der Arbeit der Wehren hervor und bezeichnete die Feuerwehrvereine als "prägende Vereine der Dorfkultur."


Förderprogramm verlängert

Bis zum 31. Dezember verlängert wurden die Förderprogramme zum Erwerb von Immobilien und Grundstücken sowie das Förderprogramm für Investitionen zur Nutzung vorhandener Bausubstanz. Dazu erklärte Verwaltungsleiter René Schäd, dass eine Studie in Auftrag gegeben wurde, von der man sich Impulse und Hinweise dazu erhoffe, wie man künftig Förderprogramme anbieten oder aufstellen könne. Deshalb sollte man die bestehenden Förderrichtlinien erst einmal bis Ende des Jahres verlängern, um dann bei einer weiteren Verlängerung möglicherweise neue Erkenntnisse mit einfließen lassen zu können.

Der Bürgermeister merkte an, dass man mit den Fördermöglichkeiten aufgrund der großen Nachfrage an der "Höchstgrenze der Möglichkeiten" angelangt sei. Nach den Worten von Wolfram Thein hätten die Förderprogramme positive Wirkung gezeigt, weshalb man diese weiter anbieten sollte.
Gemeinderat Eberhard Vogel (CSU) sagte, man solle darauf hinwirken, dass möglichst innerhalb der Orte leer stehende Anwesen mithilfe der Förderprogramme reaktiviert werden. "Wir haben nichts davon, wenn rund um den Kirchturm alles zusammenfällt", sagte er.


Ausbau der Bundesstraße

Eröffnet wurde ein Entwidmungsverfahren für einen öffentlichen Flur- und Feldweg in der Gemarkung Maroldsweisach. Dem Verkauf desselben und der Abtretung an das Staatliche Bauamt hatte der Gemeinderat in einer Sitzung im Mai 2015 im Zusammenhang mit dem Ausbau der B 279 bereits zugestimmt.

Ein Bauantrag für die Umnutzung ehemaliger Gewerbeflächen in Dürrenried (Hubertus-tropfenfabrik) zu einem Offenstall wurde zugestimmt. Der neue Eigentümer möchte dort zu privaten Zwecken Pferde halten. Gemeinderat Dieter Hepp (CSU) wies darauf hin, dass es Probleme geben könnte, wenn zu viele Pferde gehalten würden. Dazu sagte Verwaltungsleiter René Schäd, dass eine Genehmigung für private Nutzung beantragt sei, was eine gewerbliche Nutzung, zum Beispiel für eine Pferdepension, ausschließe. Wolfram Thein merkte hierzu an, das das betreffende Anwesen relativ schnell über die Hofheimer Allianz verkauft werden konnte. Es wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt.


Vor Jury durchgefallen

Als "unerfreuliche Nachricht" gab der Bürgermeister weiter, dass die Kläranlage des Marktes im Vergleich zu den Anlagen anderer Kommunen bei der Innovationsinitiative des Bayerischen Umweltministeriums nicht gut abgeschnitten habe. Man hatte sich für einen Innovationspreis beworben, wurde aber nicht berücksichtigt. Deshalb gibt es auch keinen Zuschuss.
Ziele einer geplanten Abwasser-Info-Börse sind die Aufbereitung und Weitergabe von Informationen rund um das Thema Abwasser, die Durchführung regionaler Informationsveran-staltungen und Seminare, die Veranstaltung von Workshops und Erfahrungsaustausch sowie die Weiterentwicklung der Kleinkläranlagen-Software.


Aufgaben neu verteilt

In der Marktverwaltung wurde der Geschäftsverteilungsplan neu geordnet, wie Bürgermeister Wolfram Thein und Geschäftsleiter René Schäd dem Gemeinderat in der Sitzung am Montagabend erläuterten. Sie sprachen von einer "zukunftsorientierten personellen Aufgabenzuweisung".
Yvonne Beck, die im Vorzimmer des Bürgermeisters sitzt, wurde zur Leiterin des Standesamtes ernannt. Stellvertreter ist André Grüner. Damit ist Arno Welz, Kämmerer und bisher kommissarischer Leiter des Standesamtes, von diesen Aufgaben entbunden. Auch der Kassenverwalter wurde neu bestellt. Für Wolfgang Krause, der zur Jahreswende in den Ruhestand trat, wird diese Aufgabe Simon Knöchel übernehmen, der von Doreen Pfadenhauer vertreten wird. Judith Hennig soll stellvertretend die Kassenverwaltung übernehmen, sobald sie im August ihre Ausbildung abgeschlossen hat

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