Maroldsweisach

Maroldsweisachs Bauausschuss war auf Achse

Etliche Verkehrsprojekte, aber auch Spielplätze im Marktgebiet beschäftigten das Gremium bei seiner Reise durch mehrere Gemeindeteile.
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Die neue Abbiegespur zum geplanten Gewerbegebiet an der B 279 war eine der Stationen der Besichtigung.  Fotos Helmut Will
Die neue Abbiegespur zum geplanten Gewerbegebiet an der B 279 war eine der Stationen der Besichtigung. Fotos Helmut Will
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Auf Tour durch den gesamten Gemeindebereich war der Bauausschuss des Marktes Maroldsweisach am Mittwochabend unterwegs. Besichtigt wurden fertige Projekte, Verkehrssituationen wurden in Augenschein genommen, beraten wurde über eventuelle Entwidmungen von Straßen oder auch über kleinere Baumaßnahmen.


Neue Tankstelle und ein Markt

In Augenschein genommen wurde die im Rahmen des Ausbaus der B 279 zwischen Maroldsweisach und Ermershausen neu angelegte Zufahrt zum künftigen Gewerbegebiet am nördlichen Ortsausgang von Maroldsweisach. Hier teilte Bürgermeister Wolfram Thein mit, dass zwei Interessenten vorhanden seien, die dort eine Tankstelle bauen wollen. "Vermutlich wird sich hier auch ein Markt ansiedeln, worüber ich aber noch nicht sprechen möchte", sagte der Gemeindechef. Durch einen Projektanten werde auch ein "vorhabenbezogener Bebauungsplan" erarbeitet, sagte Geschäftsleiter Michael Rahn auf Frage von Gemeinderat Werner Thein.


Zu schnell unterwegs?

Für Diskussionsstoff sorgte der Antrag einer Anliegerin aus Geroldswind, deren Anwesen am Ortsausgang in Richtung Zeilberg liegt. Sie hatte sich beschwert, dass auf dieser Straße "gerast" werde. Vor Ort erklärte Bürgermeister Wolfram Thein (SPD), dass die Gemeinde an dieser Stelle mit ihrem eigenen Messgerät Geschwindigkeitsmessungen vorgenommen habe. "Die Straße ist vom Zeilberg her auf 30 km/h beschränkt und es ist auch am Ortseingang eine Verengung eingebaut worden, um Fahrgeschwindigkeiten herabzumindern", sagte der Bürgermeister. Probemessungen mit der verdeckt aufgestellten Anlage hätten ergeben, dass bei 200 gemessenen Fahrzeugen durchschnittlich 34 Stundenkilometern ermittelt wurden. "Als die Anlage sichtbar aufgestellt war, wurde eine durchschnittliche Geschwindigkeit bei gleicher Fahrzeuganzahl von 30 Stundenkilometern festgestellt, wobei die Höchstgeschwindigkeit bei 61 Stundenkilometern gelegen hat", so Thein.

Winfried Appel, Ortssprecher in Geroldswind kritisierte, dass die Messungen durchgeführt wurden, als Einrichtungen auf dem Zeilberg geschlossen hatten. Es handle sich deshalb um ein nicht aussagekräftiges Messergebnis. Die Sprache war unter anderem vom "Biergartenverkehr", da sich auf dem Zeilberg ein Biergarten befindet. Nach den Willen des Bauausschusses soll nunmehr nochmals über einen längeren Zeitraum gemessen werden, um eine größere Anzahl an Fahrzeugbewegungen zu erfassen.


Entwidmung zurückgestellt

In Allertshausen, Herrengärten, sah sich das Gremium einen Straßenteil an, wofür ein Antrag auf Entwidmung vorlag, gegen den es allerdings auch Widerspruch gibt. Nun soll nochmals mit den Beteiligten gesprochen werden fand der Bauausschuss, um eine einvernehmliche Lösung zu erreichen. Letztendlich müsse der Gemeinderat dann eine Entscheidung treffen.

Um eine eventuelle Entwidmung ging es auch in Marbach an der Straße "Zur Schmiede" was schon einmal Thema im Gemeinderat gewesen ist. Eine einvernehmliche Meinung konnte sich das Gremium auch vor Ort nicht bilden. Man wird vermutlich ein Entwidmungsverfahren einleiten, um zu sehen, ob dann Widersprüche kommen. Danach wird der Gemeinderat entscheiden müssen.


Zugang zur Ruine

In Dippach sah man sich an der Ruine und am Kinderspielplatz um. In der letzten Bürgerversammlung war von den Dippachern gefordert worden, den Zugang zur Ruine sowohl an der Treppe als auch im Bereich des Torbogens zu verbessern. In der Ruine wird öfters gefeiert und da wolle die Bevölkerung einen guten Zugang haben, erläuterte der Bürgermeister. Entsprechende Maßnahmen wurden durch die Dorfgemeinschaft und den Bauhof der Gemeinde in Angriff genommen.

Ebenfalls war bei der Bürgerversammlung in Dippach angeregt worden, den Spielplatz zu verbessern und neue Geräte aufzustellen.

Wolfram Thein gab vor Ort gegenüber dem Gremium entsprechende Erläuterungen zu den Maßnahmen. Neu hinzukommen sollen ein sogenanntes Baugerüst und ein Sandbagger. Bleiben soll die Schaukelanlage und oben auf der bestehenden Rutsche wolle man ein Podest anbringen. Etwas ausgebessert werden soll auch der Zaun am Spielplatz und an verschiedenen Stellen soll der Sand gegen Kies ausgetauscht werden.
Am Friedhof in Dippach konnte der Bauausschuss am Leichenhaus die neu gestaltete Treppe mit behindertengerechter Rampe und dem neuen Vorplatz in Augenschein nehmen. Wie Bürgermeister Thein sagte, hätten die Dippacher die alten Platten herausgerissen, neue wurden durch den Bauhof der Gemeinde gelegt. "Jetzt sieht alles wieder sauber aus", freute sich der Bürgermeister.
Der Bewässerungsgraben am Schloss in Birkenfeld soll gerichtet werden, befand der Bauausschuss, da verhindert werden soll, dass Fremdwasser auf Privatgrundstücke eindringt.
In Augenschein genommen wurde auch die neue Querungshilfe im Ortsteil Todtenweisach, die Schulkindern erleichtern soll, die B 279 zu überqueren, um zum Schulbus zu kommen, aber auch eine Hilfe für alle anderen Fußgänger ist. 112 000 Euro hat die Maßnahme gekostet. Anteilmäßige Kosten der Gemeinde in Höhe von 20 500 Euro wurden durch das Amt für ländliche Entwicklung gefördert, sodass für die Gemeinde selbst 17 000 Euro übrig blieben.
Am Schlossberg in Wasmuthhausen befindet sich eine Hecke, welche das Grundstück des dortigen Seminarzentrums zur Schlossstraße hin begrenzt. Diese engt die Fahrbahn ein und wird durch den Eigentümer zurückgeschnitten. Auf der anderen Fahrbahnseite ist daran gedacht, den Graben aufzufüllen, um die Straße optisch zu verbreitern und um Ausweichmöglichkeiten zu schaffen. Wie zu hören war, beabsichtigt das Seminarzentrum Bauer einen Erweiterungsbau.
Eine marode Mauer in der Zeilbergsiedlung wurde in Augenschein genommen. Es soll für Abhilfe gesorgt werden.

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