Obertheres
Gemeinderat

Mainbrücke wird abgerissen

Der Neubau zwischen Ober- und Untertheres über den Fluß und die Bahnlinie soll zwischen 2017 und 2019 erstellt werden. An der Dorferneuerung will sich die Gemeinde mit gut 52 000 Euro beteiligen.
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Die Brücke über den Main und die Bahn zwischen Ober- und Untertheres soll 2017 bis 2019 abgerissen und neu erstellt werden.  Foto: Ulrike Langer
Die Brücke über den Main und die Bahn zwischen Ober- und Untertheres soll 2017 bis 2019 abgerissen und neu erstellt werden. Foto: Ulrike Langer
Unter den Bauvorhaben, die der Gemeinde in den nächsten Jahren bevorstehen, ist dies wohl das spektakulärste: Die Brücke über den Main zwischen Obertheres und Untertheres soll in den Jahren 2017 bis 2019 abgerissen und neu erstellt werden soll, wie Bürgermeister Matthias Schneider dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung am Montagabend mitteilte. Zweiter Bürgermeister Manfred Rott, gleichzeitig zuständiger Abteilungsleiter am Staatlichen Bauamt Schweinfurt, ergänzte, dass die neue Brücke als Bogenbrücke ausgeführt werden soll. Der genaue Bauablauf werde noch diskutiert; fest stehe aber, dass der Übergang über den Main nur für höchstens zwei Monate gesperrt sein solle.

In Sachen Dorferneuerung in Obertheres, Buch und Wagenhausen ist Theres einen wichtigen Schritt weiter. Der Gemeinderat stimmte einer Vereinbarung mit der Teilnehmergemeinschaft Theres zu.
In dem Vertrag ist geregelt, dass sich die Gemeinde an den Gesamtkosten von 140 000 Euro für die begleitende Beratung, die Ausführung von Bodenordnungsmaßnahmen und den laufenden Betrieb im Rahmen des Bayerischen Dorfentwicklungsprogramms mit voraussichtlich 52 340 Euro beteiligt.

Kostenlose Beratung möglich

Bürgermeister Schneider zufolge haben nun auch private Bauherren im Dorferneuerungsgebiet die Möglichkeit, sich kostenlos zu Bauvorhaben beraten zu lassen. Die Kosten für die Gemeinde würden sich etwa auf einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren verteilen.

Nachdem die Teilnehmerversammlung (TG) Obertheres ihre Auflösung beschlossen hat, befasste sich der Gemeinderat zum zweiten Mal mit der Auflösungsvereinbarung mit dem Amt für ländliche Entwicklung. Diese sieht vor, dass die Gemeinde Theres rund 1,27 Hektar Grün- und Unland sowie rund 1,22 Hektar Wege südlich der Bahnlinie kostenlos übernimmt und unterhält.

In der letzten Sitzung hatten einige Gemeinderäte dazu Fragen aufgeworfen, die das Amt für ländliche Entwicklung Unterfranken nun beantwortet hat. In dem Schreiben heißt es, dass es gerechtfertigt sei, dass die Gemeinde die Umschreibungskosten übernehme. Schließlich würden der Gemeinde nicht nur Grundstücke überlassen; sie werde auch Einnahmen aus dem Verkauf eines Weges, der in einer zur Sandausbeute vorgesehenen Fläche liege, erzielen.

Dass die Gemeinde über ihr künftiges Eigentum nur in Übereinstimmung mit den Interessen der an der Flurbereinigung beteiligten Eigentümer oder Rechtsnachfolger bestimmen darf, störte zwar den Zweiten Bürgermeister Rott nach wie vor. Doch ist diese Regelung unabänderlicher Bestandteil der Vereinbarung, der am Ende alle Ratsmitglieder zustimmten.

Keine Einwände gegen Projekt

Ebenfalls einstimmig wurden die dritte Änderung des Flächennutzungsplans Theres und der vorhabenbezogene Bebauungsplan für das "Sondergebiet Einkaufsmarkt - Vollsortiment Obertheres" genehmigt, nachdem die öffentliche Auslegung und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange keine Einwendungen erbracht hatten.
Bei einem Ortstermin in Untertheres hatte Bürgermeister Matthias Schneider allen Unterthereser Bürgern, die die Mariengrotte und den Brunnen im Friedhof saniert hatten, gedankt. Unter anderem wurden ein neues Dach und eine neue Stuckdecke erstellt, die Wände verputzt und gestrichen, das Ornament über dem Eingang gereinigt und der Platz vor der Grotte neu gepflastert. In der nächsten Sitzung werde man dann über den Zuschussantrag der Kirchenverwaltung zu den entstandenen Kosten befinden.

Schneider wies auch darauf hin, dass das Friedhofskreuz aus dem 19. Jahrhundert und das Priestergrab durch eine Firma restauriert worden seien. Weiter gab er bekannt, dass der Anbau hinter dem alten Rathaus, in dem sich der Tankraum befindet, abgerissen werde. Zuletzt berichtete er, dass einer der beiden Bäume vor dem alten Rathaus krank sei und entfernt werden müsse.

"Harte Fakten" hat die Gemeinde nach Angaben Schneiders mit der Errichtung von zwei Schranken und dem Aufstellen von Betonringen am Horhäuser See geschaffen, um die Zufahrt zu verhindern. "Die Nutzer des Sees haben uns keine andere Wahl gelassen."Geplant sei, mit interessierten Bürgern aus der Gemeinde einen Verein zu gründen, der sich um den See kümmere.

Manfred Rott schlug vor, an der Kreuzung Kahlberg/Bucher Straße in Obertheres einen Verkehrsspiegel aufzustellen. Zum einen sei die Einsicht in die Bucher Straße sehr schwierig, zum anderen gebe es bereits Spiegel, die nicht mehr beschlagen und von der Polizei auch nicht abgelehnt würden.

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