Ebelsbach
Kinderaufführung

Luthers Leben kindgerecht verpackt

Mit dem Musical "Mönsch Martin" ist Dekanatskantor Johannes Eirch mit zwei Kinderchören eine beeindruckende Darstellung gelungen.
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Über 70 Buben und Mädchen wirkten im Chor bei diesem Kindermusical "Mönsch Martin" mit. Foto: Günther Geiling
Über 70 Buben und Mädchen wirkten im Chor bei diesem Kindermusical "Mönsch Martin" mit. Foto: Günther Geiling
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Großen Beifall gab es für 70 Kinder, die am Wochenende im Bürgersaal von Ebelsbach mit viel Engagement und musikalischem Können das Kindermusical "Mönsch Martin" aufführten. Das musikalische Werk traf natürlich im "Jubiläumsjahr 500 Jahre Reformation" auf großen Zuspruch und stellte das Leben Martin Luthers einmal auf eine andere, aber sehr eindrucksvolle Weise dar.

In den Liedern, aber auch in den Gesprächs- und Gesangszenen machten die Kinder das Wirken von Marin Luther auf besondere Weise lebendig. Kantor Johannes Eirich hatte dieses ökumenische Musical mit dem evangelischen und katholischen Kinderchor Haßfurt einstudiert und zeigte bei der Aufführung, was in den Kindern steckt und musikalisch aus ihnen herauszuholen ist. Die Szenen aus dem Leben Luthers wurden kindgerecht umgesetzt und die Kinder schlüpften gekonnt in die Rollen der entsprechenden Personen und Wegbegleiter Luthers.


Rettung für die Seele?

Da sah man, wie sich Leute in den Kirchenbänken über den Glauben unterhielten. Sie waren etwas verdattert, dass man glauben konnte, dass Ablassbriefe die Seele retten könnten.

Oma Lehmann, eine Figur des Spiels, erklärte ihnen, dass die Menschen es nicht besser gewusst hätten, da sie sich kaum eine Bibel leisten konnten, aber der Papst den Leuten dies weismachen würde. "Aber woher wusste es dann Luther?", war da die Frage. "Er hat immer in der Bibel gelesen und irgendwann hat er eine sensationelle Entdeckung gemacht", meinte die Oma. In Liedern kam schon bei dieser Szene Schwung in die Geschichte, "sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt".


Umkehr nach Blitzeinschlag

Die Zuhörer und Zuschauer erfuhren, wie ausgerechnet ein Gewitter Luthers Weg ins Kloster ebnete und er dort am Mittagstisch seinen Plan erklärte und erklärte, "dass Gott jeden liebhat, der ihm vertraut".
Auch der Anschlag der 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche von Wittenberg kam vor. Im Vorfeld suchte dabei Luther seinen Freund und Maler Lukas Cranach auf, der gerade an einem Gemälde arbeitete. Nun sollte er ihm aber seine 95 Thesen vervielfältigen. Das war es natürlich gut, Cranach mit seiner Druckpresse zu kennen. Schließlich sollte das Schreiben ja auch an alle Bischöfe geschickt werden. Lukas Cranach schwante Übles, doch Martin Luther ließ sich nicht beirren.

Die Bannandrohungsbulle wurde verbrannt und dies bedeutete, dass er aus der Kirche ausgeschlossen würde. Auch für Luther veränderte sich einiges, er musste untertauchen und bekam sogar einen neuen Namen, Junker Jörg. Dafür hatte er jetzt viel Zeit, um das Neue Testament zu übersetzen.


Schmunzeln inklusive

Musikalisch boten die jungen Sänger eine große Bandbreite, angefangen vom klassischen Mönchsgesang in Kutten bis hin zu Pop-Arrangements, die von einer kleinen Live-Band begleitet wurden. Die Zuhörer waren jedenfalls begeistert, zumal das Musical immer wieder Anlass zum Schmunzeln gab.

Sie wurden dabei aber auch auf das Grundthema Luthers auf der Suche nach dem Wesen Gott hingewissen. Das kam auch zum Ausdruck in einem Musical-Lied: "Wir haben entdeckt und wir haben gecheckt, dass Gott uns liebt und die Schuld vergibt. Wir müssen nicht beweisen, wie gut wir sind. Jeder, der ihm glaubt, ist sein Lieblingskind."

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