Künftig ist sie zuständig für alle Archive im Bereich Maroldsweisach, Pfarrweisach, Ebern, Rentweinsdorf und Untermerzbach. Dafür hat sie sich viel vorgenommen. Sie will "die Bevölkerung sensibilisieren wie wichtig es ist alte Dokumente aufzuheben."
Wenn nicht alle Dokumente vorhanden sind, kann es schwierig werden. Das hat sie am eigenen Leib erfahren. Sie wollte die Geschichte ihrer Uroma, so erzählt Daniela Koch, erforschen. Die war als gelernte Köchin auf die Walz gegangen - was als Frau damals ziemlich ungewöhnlich war - und sogar bis in die Schweiz soll sie gekommen sein, doch leider fehlten die entsprechenden Dokumente und Arbeitsbücher um den Weg wirklich nachverfolgen zu können.
Familienforschung wird immer wichtiger und damit ist nicht mehr nur die einfache Ahnenforschung "wer hat wann und wo gelebt" gemeint, erklärt die Birkacherin weiter. "Ich will Berufe, Lebens- und Schicksalswege nachzeichnen" und das wollen mittlerweile viele. Das prophezeite auch Archivoberrätin Heeg-Engelhart vom Staatsarchiv Würzburg den anwesenden Bürgermeistern. Dazu komme in der Zukunft auch vermehrt die Bestandserhaltung und die Sicherung dieses Bestandes. "Hier wird mit der Digitalisierung auch viel Arbeit auf Sie zukommen.
Johann Reuscher, Kreisarchivpfleger für den Bereich Hofheim, zeigte sich, auch im Namen seines Kollegen Bernd Reinhard, sehr erfreut über die "junge Kollegin" und versprach ihr: "Wir unterstützen Sie, kommen sie einfach oder rufen Sie an."