Haßfurt
Kommunikation

Landkreis gibt Gas beim Breitbandausbau

Die vorbereitenden Arbeiten für das schnelle Internet im Kreis Haßberge gehen voran. Im kommenden Jahr soll nach dem Willen des Landrats der Ausbau umgesetzt werden.
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So sehen die Leitungen aus: Kabel für das schnelle Internet wurden am Montag im Kreistag-Ausschuss gezeigt, der in Haßfurt tagte.  Foto: Klaus Schmitt
So sehen die Leitungen aus: Kabel für das schnelle Internet wurden am Montag im Kreistag-Ausschuss gezeigt, der in Haßfurt tagte. Foto: Klaus Schmitt
Das Verfahren ist kompliziert, aufwendig, teuer - aber unverzichtbar. Der Breitbandausbau hat viele Hürden, sie müssen indes genommen werden, denn auf das schnelle Internet kann heutzutage niemand verzichten. Die Privatleute brauchen es und die Unternehmen noch viel mehr.

Im Kreis Haßberge kommt der Breitbandausbau voran. Zumindest die vorbereitenden Arbeiten machen Fortschritte, wie Michael Brehm, Wirtschaftsförderer des Landkreises, dem Kreistag-Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und regionale Entwicklung am Montagnachmittag im Haßfurter Landratsamt erläuterte. "Wir sind auf einem guten Weg", bestätigte auch Landrat Wilhelm Schneider (CSU). Der Landkreis habe "Geschwindigkeit aufgenommen". Aus zwei Gründen: Die Versorgung mit schnellem Internet soll möglichst bald im Landkreis stehen.
Und der Landrat hofft darauf, dass die Arbeiten vergeben und ausgeführt werden können, noch bevor die große Masse der Gemeinden ausschreibt. Denn wer schnell ist, kann mit besseren, weil günstigeren Preisen rechnen, meint Schneider.

Im Landkreis liegen laut Michael Brehm die Ergebnisse der Markterkundung, einem von 19 Verfahrensschritten, zu einem großen Teil vor. "Wir sind im Landkreis auf einer Linie", beschrieb er die kaum merklichen Unterschiede zwischen den Kommunen. Die 26 Städte und Gemeinden haben sich unter Federführung des Landkreises auf eine gemeinsame Vorgehensweise verständigt. Die hilft.

Auf jeden Fall, so Brehm, sei der Landkreis bereits weiter als der Durchschnitt der Gemeinden in Bayern. Landrat Wilhelm Schneider hofft, dass der Ausbau im kommenden Jahr umgesetzt werden kann. Sein Wunsch ist, "dass es nächstes Jahr richtig losgeht".

Am schnellsten dürfte die Gemeinde Sand sein. Hier bauen zwei Anbieter das für das schnelle Internet notwendige Glasfassernetz aus oder haben es schon getan, nämlich "Kabel Deutschland" und die Telekom.

Sand profitiert davon, dass die Gemeinde lediglich einen Ortsteil hat. Sie hat sich aber auch mächtig ins Zeug gelegt und in einer aufwendigen Detailarbeit Vorbereitungen getroffen (Haus für Haus wurde untersucht).

Eine wichtige Erfahrung hat Sand gemacht: Es reicht nicht, hohe Förderungen zu erhalten, wie es mittlerweile geschehen soll. Jede Kommune braucht auch Anbieter, die das Netz ausbauen. Sand hat diese Situation.
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