Ebern

Krippenplätze: Die Nachfrage lässt nicht nach

Seit Montag wird in Ebern eine weitere Krippengruppe genutzt. Die ist schon komplett ausgebucht. Nun kam auch noch der Bauausschuss dazu. Ab Februar steht noch eine zweite Krippengruppe im kirchlichen Kindergarten zur Verfügung - und die Nachfrage hält, teilte die Leiterin mit.
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Mit Liedern begrüßten die älteren Kindergarten-Kinder die Neulinge in der Krippengruppe, die wegen eines Schnullers zum Teil gar nichtmitsingen konnten. Annika Schnaus spielte die Gitarre, die Erzieherinnen Claudia Hümmer und Julia Hartung stimmten mit ein.  Foto: Ralf Kestel
Mit Liedern begrüßten die älteren Kindergarten-Kinder die Neulinge in der Krippengruppe, die wegen eines Schnullers zum Teil gar nichtmitsingen konnten. Annika Schnaus spielte die Gitarre, die Erzieherinnen Claudia Hümmer und Julia Hartung stimmten mit ein. Foto: Ralf Kestel
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Die kleine Mia hat es gut erwischt. Ein bisschen mehr als ein Jahr ist sie alt, und schon steht für sie ein Krippenplatz zur Verfügung. Und die Mama ist stets in der Nähe, denn Ute Barthelmann hat mit der Eröffnung der Kinderkrippe im kirchlichen Kindergarten "Arche Noah" auch ihre Arbeit als Erzieherin begonnen: "Ich bin froh, dass das geklappt hat, besser kann's gar nicht laufen."

Wie die junge Mutter sind auch viele andere Eltern froh über die neuen Krippenplätze, die seit der Jahreswende bereitstehen, auch wenn sich noch Bauarbeiter unter die Kleinen mischen. "Wir sind schon gerappelt voll, die Kinder fühlen sich total wohl", erzählte die Leiterin des kirchlichen Kindergartens, Theresia Salomon, beim Besuch des Bauausschusses.

Viel Arbeit mit Umzug

Die Anspannung, die bis dahin hinter ihr lag, war der Leiterin deutlich anzumerken.
"Es war schon anstrengend und jetzt bin ich müde", bekannte Salomon nach Tagen des Um- und Einzuges in die eben fertig gestellten Räume.

Fertig? Zwischen 98 und 99,5 Prozent lagen die Schätzung über den Baufortschritt von Bürgermeister Robert Herrmann (CSU) und Architekt Günter Pollach, derweil sich noch Handwerker und Bauleiter unters Kindervolk mischen und Leiterin Salomon über die Gestaltung noch kahler Wände grübelt. Ein Teil des Mobiliars kommt auch erst nächste Woche.

Die zweite Krippengruppe wird im Februar bezugsfertig, dann stehen weitere zwölf Krippenplätze samt Mittagsbetreuung zur Verfügung. "Dann kommen schon die nächsten Kinder und bis April geht das so weiter", hat die Leiterin aus den Anmeldungen herausgelesen.

Und auch das Personal wird weiter verstärkt, versicherte Alfred Neugebauer als Vorsitzender des Caritas-Kindergartenvereins, dem Träger der Einrichtung. Drei neue Kräfte seien schon eingestellt worden, weitere folgen. "Es gibt keine Probleme", versicherte Neugebauer, der auch neue Wünsche an den Bauherren - die Stadt Ebern - parat hatte: Weil der Keller so schön geworden ist, solle er künftig genutzt werden - beispielsweise als Töpferraum.

Nachfragen des Bürgermeisters beim Architekten, ob dies Förderprobleme aufwerfen könnte, waren schnell über den Haufen geworfen: Es geht. Lediglich ein Heizkörper müsste installiert werden, was die Bauausschussmitglieder billigten, da die entsprechenden Leitungen bereits verlegt sind.

Wärmer wird's auch im denkmalgeschützten Pavillon, dem historischen Sommerkindergarten, der nunmehr durch die verlegte Bodenheizung und Dämmmaßnahmen auch im Winter als Gymnastikraum genutzt werden kann.
Und was hat dies alles gekostet? Die Schätzungen des Architekten lagen bei 1,03 Millionen Euro. "Von der Berechnung her liegen wir absolut im grünen Bereich", versicherte Pollach: "60 000 Euro unter den Schätzungen."

Ergänzende Berichte zur Bauausschuss-Sitzung finden Sie in der Haßbergausgabe vom Freitag

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