Knetzgau
Ferienbetreuung

Knetzgauer Ferienbetreuung professionalisiert

Professionalisiert hat die Gemeinde Knetzgau ihre Ferienbetreuung. Hier wurden die Kinder in den vergangenen Wochen werktags von 7 bis 16.30 Uhr beschäftigt. Das hat die berufstätigen Eltern entlastet und den Buben und Mädchen viel Spaß gemacht.
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Was man mit einem Mörser so alles machen kann, das lernten die Kinder beim Ferienprogramm in Knetzgau. Foto: Christiane Reuther
Was man mit einem Mörser so alles machen kann, das lernten die Kinder beim Ferienprogramm in Knetzgau. Foto: Christiane Reuther
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"Die schönste Rückmeldung", sagt Thomas Zettelmeier, "kam von den Kindern selbst. Wenn Kinder am späten Nachmittag abgeholt werden und gerne noch etwas bleiben möchten, erübrigt sich die Nachfrage, ob ihnen der Tag gefallen hat".

Wald, Musik, Backen

Das Angebot der neuen Ferienbetreuung in Knetzgau ist für alle Beteiligten offensichtlich ein Volltreffer: Stockbrot backen, Wald- und Erlebnistage, Experimente mit Wasser, Musikinstrumente selbst herstellen oder Ausflüge in den Schweinfurter Wildpark und auf das "Erfahrungsfeld der Sinne" nach Nürnberg. Dies ist nur ein kleiner Auszug der Aktivitäten, an denen die Kinder der neuen Ferienbetreuung der Gemeinde Knetzgau seit Ende Juli teilnehmen konnten.

Doch was ist neu an der Ferienbetreuung, die von den Aktivitäten her dem besser bekannten Ferienprogramm ähneln? "Von den Aktivitäten, Angeboten und Ausflügen nicht viel. Warum sollten wir etwas, dass sich bewährt hat, neu erfinden?", sagt Thomas Zettelmeier, der als Mitarbeiter der Gemeinde Knetzgau die neue Ferienbetreuung entwickelt hat.

"Die Unterschiede liegen in den Rahmenbedingungen. Wir haben täglich von 7 bis 16.30 Uhr geöffnet, die Betreuung übernimmt Fachpersonal, also Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen, und wir haben, abgesehen von den Weihnachtsferien, zukünftig alle Ferien geöffnet. Dazu kommt, dass jedes Kind aus dem Landkreis bei freien Plätzen das Angebot nutzen kann, eine hohe Flexibilität und, gemessen an den Rahmenbedingungen, geringe Kosten für die Eltern", führt Zettelmeier weiter aus.

Eine Frage der Familienfreundlichkeit

Auch auf die Frage warum überhaupt Änderungen vorgenommen wurden, das Ferienprogramm wurde bisher in Knetzgau gut besucht, hat Zettelmeier eine Antwort. "Um die Familienfreundlichkeit in unserer Gemeinde zu verbessern, die Vereinbarkeit von Familie und Berufstätigkeit zu erleichtern und den Kindern in allen Ferien ein attraktives Angebot anzubieten. Schulkinder haben ungefähr 60 Ferientage. Bei 30 Tagen Urlaub können Arbeitnehmer gerade so die Ferienzeiten überbrücken, aber wo bleibt die gemeinsame Zeit für Eltern mit ihren Kindern? Vom Problem alleinerziehender Eltern ganz zu schweigen. Während die Eltern ihre Kinder professionell und ganztägig betreut wissen und sich somit auf ihren Job konzentrieren können, erleben die Kinder ein pädagogisch abwechslungsreiches Programm. Und nach der Zeit in der Ferienbetreuung haben dann alle Familienmitglieder Zeit füreinander - sprich Familienzeit!"

Von der Personalfindung, über Rücksprachen mit dem Landratsamt, der Suche nach geeigneten Räumen bis zur Erstellung des Programms war dann einiges an Vorarbeit zu leisten, bevor mit Beginn der Sommerferien das neue Betreuungsangebot starten konnte. Davon haben die teilnehmenden Kinder natürlich nichts mitbekommen.

Bis zum Ferienstart war alles organisiert, und die Räume der Dreibergschule Knetzgau wurden auch in Ferienzeiten belebt. Der erste Tag stand ganz im Zeichen des gemeinsamen Kennenlernens. Danach wurde neben den bereits erwähnten Aktivitäten auch noch Bastel- und Kreativtage, eine Schnitzeljagd und ein "Tag der Piraten" im Zeller Böhlgrund angeboten.
Die Eltern lobten die Flexibilität und die professionelle Betreuung, und die Kinder freuen sich bereits jetzt auf die Herbstferien. cr

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