Maroldsweisach
Flüchtlinge

"Kinder sollen in Frieden aufwachsen"

Im alten Forsthaus in der Finkenherdsiedlung brennt wieder Licht. Seit dem 11. September wohnt Familie Bajric aus Bosnien-Herzegowina in dem zuletzt leer stehenden Gebäude in Maroldsweisach. Die fünfköpfige Familie ist asylsuchend und stammt aus Zvonik, nordöstlich der serbischen Grenze.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die bosnische Familie, die neuerdings im alten Forsthaus in Maroldsweisach lebt, erhielt Besuch. Dolmetscherin Alma Steigmeier, Risad Bajric, Zweiter Bürgermeister Harald Denninger, Bürgermeister Wolfram Thein, Ramo Bajric, Sohn Nijaz sowie Ehefrau Jemsa mit Töchterchen Rijalda (von links) verstanden sich gut. Foto: Schmidt
Die bosnische Familie, die neuerdings im alten Forsthaus in Maroldsweisach lebt, erhielt Besuch. Dolmetscherin Alma Steigmeier, Risad Bajric, Zweiter Bürgermeister Harald Denninger, Bürgermeister Wolfram Thein, Ramo Bajric, Sohn Nijaz sowie Ehefrau Jemsa mit Töchterchen Rijalda (von links) verstanden sich gut. Foto: Schmidt
Im August verließen sie ihre Heimat und kamen über die Aufnahmelager Zirndorf, Nürnberg und Würzburg nach Maroldsweisach. Vater Ramo (35) erzählte beim Besuch des Bürgermeisters Wolfram Thein (SPD) und seines Stellvertreters, Harald Deringer (CSU), dass Bosnien-Herzegowina zwar als sicheres Land eingestuft wurde, seine Familie von serbischer Seite massiv bedroht worden sei. Die Flucht sei sehr schmerzhaft, "aber meine drei Kinder sollen in Frieden aufwachsen", begründet der gelernte Automechaniker seine Flucht.

Seine Söhne Risad (11) und Nijaz (7) sowie Töchterchen Rijalda (4) haben schon erste Kontakte mit Ortsbewohner geknüpft. "Die Nachbarn sind sehr nett", meinen Ramo und Jemsa Bajric (34) und zeigen sich sehr dankbar, dass sie in Maroldsweisach leben dürfen.

Man merkt, wie die Familie aufatmet, weil sie in Frieden leben kann.
Werner Thein und weitere Maroldsweisacher kümmern sich um die Familie.

Da die Migranten noch wenig Deutsch sprechen, dolmetscht die Bosnerin Alma Steigmeier, die bereits 1992 nach Deutschland gekommen war und nun in Dippach wohnt.

Bürgermeister Thein sagte der Familie so viel Unterstützung wie möglich zu. Auch die Bevölkerung kann sich an der Unterstützung beteiligen. Nähere Informationen werden in der Gemeinde erteilt.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren