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Uchenhofen
Bauerntheater

"Junghöfer Dorfbühne" zeigt Bauernschläue gegen die Ebbe im Geldbeutel

Es ist schon interessant, was auf einem Bauernhof alles passieren kann. Besonders, wenn dort sowohl der Tabakbeutel als auch der Geldbeutel des Bauern absolut leer sind und er zwei heiratsfähige Töchter hat, die nicht unbedingt zu den Schönheiten im Land zählen. - Hintergrund des Lustspiels "Der Mitgiftjäger" von Werner Ohnemus am Freitagabend auf der "Junghöfer Dorfbühne" des TSV Uchenhofen im Sportheim.
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Wehe, wenn ich auf das Ende sehe: Nur einer auf dem Bauernhof, Stefan (Christian Thein - links), der Freund des Bauern (Berthold Wolfschmidt) durchschaut die Absichten des Mitgiftjägers.Fotos: Gerold Snater
Wehe, wenn ich auf das Ende sehe: Nur einer auf dem Bauernhof, Stefan (Christian Thein - links), der Freund des Bauern (Berthold Wolfschmidt) durchschaut die Absichten des Mitgiftjägers.Fotos: Gerold Snater
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Unter Regie von Brigitte Lutz liefen die Akteure bei der Premiere zu Hochform auf, und in den drei Stunden kamen die Besucher in dem knackevollen Saal kaum zum Verschnaufen. Ein Gag jagte den anderen - ein unterhaltsamer Abend von der ersten bis zur letzten Minute, angefüllt mit Witz, Klamauk, punktgenauern Versprechern und köstlicher Mundart. Die Laiendarsteller boten durchgehend Gestik und Mimik wie die Profis. Man spürte, dass alle mit Leib und Seele dabei sind, und so gab es für die Darsteller des öfteren Beifall auf offener Szene.

Was macht ein Bauer mit solchen Töchtern?

Bauer Gustl Schuld ist die Paraderolle für Berthold Wolf schmidt. Seine Verzweiflung, dass er seine zwei "reizenden" Töchter nicht an "den Mann bringen" kann, ist köstlich. Na, und wie Gundl und Laura sich ins Zeug legen, um endlich einem Mann zu gehören, das reizt nur zum Lachen. Hilflos und tollpatschig treten sie ins Rampenlicht und sind urkomisch. Bauer Gustl und Gattin Resi ( überzeugend Mariele Engbert) meinen, mit einer Annonce dem Glück nachhelfen zu können.

Und als der Herr Otto Karl Moschuß (toll: Dominik Engbert) auf den Plan tritt, beginnt der Zweikampf der Schwestern um die Gunst dieses gut aussehenden Mannes. Kein Auge blieb trocken, angesichts dessen, wie sich Sonja Helas und Elke Ruder bekriegen - Otto Karl Moschuß muss dabei ein oder andere Mal auch körperliche Qualen erleiden.

Hilfe bei diesen "Einfangversuchen" ist Vertreter Gustav Emsig (Norbert Weiglein) mit seinen kosmetischen und erotischen Reizwäscheangeboten. Das Publikum explodierte gleichsam vor Lachen als Tochter Gundl erste Anprobierversuche unternahm.

Einer durchschaut das ganze Theater...

Nur einer am Bauernhof, Stefan, der Freund des Bauern (ideal: Christian Thein), durchschaute die Absichten des Heiratsschwindlers und Mitgiftjägers Moschuß, dem es nicht unbedingt um die beiden Töchter geht. Ein gefälschter Scheck ruft die Kriminalpolizei in Person von Manuel Gräf auf den Plan. Schicksal nimm deinen Lauf...

Als Souffleuse bewährte sich einmal mehr Heike Schätzlein.

Weitere Aufführungen im TSV-Sportheim im Haßfurter Stadtteil Uchenhofen

Weitere Aufführungen sind am: Freitag, 1. März, 19.30 Uhr; Samstag, 2. März, 19.30 Uhr; Sonntag, 3. März, 14 Uhr; Freitag, 8. März, 19.30 Uhr; Samstag, 9. März, 19.30 Uhr; Sonntag, 10. März, 19 Uhr; Freitag, 15. März, 19.30 Uhr und am Samstag, 16.März, 19.30 Uhr.

Platzreservierung und Kartenvorverkauf übernimmt die Teppichscheune Helas unter Telefon 09526/500.
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