Ebern
72-Stunden-Aktion

Jugendliche schaffen Ruhegarten für Senioren

Innerhalb von 72 Stunden hat die "I have a Dream Group" aus Kirchlauter gemeinsam mit jungen Menschen der Lebenshilfe eine Unkrautwiese am Seniorenzentrum St. Elisabeth in einen Ruhegarten verwandelt.
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Die Pfarrer Rudolf Theiler und Bernd Grosser (von rechts) erteilten den kirchlichen Segen, daneben die "I have a dream Group".Fotos: Günther Geiling
Die Pfarrer Rudolf Theiler und Bernd Grosser (von rechts) erteilten den kirchlichen Segen, daneben die "I have a dream Group".Fotos: Günther Geiling
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"Vor einigen Tagen war der Garten noch eine Unkrautwüste. Was wir heute sehen, haben wir jungen Menschen zu verdanken. Sie haben alten Menschen die Lebensqualität verbessert und die Möglichkeit geschaffen, in ihrer unmittelbaren Nähe nach draußen in die Natur zu gehen und damit eine willkommen Abwechslung zu haben." Dies sagte der Vorsitzende des Diakonischen Werkes Bamberg-Forchheim Dr. Norbert Kern am Samstagnachmittag bei der "Ruhegarten-Einweihung" im Seniorenzentrum St. Elisabeth.

Dr. Kern lobt die 72-Stunden-Aktion der "I have a dream Group" aus Kirchlauter, die zusammen mit der Lebenshilfe eine tolle Tat vollbracht habe. Vor 15 Jahren sei die Aktion "in die Hände zu spucken und anderen Menschen zu helfen" von Pfadfindern initiiert worden. Die Idee habe gut eingeschlagen und Früchte getragen. 175.000 junge Menschen hätten sich in diesem Jahr beteiligt, 19 Gruppen mit mehr als 600 Jugendlichen seien es im Landkreis Haßberge gewesen.

"Es ist schon beeindruckend, wenn man sieht, wie junge Menschen sich engagieren und Kontakte herstellen, um die Welt ein bisschen besser zu machen", meinte Dr. Kern. Am Seniorenheim in Ebern habe man in diesem Bereich Steine, Schutt und nicht begehbare Flächen vorgefunden. Nun sei eine behindertengerechte Ruheoase entstanden.

Bei seinem Dank an die Jugendlichen meinte er: "Ich wünsche mir, dass ihr an dieser Arbeit Spaß hattet, die Scheu vor solchen Einrichtungen verloren habt und vielleicht eine berufliche Perspektive gesehen habt."

Bürgermeister Robert Herrmann (CSU) erinnerte an den Gemüsegarten, den es noch zu Zeiten der Klosterschwestern gegeben habe. Sie hätten den Spitalgarten selbst bewirtschaftet. Nun sei er zu einer Oase für die Senioren verwandelt worden. Namens der Pfründner-Stiftung dankte er der Jugendgruppe für ihre hervorragende Arbeit.

Der Leiter der Jugendgruppe "I have a dream Group", Dominik Baum aus Kirchlauter, ließ keinen Zweifel daran, dass man mit dieser 72-Stunden-Aktion etwas Besonderes bewirken wollte. Die Gruppe sei vor zweieinhalb Jahren gegründet worden und inzwischen habe man schon 3500 Euro an Spenden zur Verfügung gestellt. Da man unmittelbar vor der Tür der Senioren gearbeitet habe, sei es auch zu Begegnungen der Senioren mit den Jugendlichen gekommen. Auch dies sei eine gute Sache.

Stadträtin Isabell Kuhn, Seniorenbeauftragte und Schirmherrin der Aktion, lobte die Jugendgruppe. " Ihr ward Euch für keine Arbeit zu schade und es ist alles in einer tollen Atmosphäre abgelaufen. Dies verdient großes Lob." So überreichte sie ein kleines Geschenk an die Teilnehmer.

Die Pfarrer Bernd Grosser und Pfarrer Rudolf Theiler gaben dem Erholungsgarten den kirchlichen Segen und wünschten, dass er zu einem Ort der Begegnung und der Freude werden möge. Die älteren Menschen mögen auf diesem Stückchen Erde zur Ruhe finden."

Heimleiterin Ute Engelmann gab ihrer Freude Ausdruck, dass das Sommerfest mit der Aktion der Einweihung des Spitalgartens verbunden sei. Sie würdigte die gelungene Aktion und lud mit den Senioren zum Fest ein.


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